Jahreszeiten Verlag, VITAL

Sucht-Studie: Frauen bei Sucht-Bekämpfung konsequenter
Große Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe unter den Partnern

Hamburg (ots) - Über 15 Millionen Bundesbürger sind nach Erkenntnissen der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) abhängig von Nikotin, Alkohol oder anderen Drogen. Eine Suchtstudie der Zeitschrift VITAL in Zusammenarbeit mit der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) hat jetzt ergeben, dass die Deutschen die Gefährdung durch Süchte realistisch einschätzen. Frauen sind laut Studie in der Partnerschaft konsequenter bei der Sucht-Bekämpfung als ihre Lebensgefährten. Beide Seiten sind in einem hohen Maße bereit, dem Partner zu helfen. Im Rahmen der Studie hat das Möllner Meinungsforschungsinstitut INRA 1000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zum Thema Sucht befragt. Danach würden 58 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer ihren abhängigen Partnern klar machen, dass sie das Suchtproblem nur allein lösen können. Bei dem Entzugsprozess würden sich die Befragten nur als Begleiter verstehen. Dazu sagte der DAK-Suchtexperte Frank Meiners, es sei richtig, sich vom Partner nicht in die Suchtspirale hineinziehen zu lassen. Angehörige sollten auf keinen Fall Verantwortung für die Sucht des Partners übernehmen und nicht Schwierigkeiten für ihn aus dem Weg räumen. 33 Prozent der Frauen, aber 46 Prozent der Männer würden ihren Partnern gegenüber grenzenlose Geduld zeigen, wenn sie bei ihnen eine Sucht bemerken. 44 Prozent der Frauen und 58 Prozent der Männer würden die Verantwortung für die Familie für die Situation in der Familie übernehmen und mit mehr Verständnis auf den Partner zugehen. Meiners sagte, hinter dem "weichen" Verhalten der Männer stehe, dass sie möglicherweise Konfliktsituationen mit süchtigen Frauen viel weniger erlebt haben als umgekehrt. "Sie mussten über derartige Situationen weniger reflektieren." Männer neigten bei gesundheitlichen Problemen, auch denen ihrer Partnerinnen, eher zur Verdrängung. Wenn es um konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung der Sucht geht, herrscht zwischen den Partnern laut VITAL große Solidarität. 81 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer würden zusammen mit ihrem süchtigen Partner eine Selbsthilfegruppe, einen Arzt oder eine therapeutische Einrichtung aufsuchen, um sich beraten zu lassen. Sie sind der Meinung, dass die Drogenabhängigkeit nur unter fachkundiger Betreuung behandelt werden kann. Jeweils 69 Prozent der befragten Frauen und Männer würden versuchen, ihre Partner davon zu überzeugen, eine Entziehungskur unter fachkundiger Aufsicht anzutreten. Sie sind der Meinung, dass das der einzige Weg heraus aus dem Teufelskreis Sucht ist. Diese Meldung ist unter Quellenangabe VITAL zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: VITAL Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Redaktion VITAL Susanne Schütte Tel.: 040/2717-3115 Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, VITAL, übermittelt durch news aktuell

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