Ziviler Friedensdienst

Lautsprecher für den Frieden: 10 Jahre Ziviler Friedensdienst
Erste Fachkräfte für zivile Konfliktbearbeitung am 22. November 1999 entsendet

Bonn (ots) - "Frieden braucht Lautsprecher". Dies ist in den kommenden Tagen auf vielen Großflächenplakaten zu lesen. Mit seiner Plakataktion in Berlin und Bonn macht das Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) auf seine Arbeit in vielen Krisenregionen weltweit aufmerksam, in denen Gewalt und Konflikte die Bevölkerung bedrohen, und unterstreicht die Bedeutung der zivilen Konfliktbearbeitung für den Frieden. Zugleich begeht das Konsortium ZFD den zehnten Jahrestag der ersten Entsendung von Fachkräften in Krisenregionen: Am 22. November 1999 wurden sechs Fachkräfte des ZFD in Berlin offiziell verabschiedet. Anschließend reisten sie in ihre Einsatzgebiete, darunter das ehemalige Jugoslawien, Kolumbien und Guatemala, um dort die zivilen Kräfte in der Gesellschaft dabei zu stärken, Konflikte friedlich zu regeln und Gewalt ohne militärische Mittel einzudämmen. Aktuell sind 199 Fachkräfte in 50 Ländern weltweit im Einsatz, 34 sind in Vorbereitung.

Am 26. November ziehen die Trägerorganisationen des ZFD gemeinsam mit Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und geladenen Gästen bei einem Festakt im Berliner Umspannwerk eine Bilanz des zehnjährigen Engagements. Die Botschaft der Veranstaltung lautet: "Ziviler Friedensdienst wirkt!" Denn die Erfahrung nach zehn Jahren Einsatz für den Frieden zeigt, dass durch die Entsendung von Fachkräften viele positive Prozesse initiiert bzw. verstärkt werden konnten. So lässt sich zum Beispiel feststellen, dass dort, wo Fachkräfte im Einsatz waren, verfeindete Menschen wieder miteinander reden - eine wichtige Voraussetzung für einen friedlichen Neuanfang. Derart positive Ergebnisse zeigen sich in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, in Israel und Palästina sowie in weiteren Konfliktregionen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.

Wie 1999 werden beim Festakt am 26. November ausreisende Fachkräfte verabschiedet, bevor sie für mehrere Jahre die Projektarbeit in anderen Ländern unterstützen. Zugleich werden im Rahmen von Vorträgen und Gesprächen künftige Herausforderungen für die zivile Konfliktbearbeitung in den Blick genommen.

Der Zivile Friedensdienst

Der ZFD ist ein staatlich-nichtstaatliches Programm zur zivilen Konfliktbearbeitung, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird. Die acht Träger des ZFD haben sich im Konsortium Ziviler Friedensdienst zusammengeschlossen. Sie entsenden speziell ausgebildete Fachkräfte in Krisenregionen. Diese vermitteln gemeinsam mit örtlichen Organisationen in Konflikten, bilden lokale Fachkräfte in ziviler Konfliktbearbeitung aus, bringen Anliegen benachteiligter Gruppen an die Öffentlichkeit und begleiten ehemalige Soldatinnen und Soldaten auf dem Weg ins zivile Leben.

Weitere Informationen finden Sie auf www.ziviler-friedensdienst.org .

Hinweis an Redaktionen: Interessierte Medienvertreter/innen können sich per Mail an rieken@ziviler-friedensdienst.org für die Jubiläumsveranstaltung "10 Jahre Ziviler Friedensdienst" am 26.11. in Berlin anmelden.

Pressekontakt:

Öffentlichkeitsarbeit für das Konsortium Ziviler Friedensdienst,
Martina Rieken,
T (0221) 16 84 49 53, M (0151) 20 60 75 05,
rieken@ziviler-friedensdienst.org.

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