Jahreszeiten Verlag, VITAL

Hormone - Auf die richtige Dosierung kommt es an
Auch die Natur weiß Rat

Hamburg (ots) - Rund zwei Drittel aller Frauen leiden in den Wechseljahren unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Stimmungstiefs oder Schlafstörungen. Hormone können helfen, die Übergangszeit problemlos zu überbrücken. Nach einem Bericht in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift VITAL sind dabei aber sehr gründliche Untersuchungen nötig, kommt es auf die richtige Dosierung der Hormone an. Außerdem vertrügen die Frauen oft das vom Arzt verschriebene Präparat nicht. Die Feinabstimmung setze eine gute Zusammenarbeit von Arzt und Patientin voraus. Wenn Hormone pauschal verordnet würden, könne es zu Nebenwirkungen kommen. "Zu Beginn muss eher der Progesteron- als ein Östrogemangel behandelt werden", sagt die Heidelberger Gynäkologin Dr. Susanne Ditz VITAL. Ein Gestagen-Präparat führe dem Körper dann synthetisches Progesteron zu. Außerdem könne schon ein leichter Östrogenmangel vorliegen, der sich in kürzeren Intervallen zwischen den Perioden oder stärkeren Blutungen zeige. Er werde durch ein niedrig dosiertes Präparat ausgeglichen. Die Dosierung müsse aber stets an den weiter sinkenden Östrogenspiegel angepasst werden. In welcher Phase der Wechseljahre sich die Frau gerade befinde, zeige der Hormonspiegel, der bei einem Bluttest gemessen wird. "Aktuellen medizinischen Erkenntnissen zufolge haben die Untersuchungen jedoch wenig Aussagekraft", heißt es in VITAL. Gerade in den ersten Jahren könnten Hormonschwankungen dazu führen, dass die Östrogenwerte mal hoch, mal niedrig seien. Sensible Selbstbeobachtung der Frauen über Symptome und Beschwerden seien die beste Grundlage für eine richtige Behandlung. "Entscheidend ist deshalb das ausführliche Gespräch mit dem Arzt", sagt Dr. Ditz. Wenn ein Hormon zu stark dosiert sei, komme es zu Nebenwirkungen wie Brustspannungen, Blutungen und Haarausfall. Dann müsse der Arzt die Dosierung reduzieren oder ein anderes Präparat verschreiben. Verursachten die Tabletten Magenbeschwerden, dann sollte man auf hormonhaltige Pflaster und Gele ausweichen. Wer keine Hormone schlucken will, kann laut VITAL-Bericht auch auf naturheilkundliche Mittel zurückgreifen und einzelne Beschwerden auf diese Weise lindern. So empfiehlt VITAL-Experin Dr. Elke Brüning bei Hitzewallungen Präparate mit der Heilpflanze Traubensilberkerze, die östrogenähnliche Wirkstoffe enthalte. Bei Schlafstörungen haben sich warme Fußbäder oder Präparate aus Hafer, Hopfen, Melisse, Baldrian und Passionsblume als hilfreich erwiesen. Bei Stimmungsschwankungen hilft nach Überzeugung der Ärztin und Psychotherapeutin Dr. Waltraud Pfarrer Melissentee. Er wirke ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. In jedem Fall sei in dieser Lebensphase gesunde Ernährung besonders wichtig. Der Körper brauche jetzt viel Kalium, Vitamin D und Ballaststoffe, die in Milchprodukten, Fisch, Gemüse und Salat enthalten seien. Zudem verringerten Sport und ein aktives Leben in Familie, Beruf und Freizeit die Probleme. ots Originaltext: VITAL Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Redaktion VITAL Maren von Pluta Tel.: 040/2717-3138 Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, VITAL, übermittelt durch news aktuell

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