Jahreszeiten Verlag, VITAL

Erdnüsse können für Allergiker Lebensgefahr bedeuten
Asthmaanfälle oder lebensbedrohender Schock möglich

Hamburg (ots) - Seit 1998 verteilen die US-Airlines auf ihren Flügen nicht mehr die beliebten Erdnuss-Snacks. Sie wollen damit die rund drei Millionen Erdnussallergiker in den Vereinigten Staaten schützen. In Deutschland ist deren Zahl noch unbekannt. "Aber die Dunkelziffer der Allergie ist hoch", sagt Dr. Ute Lepp vom Forschungszentrum für Medizin und Biowissenschaften in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Zeitschrift "vital". Erdnussallergien können nach Angaben der Expertin zwar "harmlose" Folgen wie Hautausschläge und Verdauungsprobleme haben, sie könnten aber auch lebensbedrohliche Situationen wie einen Asthmaanfall oder einen anaphylaktischen Schock auslösen. Diese schockartige Reaktion kann mit Ohnmacht und Tod verbunden sein. Man müsse nicht einmal Erdnüsse gegessen haben, um allergisch zu reagieren. Manchmal reicht es nach dem "vital"-Bericht schon, wenn jemand anderes eine Tüte mit Erdnüssen öffnet und der Allergiker dann die Inhaltsstoffe einatmet. Erdnüsse seien in vielen Lebensmitteln versteckt, "oft in so geringen Mengen, dass sie auf der Verpackung nicht angegeben werden müssen". Derzeit sei es schick, Schokolade mit Erdnusszutaten anzubieten, sagte Dr. Lepp. In zusammengesetzten Lebensmitteln müssen die Bestandteile der Mischungen nicht angegeben werden, wenn sie 25 Prozent des Gewichts unterschreiten. Erdnussallergiker reagierten aber bereits auf winzige Mengen. Dr. Lepp rät, sich bei Verdacht auf eine Erdnuss-Allergie fachärztlich behandeln zu lassen. Wer zu starken Reaktionen neige, sollte stets Notfallmedikamente wie Antihistaminika, Cortison und Adrenalin bei sich haben. ots Originaltext: vital Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Redaktion "vital" Maren von Pluta Tel.: 040/2717-3138 Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, VITAL, übermittelt durch news aktuell

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