"M" Menschen Machen Medien (ver.di)

M 5
2010: Kindermedienwelt - Erzähl´s mir!
Jeff Jarvis am Rande der re:publica
Grabenkämpfe um öffentlich-rechtliche Apps

Berlin (ots) - Allein die Kinderzeitschriften verzeichnen im ersten Quartal 2010 der Informationsgemeinschaft zur Feststellung von Werbeträgern (ivw) zufolge eine verbreitete Gesamtauflage von fast drei Millionen. Dazu kommt eine breite Palette an Kinderseiten in Zeitungen, Websites und Suchmaschinen speziell für die jüngeren Nutzer, vielfältige Sendungen vor allem im öffentlich-rechtlichen aber auch im privaten Rundfunk sowie erfolgreiche Filmproduktionen. Das Kindermedien-Angebot in Deutschland sucht seinesgleichen. Grund genug für M, in der aktuellen Ausgabe 5 / 2010 einmal genauer hinzuschauen. Der aufschlussreiche Blick in die Kindermedienwelt von heute zeigt unter anderem, dass der Computer, zumindest bei den Jüngsten, noch nicht die Oberhand gewonnen hat.

Was sollte man auf keinen Fall so wie Google tun? fragt M in seiner Mai-Ausgabe den bekannten amerikanischen Journalisten Jeff Jarvis, der in Berlin an der Bloggerkonferenz re:publica teilnahm. Um eine Antwort ist der Blogger und Buchautor nicht verlegen. Seinen Fokus richtet Jarvis jedoch auf neue Geschäftsmodelle für Qualitätsjournalimus. Dabei geht er von einer Neustrukturierung der Verlagswelt aus, in der die Kosten für Journalismus (!) und Produktion radikal gesenkt werden und von einer Verlagerung ins Web. Auch deutsche Verlage sollten auf diesem Weg Netzwerke knüpfen, um vielfältige neue journalistische Seiten zu fördern.

Applicationen der öffentlich-rechtlichen Sender, so die Tagesschau-Apps für das iPhone, lassen derzeit vor allem die Verlage aufbegehren. Von Marktverzerrung ist die Rede, da gebührenfinanzierte Apps verhinderten, dass sich kostenpflichtige durchsetzen. Das könnte Tausende Arbeitsplätze in der Verlagsbranche kosten, wird gar von "Springer" befürchtet. M geht unter anderem der Streitfrage nach, ob die Apps, die eine funktionale und inhaltliche Erweiterung des bislang bestehenden Telemedienangebots darstellen, den Drei-Stufen-Test durchlaufen müssen.

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