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Tod vor Lampedusa. Europas Sündenfall SWR-Dokumentation von Ellen Trapp und Natalie Amiri am 6. Oktober, 22.45 Uhr im Ersten

Baden-Baden (ots) - In der Nacht zum 4. Oktober 2013 kenterte vor der Küste der kleinen italienischen Insel Lampedusa ein Boot mit über 540 Flüchtlingen auf dem Weg von Afrika nach Europa. Mehr als 380 ertranken, so viele wie noch nie zuvor. Papst Franziskus sprach aus, was Millionen erschütterter Menschen dachten: "Es ist eine Schande". Denn die Europäer schauen zumeist weg, schotten sich ab, wollen vom Schicksal dieser Flüchtlinge nichts wissen. Die Autorinnen Ellen Trapp und Natalie Amiri haben den Weg dieser Flüchtlinge nachgezeichnet, zu sehen in der SWR-Dokumentation "Tod vor Lampedusa. Europas Sündenfall" am 6. Oktober 2014 in der "Story im Ersten".

Wer waren diese Menschen, die diese gefährliche Reise auf sich genommen haben? Und warum haben sie ihre Heimat verlassen? In Wiesbaden fanden die Autorinnen einen Überlebenden jener Nacht: Dawit, einen jungen Mann, der es nach jahrelanger Flucht durch Nordafrika auf jenes Flüchtlingsboot für die Fahrt über das Mittelmeer geschafft hatte. Er war unterwegs mit seinem Freund Bimnet, der in jener Nacht vor Lampedusa gestorben ist. Der SWR-Film "Tod vor Lampedusa. Europas Sündenfall" verfolgt die Spur ihrer Flucht: Eritrea, Sudan, Libyen. Die Reporterinnen besuchten Verwandte, Freunde, Schicksalsgenossen. Im Laufe des Films werden so das ganze Drama, das Leid, die Angst, die Gefahr, die Verzweiflung, die Gründe für die Flucht nachfühlbar. Was Dawit und Bimnet stets vorantrieb: die Hoffnung. Die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa, jenseits von Verfolgung und Folter.

Der Film ist ein erschütterndes Dokument für das Leiden von Menschen, die nicht im Fokus des Nachrichtengeschäfts stehen. Und ein erschütternder Beleg dafür, mit wie viel Zynismus die Europäische Union ihre Abschottungspolitik betreibt. Doch immerhin: Seit jener Nacht hat ein Umdenken stattgefunden. Flüchtlinge werden inzwischen gerettet, wenn sie unterzugehen drohen. Aber noch immer sterben Menschen auf der abenteuerlichen Überfahrt.

Sprecher des Films sind die Schauspieler Ulrike Folkerts und Benno Fürmann.

Pressefotos unter ard-foto.de / Pressetrailer zum Ebedden unter SWR.de/presse Akkreditierte Journalisten können den Film ab 30.9.2014 ansehen im Vorführraum im SWR-Presseportal unter http://presseportal.swr.de sowie beim Pressedienst Das Erste unter https://presse.daserste.de Pressekontakt: Bruno Geiler, Tel.: 07221 929-23273, bruno.geiler@swr.de

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