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Studie zum Anlegerverhalten im zweiten Quartal 2010: Pessimisten gewinnen die Oberhand (mit Bild)

Studie zum Anlegerverhalten im zweiten Quartal 2010: Pessimisten gewinnen die Oberhand (mit Bild)
Inflationsangst der Anleger in Deutschland. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Union Investment"

Frankfurt (ots) - Die Anleger in Deutschland schätzen die Entwicklung an den Aktienmärkten zunehmend skeptischer ein. So rechnen 36 Prozent der im zweiten Quartal 2010 Befragten im nächsten halben Jahr mit Kursrückgängen. Damit übertrifft die Zahl der Pessimisten erstmals seit dem zweiten Quartal 2009 wieder die Zahl der Optimisten (31 Prozent). Eine steigende Inflation erwarten sogar 73 Prozent der Befragten, 15 Prozentpunkte mehr als im ersten Quartal 2010. Dagegen ist die Schuldenkrise in Griechenland und weiteren EU-Staaten für die meisten Anleger kein Grund, sich um die Sicherheit ihrer Geldanlagen zu sorgen. Dies zeigt eine Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten im zweiten Quartal 2010.

Die Stimmung der Anleger hat sich weiter eingetrübt. Nur 31 Prozent der Befragten erwarten in den nächsten sechs Monaten steigende Kurse an den Aktienmärkten. Im Vergleich zum Vorquartal bedeutet dies einen Rückgang um zehn Prozentpunkte. Mit Kursrückgängen rechnen hingegen 36 Prozent (Vorquartal 23 Prozent), mit einem unveränderten Kursniveau 25 Prozent (Vorquartal 29 Prozent) der Anleger.

Inflationsangst steigt weiter

Besonders deutlich zeigt sich die wachsende Skepsis der Anleger beim Thema Inflation. Mit 73 Prozent hat der Anteil der Befragten, die im nächsten halben Jahr steigende Preise erwarten, den höchsten Wert seit dem dritten Quartal 2008 erreicht. Er erhöhte sich allein im ersten Halbjahr 2010 um 26 Prozentpunkte.

Vergrößert hat sich auch die Sorge um die eigenen Ersparnisse: 67 Prozent derjenigen, die mit Preissteigerungen rechnen, fürchten um ihr Erspartes - ein Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber dem ersten Quartal 2010. Diese Sorge ist nach Ansicht von Union Investment jedoch unbegründet. "Wir erwarten, dass die Preise alles in allem stabil bleiben, da die immer noch hohen Überkapazitäten in den USA und im Euroraum die Inflation niedrig halten dürften. Die Anleger sollten sich keinesfalls durch Ängste verleiten lassen, ihre langfristige Anlagestrategie über den Haufen zu werfen", kommentiert Hans Joachim Reinke, stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Union Asset Management Holding AG, die Studienergebnisse.

EU-Schuldenkrise für Mehrheit kein Grund zur Sorge

Angesichts der Schuldenkrise in Griechenland und weiteren EU-Ländern machen sich 41 Prozent der Befragten Sorgen um die Sicherheit der eigenen Geldanlagen - 58 Prozent der Anleger sehen jedoch keinen Grund dazu. Gerade einmal neun Prozent der Befragten geben an, dass sie ihre Geldanlagen angesichts der Schuldenproblematik auf eventuellen Anpassungsbedarf hin geprüft haben. "Kurzfristig überlagert die Krise zwar die positiven Konjunktur- und Wirtschaftsdaten. Mittelfristig dürften sich die internationalen Aktienmärkte jedoch wieder am sich festigenden wirtschaftlichen Aufschwung orientieren", prognostiziert Reinke.

Die Anleger sind allerdings überzeugt, dass sich die Schuldenkrise in Europa auf die Attraktivität verschiedener Geldanlagen auswirkt. So glauben sie an eine krisenbedingt steigende Attraktivität von Gold und Immobilien. Dagegen rechnen sie mit einem zurückgehenden Interesse an Aktien- und Aktienfonds. Bei Sparbüchern und festverzinslichen Wertpapieren beziehungsweise Rentenfonds erwarten die Befragten keine krisenbedingte Veränderung. "Dies ist ein Beleg für die weit verbreitete Verunsicherung der Anleger angesichts der aktuellen Entwicklung. Es ist schwer nachvollziehbar, warum die meisten von ihnen mit Auswirkungen auf Aktien-, nicht aber Rentenfonds rechnen. Eine attraktive Gewinnrendite von Aktien in Verbindung mit positiven Gewinnrevisionen und niedrigen Zinsen dürfte auch weiterhin ein gutes Umfeld für Aktieninvestments darstellen", so Reinke.

Seit Anfang 2001 lässt Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Anlegerverhalten durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Die aktuelle Befragung für das zweite Quartal 2010 fand in der Zeit vom 3. bis 10. Mai statt. (Bei Umfragewerten, die sich nicht zu hundert Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.)

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