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Ottfried Fischer: Der konfliktscheue Kabarettist

    München (ots) - Im Gespräch mit Sabine Sauer in der BR-Talkshow       "Unter 4 Augen" enthüllt der gewichtige Schnelldenker seine gegensätzlichen Seiten - Bayerisches Fernsehen, 21. März 2002, 21.45 Uhr

    "Mer sog i ned": Entgegen seinem Werbeslogan für ein Möbelhaus, mit dem er derzeit in aller Munde ist, hat Ottfried Fischer in der Talkshow Unter 4 Augen eine Menge zu sagen. Zum Beispiel, woher der Kult gewordene Werbespruch eigentlich stammt. Und was er an Sitzmöbeln alles auszusetzen hat. Bei BR-Moderatorin Sabine Sauer nimmt Ottfried Fischer kein Blatt vor den Mund.          Auf der Bühne ein gnadenloser Satiriker, im Privatleben eher ein stummer Fisch, der auf Festen lieber andere Menschen beobachtet, als sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken -das sind die zwei Seiten des Ottfried Fischer. Nüchtern stellt er fest, "wie anstrengend es ist, die Fassade des Humoristen immer aufrecht zu erhalten". Probleme sitzt er lieber aus, als sich ihnen zu stellen, da schätze er die Politik der ruhigen Hand, verrät er augenzwinkernd - ganz im Gegensatz zu seiner Frau Renate. Eigentlich sollte der Bauernsohn den Hof übernehmen, studierte dann aber lieber Jura, um schließlich Kabarettist zu werden, der auch als Schauspieler erfolgreich ist. Die Figur von Benno Berghammer alias der "Bulle von Tölz", hat er mit entwickelt . So weiß Ottfried Fischer am besten, warum Benno sich nicht verliebt, und enthüllt auch, was ihn am meisten von seiner Fernsehfigur unterscheidet: Im Gegensatz zu seinem TV-Ego könnte er einem Mörder nie ins Gesicht sagen, er sei ein Verbrecher - er habe Angst davor, ihm damit unrecht zu tun. Auch satirisch darf er als Benno sein und sich boshafte Gedanken über Frömmelei und Filz in Bayern machen.          Trotz des ungeheuren Erfolges sieht er sich nicht als "lebenslänglich im offenen Vollzug beim ‚Bullen von Tölz'", sagt er und fügt hinzu, er wolle nicht als "Alpen-Derrick" verkommen. Wird ihm der Rummel zuviel, begibt er sich mit seiner Familie ohnehin gern auf Fernreise oder bezieht sein Blockhaus in Kanada. Sollte der Erfolg einmal schwinden, hat Ottfried Fischer halt wieder Zeit, ein neues Kabarettprogramm zu schreiben: Vergängliche Tagespolitik ist allerdings weniger sein Thema, eher schon die selten gewordene Zivilcourage - kein Zweifel, Ottfried Fischer hat noch viel zu sagen.

    
    Im wöchentlichen Wechsel interviewen Wolfgang Binder, Sabrina
Staubitz, Werner Schmidbauer und Sabine Sauer jeden Donnerstag einen
prominenten Gast. In der nächsten Ausgabe am 4. April befragt Sabrina
Staubitz den Sohn von Iris Berben, Oliver Berben.
    
    
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