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Bayerisches Fernsehen
Donnerstag, 30. März 2000, 13.30 Uhr
Bildungspolitik/Hochschule

München (ots) - Eliteausbildung in Europa Wo bleiben die Deutschen? Von Amadou Seitz "Deutschland muss seine Elitephobie überwinden, sonst werden wir langfristig große Nachteile für Kultur und Wirtschaft erleiden" - so warnte die Unternehmensberaterin Prof. Gertrud Höhler schon 1994. Das deutsche Hochschulsystem basiert seit dem Öffnungsbeschluss der Kultusminister Mitte der Siebziger Jahre auf dem Gleichheitsprinzip, d.h. jeder soll Zugang zu höherer Bildung haben und deren Qualität soll vergleichbar sein. Dieses egalitär angelegte System hat jedoch auch zu Problemen geführt: an den deutschen Massenuniversitäten tummeln sich tausende von Studierenden, die von den Professoren nicht mehr richtig betreut werden können und dann mit mittelmäßigen Abschlüssen auf einen übersättigten Arbeitsmarkt gespült werden. Bei unseren europäischen Nachbarn gibt es hingegen noch die traditionellen Eliteschmieden, in denen hochqualifizierter Nachwuchs ausgebildet wird. Sind Hochschulen wie die französischen Grandes Ecoles oder Oxford und Cambrigde die verknöcherten Elfenbeintürme einer elitären Upper Class oder Zentren wissenschaftlicher Excellenz? Und braucht Deutschland vergleichbare Ausbildungsstätten für besonders Begabte? ots Originaltext: Bayerischer Rundfunk Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Kontakt: Bayerischer Rundfunk Pressestelle Tel. 089 / 5900 2176 Original-Content von: BR Bayerischer Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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