aktien-meldungen.de: "Auch 2010 wollen wir bei Umsatz und Ergebnis weiter wachsen"- PSI-CEO Dr. Harald Schrimpf im Interview
Hamburg (ots) - Als einer der führenden Anbieter für Lösungen im Bereich von Prozesssteuerung und Überwachung von Netzinfrastrukturen entwickelt und integriert die PSI AG (ISIN: DE000A0Z1JH9 / WKN: A0Z1JH) Softwarelösungen und Leitsysteme für Energie-, Industrie- sowie Infrastrukturbetreiber. Im Interview mit a|m spricht CEO Dr. Harald Schrimpf über neue Wachstumschancen im Energiemarkt und mittelfristige Margenziele.
a|m: Herr Dr. Schrimpf, als Lösungs- und Dienstleistungsanbieter stellen Sie Ihren Kunden Software-Produkte zur Verfügung. Wie muss man sich Ihr Geschäftsmodell im Einzelnen vorstellen und welchen Mehrwert schaffen Sie für Ihre Kunden?
Dr. Harald Schrimpf: Der Name PSI stand ursprünglich für Prozesssteuerungs- und Informationssysteme. Diese Systeme helfen großen Unternehmen der Energiewirtschaft und der Schwerindustrie beim der Optimierung ihres Kerngeschäfts, das heißt beim Betrieb der Versorgungsnetze oder der Produktion von Stahl und Automobilen. Dabei geht es immer um den wirtschaftlichen und umweltverträglichen Einsatz von Arbeit, Energie und Rohstoffen. Hierfür bieten unsere Produkte einzigartige Simulations- und Optimierungsfunktionen.
a|m: In welchem Ihrer drei Geschäftsbereiche sehen Sie kurz- und mittelfristig das größte Wachstumspotenzial?
Dr. Harald Schrimpf: International erwarten wir in den drei Bereichen Energie, Produktion und Infrastruktur eine anhaltend hohe Nachfrage nach Softwarelösungen, die mehr Intelligenz in die Prozesse bringen. In Deutschland und Europa wird sich unser Markt im Energiesektor durch die Themen Supergrids und Smart Grids deutlich ausweiten. Smart Grids bedeuten deutlich mehr Steuerungsintelligenz und Automatisierung auf der Ebene der regionalen Verteilnetze. Für den Betrieb paneuropäischer Supergrids werden neue, hochskalierbare Leitsysteme benötigt. In diesen Bereichen hat PSI als deutscher Marktführer optimale Vorraussetzungen, stark zu wachsen.
a|m: Und wie sieht es mit der regionalen Verteilung aus? Welche Regionen bieten derzeit die größten Wachstumschancen?
Dr. Harald Schrimpf: Insgesamt konzentrieren wir uns zurzeit auf die wachstumsstarken Volkswirtschaften Osteuropas und Asiens, die erheblich in eine sichere und intelligente Energieversorgung, moderne Infrastrukturen und die Optimierung ihrer Produktionsprozesse investieren. In unserem Kernthema Energie erwarten wir einen starken Wachstumsimpuls in Europa, da hier erhebliche Investitionen im Netzbereich anstehen.
a|m: In den zurückliegenden Jahren haben Sie durch die Optimierung der Kostenstruktur die Rentabilität erheblich steigern können. Welches Margenniveau werden Sie mittelfristig erreichen können?
Dr. Harald Schrimpf: In den vergangenen vier Jahren konnten wir unsere Marge jährlich um etwa 1 bis 1,5 % steigern. Unser nächster Meilenstein ist eine zweistellige operative Marge im Jahr 2012. Danach wollen wir uns kontinuierlich weiter verbessern um das Margenniveau erfolgreicher Softwarehersteller zu erreichen.
a|m: Durch Übernahmen sind die immateriellen Vermögenswerte deutlich gestiegen. Besteht hier das Risiko von höheren Abschreibungen?
Dr. Harald Schrimpf: Die Übernahmen der vergangenen Jahre betrafen vor allem unser Geschäftsfeld "Metals" und unseren langjährigen Partner in Südostasien. Im Metals-Geschäft haben wir eine weltweit führende Marktposition erreicht und erzielen hier trotz der Integrationsaufwände zurzeit die höchsten Margen. In Südostasien wachsen wir stak und erzielen ebenfalls höhere Margen als der Durchschnitt des PSI-Konzerns. Daher sehen wir kein besonderes Abschreibungsrisiko.
a|m: Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Sie in einem schwierigen Marktumfeld Umsatz und Ergebnis steigern. Wie sehen die Ziele für 2010 aus?
Dr. Harald Schrimpf: Auch 2010 wollen wir bei Umsatz und Ergebnis weiter wachsen. Konkret lauten unsere Ziele 170 Millionen Euro für den Auftragseingang, etwa 160 Millionen Euro für den Umsatz und über 10 Millionen Euro für das Betriebsergebnis.
a|m: Herr Dr. Schrimpf, wir bedanken uns bei Ihnen für das interessante Gespräch.
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