Helfen macht glücklich
Warum Mitmenschlichkeit wieder wichtig ist
Hamburg (ots) - In Zeiten der Krise und wachsender sozialer Ungerechtigkeit liegt Mitmenschlichkeit wieder im Trend. Wie die Zeitschrift VITAL in ihrer neuen Ausgabe (12/09; EVT: 18. November) berichtet, hat laut einer aktuellen Studie jeder dritte Deutsche ein Ehrenamt, darunter besonders viele 30- bis 55-jährige. Vor einigen Jahren dagegen engagierte sich nur jeder fünfte Bürger ehrenamtlich.
Ein Anstieg, den der Sozialpsychologe Hans-Werner Bierhoff nicht zuletzt auf die Wirtschaftskrise zurückführt. "Kulturvergleichende Studien zeigen, dass die Hilfsbereitschaft dort am größten ist, wo die Lebensbedingungen am härtesten sind", erklärt der Altruismusforscher. Ein sinkender Lebensstandard in Mitteleuropa könnte insofern durchaus zu einem besseren sozialen Klima führen.
Zumal soziales Engagement die Lebenszufriedenheit steigert: Wer sich für seine Mitmenschen einsetzt, knüpft neue Kontakte und macht Erfahrungen, die das Selbstwertgefühl steigern. "Diejenigen, die sich für andere engagieren, sind mit ihrem gesamten Umfeld glücklicher als diejenigen, die es nicht tun", bestätigt Experte Bierhoff.
Die Art des Engagements habe sich allerdings im Laufe der Jahre verändert. "Die Tendenz geht weg von starren Großorganisationen zu konkretem, zeitlich befristetem Engagement mit konkretem Erfolg", weiß Hans-Werner Bierhoff. Doch ob lebenslang bei der freiwilligen Feuerwehr oder vier Wochen bei einem Bibliotheksprojekt in Mittelamerika - jeder Einsatz hilft und förderte das soziale Miteinander.
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