"M" Menschen Machen Medien (ver.di)

M Menschen Machen Medien 3/2014: Pressefreiheit weltweit bedroht - Schattenseiten hierzulande
Streiks gegen Tarifkürzungen dauern an
ZDF-Staatsvertrag verfassungswidrig

Berlin (ots) - Die Freiheit der Medien, ihre Unabhängigkeit, ihre Vielfalt sind nach wie vor in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil! Vor allem wenn es an die Machtstrukturen geht, wenn Menschen auf Veränderung in einer korrupten oder militanten Gesellschaft dringen, geraten auch Journalisten, Fotografinnen, Kameraleute ... ins Visier von Machthabern oder Fanatikern. Dafür gibt es leider viele Beispiele. In der aktuellen "M Menschen Machen Medien" 3/2014 finden sich Berichte über Vietnam, Ägypten, Spanien, die Türkei und die Krim. M trauert um die renommierte AP-Fotografin Anja Niedrighaus, die in Afghanistan erschossen wurde. Die Weltkarte der Pressefreiheit, die "Reporter ohne Grenzen" jedes Jahr herausgibt, liegt dieser M-Ausgabe bei. Deutschland wird darauf eine "gute Lage" für die Pressefreiheit attestiert. Dennoch gibt es auch hierzulande Entwicklungen, die das Bild einer demokratischen und transparenten Informationsgesellschaft trüben. M legt den Finger auf diese "Wunden", weist auf den mangelnden Schutz redaktioneller Daten und auf Fälle staatlicher Überwachung von Journalisten hin, beleuchtet die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung sowie die Forderung nach einem Presseauskunftsgesetz auf Bundesebene.

Die Vielfalt der Presse in Deutschland leidet derzeit unter massiven Erosionserscheinungen. Die Tarifflucht von Verlagen, die Gründung tarifloser Redaktionsgemeinschaften sowie lokale Fusionen, in deren Folge Zeitungen mit verschiedenen Titeln, jedoch weitgehend gleichem Inhalt erscheinen, sind erneut M-Themen. All das geschieht während der laufenden Tarifrunde, in der die Verleger einerseits angeblich zum Flächentarif stehen, andererseits jedoch maßlose Tarifkürzungen einfordern. Die dju in ver.di setzt dem massive Streiks entgegen.

Politische Ränkespiele im ZDF standen im Fokus des Bundesverfassungsgerichts. Der ZDF-Staatsvertrag wurde als verfassungswidrig erklärt. Das Gericht setzt damit "einen neuen Meilenstein in seiner Rundfunk-Rechtsprechung, wenn auch ein weitergehendes Urteil wünschenswert gewesen wäre", kommentiert M. Gleichfalls berichtet das Magazin über ein ver.di-Thesenpapier zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, was angesichts der künftigen Senkung des Rundfunkbeitrags besondere Aktualität erlangt.

Pressekontakt:

M Menschen Machen Medien
Karin Wenk, Chefredakteurin
Telefon: +49 (0)30 6956 2326
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Karin.Wenk@verdi.de
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