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QIAGEN und das Chittaranjan National Cancer Institute schliessen Partnerschaft zum Aufbau des ersten gross angelegten Screening-Programms auf Gebärmutterhalskrebs in Kalkutta

Venlo, Niederlande und Kalkutta, Indien (ots/PRNewswire) - - Mobile Ambulanzen sollen 50.000 Frauen Zugang zum Screening auf Gebärmutterhalskrebs ermöglichen

QIAGEN und das Chittaranjan National Cancer Institute (CNCI) gaben heute den Abschluss einer Partnerschaft bekannt, um das erste gross angelegte Screening-Programm auf Gebärmutterhalskrebs für Frauen im indischen Kalkutta einzuführen. QIAGEN (Nasdaq: QGEN; Frankfurt Prime Standard: QIA) wird im Rahmen der Zusammenarbeit seine Tests zum Nachweis von Humanen Papillomviren (HPV), der primären Ursache von Gebärmutterhalskrebs, zur Verfügung stellen. Das CNCI wird das eigentliche Screening durchführen und je nach Bedarf die Behandlung der Patientinnen sicherstellen. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Im Rahmen des "QIAGENcares Kolkata Project" wird zum Nachweis der krebserregenden HPV-Typen und damit zur Identifikation von Frauen mit einem Erkrankungsrisiko für Gebärmutterhalskrebs die Hybrid-Capture-2 (hc2) HPV-DNA-Testtechnologie von QIAGEN eingesetzt. Diese ist auch unter dem Namen digene(R)-HPV Test bekannt. Teilnehmende Frauen werden gemäss der nationalen Leitlinien für das Gebärmutterhalskrebs-Screening in Indien ebenfalls auf Basis einer visuellen Inspektion mit Essigsäure (visual inspection with acetic acid, VIA) untersucht. Das Screening wird in mobilen Ambulanzen in verschiedenen Gemeinden rund um Kalkutta vorgenommen. Frauen, bei denen Gebärmutterhalskrebs bzw. eine Vorstufe dieser Erkrankung festgestellt wird, werden entweder sofort ambulant behandelt - ein Ansatz, der auch "Screen and treat" genannt wird - oder an das CNCI zur Nachuntersuchung überwiesen. Das Projekt beinhaltet ebenfalls eine Aufklärungskampagne, um innerhalb der Bevölkerung das Bewusstsein für HPV, Gebärmutterhalskrebs und weitere frauenspezifische Gesundheitsprobleme zu schärfen. Die Initiative ist auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt und soll 50.000 Frauen erreichen.

Obwohl Gebärmutterhalskrebs eine vermeidbare Krebserkrankung mit einer bekannten Ursache ist, sterben jährlich nahezu 300.000 Frauen an dieser Krankheit, wobei 80 % der Fälle auf Entwicklungsländer entfallen. Indien verzeichnet die weltweit höchste Anzahl von Gebärmutterhalskrebserkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich mehr als 130.000 indische Frauen mit Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert werden und über 74.000 von ihnen an dieser Erkrankung sterben. Damit ist Gebärmutterhalskrebs die häufigste Krebstodesursache in Indien; weltweit entspricht dies etwa 1/4 aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen und der damit verbundenen Todesfälle. Die WHO schätzt ausserdem, dass nur etwa 5 Prozent aller Frauen in Entwicklungsländern innerhalb der letzten fünf Jahre auf Gebärmutterhalserkrankungen untersucht wurden, im Gegensatz zu 40 bis 50 Prozent aller Frauen in Industrienationen.

"Dieses Projekt ist ein erstklassiges Beispiel dafür, wie unsere fortschrittlichen Screening-Lösungen Frauen in allen Regionen der Welt den Zugang zu modernster Gesundheitsvorsorge ermöglichen. Die indische Stadt Kalkutta eignet sich besonders gut als Standort für den Start dieses Projekts, da Indien weltweit die höchste Inzidenzrate von Gebärmutterhalskrebs aufweist. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Projekt einen Beitrag dazu leisten kann, diese Statistiken zu verändern", so Peer Schatz, CEO von QIAGEN. "Dank der QIAGENcares-Kalkutta-Kooperation werden wir das Bewusstsein für die Prävention von Gebärmutterhalskrebs schärfen und den Zugang zu entsprechenden Screenings erleichtern. Diese beiden Gesichtspunkte sind von wesentlicher Bedeutung, um die Inzidenz dieser Erkrankung zu reduzieren. Ausserdem freuen wir uns darauf, zu zeigen, welchen enormen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge QIAGENs modernste Screening-Technologien auf Gebärmutterhalskrebs bei gleichzeitig hoher Kosteneffizienz gerade in einer Region wie Kalkutta leisten können." Das Kalkutta-Screening-Projekt ist Teil von QIAGENcares, einem firmeneigenen Programm zur Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung. Dieses hat zum Ziel, Schwellen- und Entwicklungsländern Zugang zu Screening-Methoden auf Infektionskrankheiten zu ermöglichen und so die Gesundheitsversorgung in diesen Regionen zu verbessern.

"Wir sind froh darüber, im Rahmen dieses Screening-Projekts für Gebärmutterhalskrebs mit QIAGEN zusammenzuarbeiten. Wir hier im CNCI wissen aus eigener Erfahrung, welch schwerwiegende Bedrohung Gebärmutterhalskrebs für die Gesundheit von Frauen in der Region und für die gesamte indische Gesellschaft darstellt. Wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit dabei helfen wird, das öffentliche Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen und ausserdem als Beispiel für zukünftige Projekte dieser Art dienen wird", so Dr. Jaydip Biswas, Direktor des CNCI.

Das Screening-Programm wird im Rahmen der Eröffnungszeremonie der diesjährigen Konferenz der Asia-Oceania Research Organization on Genital Infections and Neoplasia (AOGIN) am 25. und 26. April in Kalkutta offiziell starten. Es wird erwartet, dass die ersten Frauen im Juni untersucht werden können.

Die Bedeutung der HPV-Testung für die Senkung der Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs und der damit assoziierten Sterblichkeitsrate von Patientinnen in Indien wurde in einer Studie der International Agency for Research on Cancer (IARC), die am 2. April 2009 im New England Journal of Medicine publiziert wurde, eindeutig bestätigt. Gegenstand der Untersuchung war die Evaluierung unterschiedlicher Methoden zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Die Studie umfasste 130.000 Frauen im indischen Bundesstaat Maharashtra. Die Ergebnisse zeigen, dass die HPV-Testung im Vergleich zu anderen Methoden wie dem Pap-Abstrich (Zytologie) oder VIA das effektivste Mittel ist, um die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs zu verringern. Die Studie zeigte auch, dass bereits die einmalige Testung auf HPV mit einer signifikanten Reduktion der fortgeschrittenen Gebärmutterhalskrebsfälle und damit bedingter Todesfälle assoziiert war.

Die als digene HPV Test bekannte HPV-Testplattform von QIAGEN basiert auf fortschrittlichen Molekulardiagnostik-Technologien, die auf Basis von Erbinformationen (DNA) den Nachweis von 13 so genannten Hochrisiko-Typen des krebserregenden Humanen Papillomvirus ermöglichen. Der digene HPV Test war Gegenstand von mehr als 300 wissenschaftlichen Publikationen und wurde im Rahmen von klinischen Studien untersucht, an denen weltweit über 825.000 Frauen teilnahmen. Mehr als 40 Millionen Tests auf karzinogene HPV-Typen wurden mithilfe des digene HPV-Tests durchgeführt, der allgemein als "Goldstandard" für die HPV-Testung gilt.

Informationen zu QIAGEN:

QIAGEN N.V. ist eine niederländische Holdinggesellschaft und weltweit führender Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien. Probenvorbereitungstechnologien werden eingesetzt, um DNA, RNA und Proteine aus biologischen Proben wie Blut oder Gewebe zu isolieren und für die Analyse vorzubereiten. Testtechnologien werden eingesetzt, um solche isolierten Biomoleküle sichtbar zu machen. QIAGEN hat über 500 Verbrauchsprodukte sowie Lösungen zu deren Automatisierung entwickelt. Das Unternehmen verkauft seine Produkte weltweit an molekulardiagnostische Labore, die akademische Forschung, pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen sowie an Kunden in Märkten für angewandte Testverfahren (u.a. Forensik, Veterinär- und Lebensmitteltestung, pharmazeutische Prozesskontrolle). QIAGENs Testtechnologien umfassen eines der weltweit breitesten Portfolios an molekulardiagnostischen Tests. Dieses beinhaltet auch den digene HPV Test, der als Goldstandard in der Erkennung von Hochrisiko-Typen der Humanen Papillomviren (HPV) gilt, der primären Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. QIAGEN beschäftigt weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter an über 30 Standorten. Weitere Informationen über QIAGEN finden Sie unter http://www.qiagen.com/

Informationen zum CNCI:

Das Chittaranjan National Cancer Institute (CNCI) wurde von Prof. Subodh Mitra, einem Facharzt für Gynäkologie und Krebserkrankungen, gegründet und durch die Nobelpreisträgerin Irene Curie am 12. Januar 1950 eingeweiht. Das Institut ist eine unabhängige Institution, die dem Ministerium für Gesundheit & Familienwohl der indischen Regierung unterstellt ist und gemeinsam von der indischen und westbengalischen Regierung finanziert wird. Das CNCI hält auch weiterhin seine ursprüngliche Verpflichtung zur Kontrolle und Prävention von Krebserkrankungen des Menschen aufrecht. Das Krankenhaus ist mit 200 Betten ausgestattet und versorgt über 6.500 neue Krebspatienten aus verschiedenen ostindischen Bundesstaaten sowie aus Bangladesch und Nepal. Das CNCI misst Gemeindeprojekten, die sich mit der Früherkennung von Krebserkrankungen sowie der Förderung des Bewusstseins für die Krebsproblematik allgemein befassen, höchste Bedeutung zu.

Bei den Angaben in dieser Pressemitteilung, die keine historischen Tatsachen sind (einschliesslich von Angaben über unsere Produkte, Märkte, Strategien und Betriebsergebnisse), handelt es sich um vorausschauende Angaben. Diese Angaben beruhen auf aktuellen Erwartungen, die auch Risiken und Unsicherheiten beinhalten, einschliesslich von, jedoch nicht nur, solchen, die in Zusammenhang stehen mit: dem Management von Wachstum und internationalem Geschäft (wie unter anderem von Währungsschwankungen und Logistik), der Schwankung unserer Betriebsergebnisse, der geschäftlichen Entwicklung unserer Märkte (einschliesslich angewendeter Testverfahren, klinischer und akademischer Forschung, Proteomik, Frauenheilkunde und HPV-Testverfahren, sowie Molekulardiagnostik), unseren Beziehungen mit Kunden, Lieferanten und strategischen Partnern, dem Wettbewerb, technologischen Veränderungen, Nachfragefluktuationen, regulatorischer Anforderungen, der Identifizierung, Entwicklung und Herstellung von integrierten Produkten, die sich von denen unserer Konkurrenten abheben, der Marktakzeptanz für unsere Produkte und der Integration von erworbenen Technologien und Unternehmen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren bei der SEC eingereichten Dokumenten einschliesslich unseres letzten 20-F Report. Die Informationen in dieser Pressemitteilung gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.. Wir übernehmen, soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung dieser Informationen.

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