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Lebensmittelchemikerin: Keine eingebeulten Getränkedosen kaufen

Hamburg (ots) - Vor dem Kauf eingebeulter Getränkedosen hat Professorin Ingrid Steiner vom Institut für Lebensmittelchemie an der Technischen Universität Wien gewarnt. "An den beschädigten Stellen korrodiert das Metall und die Zinnwerte steigen", sagte Steiner in einem Interview der Zeitschrift "vital". Allerdings hat sich im Verpackungsbereich nach Angaben der Expertin generell viel Positives getan. Für Brot, Käse, Wurst und die innere Schicht von Milchkartons werde heute Polyethylen und Polypropylen verwendet. "Beide Stoffe wurden intensiv getestet und sind unbedenklich", versicherte Steiner. Problematisch sei lange Zeit Weich-PVC gewesen, denn dieser Kunststoff enthalte gesundheitsgefährdende Substanzen. Weich-PVC werde inzwischen bei Lebensmitteln kaum noch eingesetzt. In Deutschland dürfe es nur noch für Frischfleisch in den Kühltheken verwendet werden. Angesprochen auf Fischkonserven, in denen eine Substanz namens BADGE gefunden worden sei, die sich aus der Innenschicht der Dose herausgelöst habe, sagte die Expertin: "Dazu wird noch intensiv geforscht. Bei so wenig bekannten Stoffen wie BADGE lassen uns die Toxikologen häufig im Stich." Die Menschen würden laufend mit Stoffen aus der Umwelt konfrontiert, "deren Folgen wir auf lange Sicht leider nicht abschätzen können". Steiner rät in "vital", sich nicht einseitig zu ernähren. So sollte man zum Beispiel nicht nur Dosengetränke trinken. ots Originaltext: vital Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Redaktion "vital" Rüdiger Bloemeke Tel.: 040/2717-3106 Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, VITAL, übermittelt durch news aktuell

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