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Sonntag, 1. Juli 2001, 21.30 Uhr
Der Papst in der Ukraine - Johannes Paul II. und die schwierige Annäherung an die russisch-orthodoxe Kirche

München (ots) - Nicht wenige innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche empfinden diese Reise des römischen Papstes als Provokation. Wenn Johannes Paul II. am 23. Juni in Kiew landen wird, so betritt er auch das Kernland der russisch-orthodoxen Kirche. Insider meinen, dass das im Moment sehr angespannte Verhältnis zwischen Teilen der russisch-orthodoxen Kirche und Rom seine Zerreißprobe erfahren wird, sollte v.a. der Moskauer Patriarch Alexeij II. den Besuch, wenn schon nicht mehr zu verhindern, so doch zu boykottieren versuchen. Vor allem er glaubt die Orthodoxie durch eine verstärkte Missionsarbeit westlicher christlicher Konfessionen im Osten substanziell gefährdet. Rom hingegen sieht das anders: das umstrittene Papier "Domiuus Jesus" sollte wohl vornehmlich zur Orthodoxie eine Brücke bauen, die Formulierung von den "Schwesterkirchen" religiöse Gemeinsamkeiten betonen. Möglich erscheint, dass dieser Papstbesuch in der Ukraine mittelfristig spürbare Auswirkungen auch auf das künftige politische Verhältnis zwischen Russland und dem Westen haben könnte - immer deutlicher hat sich in der jüngsten Vergangenheit der wachsende Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche auf die russische Duma abgezeichnet. ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Kontakt: Bayerischer Rundfunk Pressestelle Tel. 089 / 5900 2176 Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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