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Gerhard Polts "Herr Ober!" anstelle von "Kehraus"
Programmänderung am Rosenmontag im Bayerischen Fernsehen

    München (ots) - Mit größtem Bedauern muss das Bayerische Fernsehen den für Rosenmontag vorgesehenen Spielfilm "Kehraus" aus dem Programm nehmen. Gerhard Polts Kultfilm war in der Annahme eingeplant, alle hierfür erforderlichen Rechte erworben zu haben. Als sich herausstellte, dass für diese Ausstrahlung möglicherweise die Kabelweitersenderechte für die sog. neuen Länder fehlen, hat der Rechteinhaber trotz intensivster Bemühungen des Bayerischen Rundfunks diese Rechte verweigert. Grabenkämpfe zweier beteiligter Rechteinhaber verhinderten somit eine Ausstrahlung im Bayerischen Fernsehen.          Einen besseren "Rosenmontag"-Film für das Bayerische Fernsehen als "Kehraus" kann man sich kaum vorstellen. Umso bedauerlicher ist die Verweigerungshaltung der Teilrechteinhaber, die persönliche Interessen vor diejenigen der Zuschauer und Polt-Fans stellen.          Als Ersatzfilm kommt der Spielfilm "Herr Ober!" aus dem Jahr 1991 zur Aufführung. Gerhard Polt schrieb, inszenierte und spielte die Komödie um einen liebenswerten Toren, gespickt mit köstlichen Spitzen gegen Fernsehen und Kulturschickeria, im Alleingang. Seine Partnerin ist diesmal die wunderbar zickige Christiane Hörbiger.          Herr Ober!     Deutscher Spielfilm von 1991          Mit Gerhard Polt, Christiane Hörbinger, Ulrike Kriener, Robert Meyer, Natalia Lapina, Elisabeth Welz, Otto Grünmandl und anderen     Rosenmontag, 11. Februar 2002, 19.30 Uhr, im Bayerischen Fernsehen          Ernst Held hat sein Geld als Ober verdient, bis er das Glück hatte, die Besitzerin eines gutgehenden Hotels und Restaurants im idyllischen Oberbayern zu erobern und zu ehelichen. Als müßiggehender Gatte entdeckt er seinen Hang zur Poesie und beginnt zu dichten. Als er sich auf einen Flirt mit der Kosmetikerin, die die stolze Frau Held zu frequentieren pflegt, einlässt, setzt ihn die Gattin vor die Tür.          Völlig mittellos muss der Dichter in die Niederungen des Lebens zurückkehren und sich wieder als Ober verdingen. Dennoch arbeitet er an sich in einem Seminar  zur Vervollkommnung der Persönlichkeit und dichtet unverdrossen vor sich hin.

    Seine Versuche, die Herren von Rundfunk, Fernsehen und
Verlagswesen für seine Produkte zu interessieren, enden zunächst
desaströs, bis ihn ein seltsamer Zufall plötzlich  zum Star einer
TV-Show macht. Ernst Held und seine Reime sind in aller Munde, die
Ehefrau zeigt sich versöhnlich, das Geld fließt in Strömen. Aber
zunehmend verliert der Poet die Lust daran, in der Öffentlichkeit zu
stehen.
    
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