Jahreszeiten Verlag, VITAL

80 Prozent der Lebensmittel enthalten synthetische Zusatzstoffe
Allergie- und Asthmabund: Unverträglichkeiten sind relativ gering

Hamburg (ots) - Ob Patentblau im Likör, Natriumglutamat in Kartoffelchips oder Butylhydroxyanisol in der Tütensuppe: 80 Prozent unserer Nahrung erreichen die Verbraucher nach einem Bericht der Zeitschrift "vital" in industriell verarbeiteter Form, aufgepeppt und haltbar gemacht durch Substanzen aus dem Chemielabor. Buchautoren erzielen Spitzenauflagen mit Horrorszenarien und immer mehr Menschen fragen sich, welche Auswirkungen dies auf ihre Gesundheit hat. Klaus Runow, Arzt und Gründer des Umweltinstituts Bad Emstal, erklärt gegenüber "vital", es gebe keinen Grund zur Panik. Es werde zwar noch Jahre dauern, bis alle gesundheitlichen Auswirkungen der künstlich manipulierten Lebensmittel ausreichend erforscht seien. Der derzeitige Forschungsstand lasse jedoch vermuten, dass die Gefahr, die von Zusatzstoffen ausgehe, geringer sei als befürchtet. Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund meint, die Unverträglichkeiten seien "relativ gering". Studien hätten gezeigt, "dass nur etwa jeder Hundertste allergisch auf Zusatzstoffe reagiert". Die betroffenen etwa 800.000 Bundesbürger hätten allerdings Probleme, die vom Hautausschlag über Kopfschmerzen, Asthma, Rheuma bis hin zu epileptischen Anfällen reichten. Runow diagnostiziert in seinem Institut bei den meisten Betroffenen eine so genannte Pseudo-Allergie. Obwohl kein immunologischer Befund vorliege, könnten die Auswirkungen allerdings genauso quälend sein wie bei einer echten Allergie. "Vor allem Konservierungsstoffe und künstliche Farb- und Geschmacksstoffe sind problematisch", sagt er. Über die Darmwand, deren Oberfläche der Größe eines halben Fußballfeldes entspreche, dringen nach seinen Angaben die Reizstoffe in den Stoffwechsel ein und stören das Immunsystem und die Entgiftungsfunktionen des Körpers. Besonders problematisch sei das Zusammentreffen von mehreren Stoffen. "Auch wenn die einzelne Substanz nicht giftig ist, bringt bei empfindlichen Menschen oft die Fülle das Fass zum Überlaufen." ots Originaltext: vital Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Redaktion "vital" Monika Schiffer Tel.: 040/2717-3115 Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, VITAL, übermittelt durch news aktuell

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