Qiagen N.V.

QIAGEN begrüßt Aufnahme des Screenings und der Therapie latenter Infektionen in die "Post-2015 Global Strategy" der WHO zur Bekämpfung von Tuberkulose

Hilden, Deutschland Und Barcelona, Spanien (ots/PRNewswire) -

- Neue WHO-Richtlinien für die Prävention von Tuberkulose umfassen
  Screening und die Behandlung latenter TB zur Vorbeugung aktiver Krankheitsfälle und
  unterstützen die Implementierung der "Post-2015"-Strategie
- QIAGEN wird mit Aufklärungskampagnen und Bildungsprogrammen, besserem Zugang
  zu QuantiFERON(R)-TB Gold, Forschungsunterstützung und weiteren
  Gemeinschaftsprojekten einen Beitrag zur Umsetzung der neuen Richtlinien leisten
- QuantiFERON(R)-TB Gold von QIAGEN, der neue Standard in puncto Genauigkeit bei
  der Diagnose latenter Tuberkulose, erfreut sich einer steigenden Verbreitung bei
  weltweiten TB-Kontrollprogrammen
 

QIAGEN N.V. gab heute seine Unterstützung für die Implementierung neuer Richtlinien zur weltweiten Bekämpfung von Tuberkulose bekannt, die durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Teil ihrer "Post-2015 Global Tuberculosis Strategy" vorgestellt worden sind. Dieses Strategiedokument enthält einen Handlungsentwurf über 20 Jahre und wurde nun um neue Richtlinien zur Behandlung latenter Tuberkulose erweitert, die heute von der WHO präsentiert worden sind. Diese neuen Richtlinien sprechen sich erstmals auch für das Screening bestimmter Risikogruppen auf eine latente TB-Infektion und für die Behandlung solcher Infektionen zur Vermeidung von Ausbrüchen aktiver Tuberkulose aus. Erkrankungen an aktiver TB fordern derzeit jährlich rund 1,5 Millionen Todesopfer. Die Richtlinien empfehlen die TB-Prävention im Rahmen eines Interventionsprogramms für über 100 Länder mit TB-Inzidenzraten von weniger als 100 Fällen pro 100.000 Einwohner.

QIAGEN wird mit internationalen Gesundheitsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen und kommerziellen Partnern zusammenarbeiten, um die Umsetzung der neuen WHO-Richtlinien mithilfe von Aufklärungskampagnen und Bildungsprogrammen, besserem Zugang zu QuantiFERON-TB Gold, Forschungsunterstützung und weiteren Gemeinschaftsprojekten zu unterstützen. QuantiFERON-TB Gold wird bereits in zahlreichen Ländern bevorzugt im Rahmen des TB-Screenings eingesetzt, unter anderem in den USA, Europa und Japan. QuantiFERON-TB Gold ersetzt den über hundert Jahre alten Tuberkulin-Hauttest (TST), für den mindestens zwei Arztbesuche erforderlich sind und der häufig falsch positive Ergebnisse liefert, die unnötige Folgeuntersuchungen und medizinische Kosten nach sich ziehen.

Laut der WHO litten im Jahr 2013 weltweit schätzungsweise 9,0 Millionen Menschen an aktiver Tuberkulose, von denen 1,5 Millionen starben. Zwar hat sich die Zahl der Tuberkulose-Todesopfer in den vergangenen zwei Jahrzehnten verringert, dennoch ist die Krankheit nach wie vor weit verbreitet und fordert in allen Teilen der Welt ihre Opfer. Die WHO treibt eine breit gefasste Strategie voran, um die globale Epidemie bis 2035 aufzuhalten, die Todesfälle aufgrund von TB um 95% und die aktiven Fälle von Tuberkulose um 90% zu verringern, sowie die schwerwiegenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf betroffene Regionen und Haushalte zu vermeiden. Die Strategie umfasst Aktionen zur Stärkung der TB-Therapie und -Prävention, zur Mobilisierung von Ressourcen, zur schnelleren Entwicklung neuer Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika, sowie zur Reform sozialer Beihilfen.

Erstmals ruft die WHO-Strategie auch Gesundheitsbehörden dazu auf, das Problem der latenten Tuberkuloseinfektion (LTBI) anzugehen. Weltweit sind rund 2 Milliarden Menschen mit dem Mycobacterium tuberculosis infiziert, von denen rund 10% im Laufe ihres Lebens eine aktive, ansteckende Tuberkulose entwickeln. Die neuen WHO-Richtlinien empfehlen ein Screening der Bevölkerungsgruppen mit dem höchsten Risiko - HIV-positive Patienten, Kleinkinder und Erwachsene, die Kontakt zu Patienten mit aktiver TB haben, sowie immungeschwächte Patienten - und eine Präventivtherapie für all jene, die ein Risiko für die Entwicklung einer aktiven Tuberkulose aufweisen. Die Richtlinien fordern zudem dazu auf, in Ländern mit einem hohen und mittleren Einkommen sowie einer TB-Inzidenzrate von weniger als 100 pro 100.000 Einwohner die Ausweitung bestehender TB-Kontrollprogramme auf andere Gruppen wie Einwanderer, Gefängnisinsassen und Gesundheitsfachkräfte zu prüfen. Die Strategie fordert darüber hinaus die Aufnahme weiterer Studien zur Präventivbehandlung sonstiger Hochrisikogruppen.

"Die Weltgesundheitsorganisation verfolgt eine ambitionierte Aktionsstrategie für alle Stadien der Krankheit, und wir begrüssen den Einsatz für die Eliminierung dieser schrecklichen Epidemie. Wir freuen uns darüber, dass die WHO nun das präventive Screening auf die latente TB-Infektion unter den Risikopopulationen empfiehlt - zusätzlich zu den Massnahmen gegen die aktive Erkrankung, die in früheren Ausgaben der Richtlinien aufgeführt waren", erklärte Masae Kawamura, M.D., QIAGENs Senior Director, Medical and Scientific Affairs QuantiFERON. "Studien zeigen, dass Tuberkulose eine Erkrankung ist, bei der Massnahmen gegen die Infektionsquelle, also die Population mit latenter TB-Infektion, hoch effektiv und effizient sind. Wir arbeiten eng mit Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt zusammen, um die TB-Kontrolle, einschliesslich des Screenings und der Therapie von latenten Infektionen, zu verbessern. QuantiFERON-TBGold von QIAGEN ist eine genauere und leichter handhabbare Alternative zum Tuberkulin-Hauttest sowie ein moderner Ansatz für das Screening auf latente Tuberkulose im Rahmen integrierter TB-Kontrollprogramme."

Dr. Lee Reichman, Executive Director des Global Tuberculosis Institute an der New Jersey Medical School der Rutgers University in den USA, fügte hinzu: "Die WHO-Strategie ab 2015 baut auf dem lebensrettenden Erfolg der direkt beobachteten Therapie auf und integriert zu Recht Präventivmassnahmen wie Screening und Therapie latenter TB-Infektionen. Um eine Kontrolle der Erkrankung zu erreichen, ist es entscheidend, dass Menschen, die mit dem TB-Bakterium infiziert sind, keine aktive, ansteckende Form der Erkrankung entwickeln. Ebenso gilt es, weitgehenden Auswirkungen der Erkrankung wie Tod, Entkräftung und - am wichtigsten - Multiresistenzen vorzubeugen. Ressourcen sind zwar immer eine Herausforderung, aber wir können die Effektivität unserer Massnahmen erhöhen, indem wir uns auf Gruppen konzentrieren, für die ein Test und eine Behandlung am dringendsten erforderlich sind: Kontaktpersonen von aktiv Erkrankten, HIV-positive Patienten, Gesundheitsfachkräfte, auf engem Raum zusammen lebende Menschen wie Gefängnisinsassen oder Militärangehörige, sowie immungeschwächte Patienten wie Diabetiker."

QuantiFERON-TB Gold ist der neue Standard in puncto Genauigkeit bei der Diagnose latenter TB

QuantiFERON-TB Gold (QFT(R)) ist der branchenführende Interferon-Gamma Release Assay (IGRA), ein moderner Bluttest, der schneller, weniger arbeitsintensiv und genauer als der Tuberkulin-Hauttest ist. Ein wesentlicher Grund für die zunehmende klinische Verbreitung von QuantiFERON-TB Gold ist die hohe Rate an falsch positiven Ergebnissen des älteren Tuberkulin-Hauttests, der häufig bei 20-85% der Patienten fälschlicherweise eine Infektion nachweist. Falsch positive Ergebnisse erfordern Nachbehandlungen wie medizinische Untersuchungen, Röntgenaufnahmen und Labortests selbst bei Patienten, bei denen sich der Verdacht auf eine TB-Infektion nicht bestätigt, was zu unnötigen Gesundheitsausgaben führt.

Darüber hinaus kann QuantiFERON-TB Gold falsch positive Ergebnisse aufgrund des Kontakts mit Mykobakterien in der Umwelt und aufgrund der BCG-Impfung (Bacille Calmette-Guérin), die Neugeborene in zahlreichen Ländern grundsätzlich erhalten, vermindern. Die WHO-Strategie ab 2015 befürwortet die BCG-Impfung in Ländern mit hohen TB-Raten. Der Tuberkulin-Hauttest ist bei Menschen mit einer BCG-Impfung besonders ungenau, da Kreuzreaktionen von Antigenen häufig falsch positive Ergebnisse liefern. QuantiFERON-TB Gold weist keine Kreuzreaktionen mit der BCG-Impfung auf; die Genauigkeit der positiven Ergebnisse des Tests liegt bei bis zu 99%.

QIAGEN wird weiterhin Forschung und Innovationen vorantreiben, um die Tuberkulosekontrolle zu unterstützen. Das Unternehmen bereitet die Vermarktung von QuantiFERON-TB Gold Plus (QFT(R)-Plus) vor - ein verbesserter Test auf latente TB-Infektionen, der ein besseres klinisches Profil und weitere Workflow-Optimierung bietet. QIAGEN hat sich ausserdem gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie der Analyse von Biomarkern gewidmet, um Personen mit einer latenten TB-Infektion von Patienten mit aktiver Tuberkulose unterscheiden können.

Weitere Informationen zu QuantiFERON(R)-TB erhalten Sie unter http://www.QuantiFERON.com. [http://www.quantiferon.com/IRM/content/usa/home.html. ]

Über QIAGEN

QIAGEN N.V. ist eine niederländische Holdinggesellschaft und der weltweit führende Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien. Diese Technologien dienen der Gewinnung wertvoller molekularer Informationen aus biologischem Material. Probentechnologien werden eingesetzt, um DNA, RNA und Proteine aus biologischen Proben wie Blut oder Gewebe zu isolieren und für die Analyse vorzubereiten. Testtechnologien werden eingesetzt, um solche isolierten Biomoleküle sichtbar und einer Auswertung zugänglich zu machen. QIAGEN vermarktet weltweit mehr als 500 Produkte. Diese umfassen sowohl Verbrauchsmaterialien als auch Automationssysteme, die das Unternehmen an vier Kundengruppen vertreibt: Molekulare Diagnostik (Gesundheitsfürsorge), Angewandte Testung (Forensik, Veterinärdiagnostik und Lebensmitteltestung), Pharma (pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen) sowie Akademische Forschung (Life Science Forschung). Stand 30. Juni 2014 beschäftigte QIAGEN weltweit über 4.200 Mitarbeiter an mehr als 35 Standorten. Weitere Informationen über QIAGEN finden Sie unter http://www.qiagen.com .

Einige der Angaben in dieser Pressemitteilung können im Sinne von Paragraph 27A des U.S. Securities Act (US-Aktiengesetz) von 1933 in ergänzter Fassung und Paragraph 21E des U.S. Securities Exchange Act (US-Aktienhandelsgesetz) von 1934 in ergänzter Fassung als zukunftsgerichtete Aussagen ("forward-looking statements") gelten. Soweit in dieser Meldung zukunftsgerichtete Aussagen über QIAGENs Produkte, Märkte, Strategie und operative Ergebnisse gemacht werden, einschliesslich aber nicht begrenzt auf die zu erwartenden operativen Ergebnisse, neue Produktentwicklungen, neue Produkteinführungen, regulatorische Einreichungen und Finanzplanungen, geschieht dies auf der Basis derzeitiger Erwartungen und Annahmen, die mit gewissen Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Dazu zählen unter anderem: Risiken im Zusammenhang mit Wachstumsmanagement und internationalen Geschäftsaktivitäten (einschliesslich Auswirkungen von Währungsschwankungen und der Abhängigkeit von regulatorischen sowie Logistikprozessen), Schwankungen der Betriebsergebnisse und ihre Verteilung auf unsere Geschäftsfelder, die Entwicklung der Märkte für unsere Produkte (einschliesslich angewandter Testverfahren, personalisierter Medizin, klinischer Forschung, Proteomik, Frauenheilkunde/ HPV-Testung und molekularer Diagnostik), Veränderung unserer Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und strategischen Partnern, das Wettbewerbsumfeld, schneller oder unerwarteter technologischer Wandel, Schwankungen in der Nachfrage nach QIAGEN-Produkten (einschliesslich allgemeiner wirtschaftlicher Entwicklungen, Höhe und Verfügbarkeit der Budgets unserer Kunden und sonstiger Faktoren), Möglichkeit die regulatorische Zulassung für unsere Produkte zu erhalten, Schwierigkeiten bei der Anpassung von QIAGENs Produkten an integrierte Lösungen und die Herstellung solcher Produkte, die Fähigkeit des Unternehmens neue Produktideen zu entwickeln, umzusetzen und sich von den Produkten der Wettbewerber abzuheben sowie vor dem Wettbewerb zu schützen, Marktakzeptanz neuer Produkte, den Abschluss von Akquisitionen und die Integration akquirierter Geschäfte und Technologien. Weitere Informationen finden Sie in Berichten, die QIAGEN bei der U.S. Securities and Exchange Commission (US-Börsenaufsichtsbehörde) eingereicht hat.

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