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DFSI-Studie zu Ratenkrediten: Hohes Einsparpotenzial selbst in der Niedrigzinsphase

DFSI-Studie zu Ratenkrediten: Hohes Einsparpotenzial selbst in der Niedrigzinsphase
Die besten Ratenkredite mit und ohne Restschuldversicherung (RSV) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/74874 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/DFSI - Deutsches Finanz-Service Institut GmbH"

Köln (ots) - Selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase lohnt bei Ratenkrediten der Vergleich, zeigt eine Studie der DFSI Deutsches Finanz-Service Institut GmbH. Demnach variieren die Effektivzinsen von 1,49 bis 15,99 Prozent. Doch auch andere Faktoren bestimmen mit, ob ein Darlehen wirklich günstig ist. Unterm Strich sind die Konsumentenkredite von Deutscher Kreditbank (DKB), Cosmos Direkt und SKG Bank die preiswertesten mit Restschuldversicherung. Ohne diese Absicherung liegen die Produkte von ING-DiBa, DKB und Barclaycard Barclays Bank auf den vordersten Plätzen.

Fast die Hälfte der Deutschen ist der Ansicht, dass die kommenden Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben sind, ermittelten die Marktforscher von Nielsen Deutschland. Die Gründe dafür: Niedrige Arbeitslosenquote, dynamische Einkommensentwicklung und - niedrige Zinsen. Und so stocken viele derzeit die eigenen Mittel mit Ratenkrediten kräftig auf. Laut GfK-Marktstudie "Konsum- und Kfz-Finanzierung" aus dem Oktober 2015 hat knapp ein Drittel der Befragten einen Ratenkredit abgeschlossen. 2008 kauften hingegen lediglich 25 Prozent der Befragten auf Pump. Nach einer Umfrage des Bankenfachverbandes, ein Zusammenschluss der Kreditbanken in Deutschland, soll die Zahl der Darlehen für Renovierungen sowie für die Anschaffung von Unterhaltungselektronik, Möbeln und Küchen auch künftig weiter kräftig wachsen. Diese stärkere Marktdurchdringung hat einen einfachen Grund: "Mehr als jeder zweite Verbraucher erwartet heute, dass er Konsumgüter auch in Monatsraten abbezahlen kann", heißt es beim Bankenfachverband.

Doch nicht jeder Ratenkredit ist wie der andere. "Obwohl die Kreditkonditionen äußerst günstig sind, sollte man nicht den erstbesten Ratenkredit nehmen", sagt Thomas Lemke, Geschäftsführer der DFSI Deutsches Finanz-Service Institut GmbH in Köln. "Denn die Zinskonditionen variieren trotz Niedrigzinsphase erheblich. Zudem kann die ausschließliche Fixierung auf die Effektivzinsen zu Fehlentscheidungen führen", weiß der Finanzexperte. "So werden auch Produkte angeboten, die auf den ersten Blick günstig erscheinen, bei denen aber jede noch so kleine Abweichung von einem vorgegebenen Standard zusätzliche Kosten verursacht."

So verlangen manche Institute sogar Gebühren für Kontoführung, für Erstellung oder Zusendung von Kontoauszügen. Und während einige Banken bei vorzeitiger Kreditablösung auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verzichten, verlangen andere dafür immer die maximal zulässigen Gebühren. Auch wer einen Zahlungsaufschub vereinbart, bekommt diesen nicht immer kostenlos. Daher hat das DFSI Deutsches Finanz-Service Institut wie schon in den Vorjahren auch 2016 eine Studie durchgeführt, um günstige Ratenkredite ohne Verwendungsbeschränkung zu ermitteln. Daran nahmen diesmal 26 bundesweit aktive Anbieter von Konsumentenkrediten teil, die Angaben zu insgesamt 27 unterschiedlichen Ratenkreditprodukten machten. In der Untersuchung wurden insgesamt knapp 50 Merkmale der Kreditprodukte in Abhängigkeit von ihrer Bedeutung für den Preis des Produkts bewertet. Im Bereich "Zinsen" als den wichtigsten Kostenfaktoren waren dabei maximal 240 Punkte zu erzielen. Weitere 110 Punkte wurden in den drei Bereichen "Sonstige Kosten & Gebühren"- hier wurde beispielsweise bewertet: Kosten für die Kontoführung, für die Art des Rateneinzugs oder für die Verlängerung des Widerrufsrechts, für den Ausweis der Kosten -, "Kosten bei Zahlungsverzug" und "Kosten bei vorzeitiger Kreditablösung" vergeben. Zudem waren maximal 50 Punkte bei möglichst niedrigen Kosten für eine fakultativ angebotene Restschuldversicherung" zu erzielen. Insgesamt waren maximal 400 Punkte erreichbar - ohne Restschuldversicherung: 350 Punkte.

"Unsere Studie belegt wieder einmal, dass auch in Niedrigzins-Zeiten der Kostenvergleich lohnt", sagt DFSI-Geschäftsführer Lemke. "Durch die Wahl eines günstigen Anbieters lassen sich bei größeren Ratenkrediten mit längerer Laufzeit durchaus Tausende von Euro sparen." So lagen im Untersuchungszeitraum die effektiven Zinssätze, die an die Finanzstärke der Kreditnehmer gekoppelt sind - im Fachjargon "bonitätsabhängige Zinssätze" - bei bester Bonität zwischen 1,49 Prozent und 4,99 Prozent. Eine Differenz von 3,5 Prozentpunkten. Bei einem Darlehen über 10.000 Euro macht das im Jahr immerhin eine Differenz von 350 Euro. Bei den effektiven Zinssätzen für Kreditnehmer mit niedrigster Bonität war diese Differenz sogar noch deutlich größer: Hier variierten die Sätze von 4,24 Prozent bis 15,99 Prozent. Eine Differenz von sage und schreibe 11,75 Prozentpunkten - was bei einem 10.000 Euro-Kredit im Jahr immerhin einer Differenz von 1175 Euro entspricht. Übrigens: Bei bonitätsunabhängigen Produkten variieren die Zinsen mit Sätzen zwischen 3,79 und 7,45 Prozent weit weniger stark.

"Berücksichtigt man alle Zins-, Kosten- und Gebührenkomponenten, dann ist unter allen untersuchten Ratenkrediten das DKB-Privatdarlehen der Deutschen Kreditbank für diejenigen am günstigsten, die ihre Ratenzahlungen über eine Restschuldversicherung absichern möchten", erklärt Lemke. Auf Platz zwei kam hier der Privatkredit der CosmosDirekt, punktgleich mit dem PrivatKredit der SKG Bank. Wer dagegen keine Restschuldversicherung abschließen will, kommt bei Betrachtung aller Kostenfaktoren mit dem Ratenkredit der ING-Diba am günstigsten weg. Auf Platz zwei liegt auch hier das DKB-Privatdarlehen. Und auf Platz drei folgt der Express-Kredit von Barclaycard Barclays Bank. Übrigens: Die Produkte von ING-Diba und Barclaycard Barclays Bank sind grundsätzlich nur ohne RSV erhältlich.

Mehr Informationen zu den Ergebnissen der Studie unter www.dfsi-institut.de

Pressekontakt:

Dr. Marco Metzler, Fachbeirat und Pressesprecher,
m.metzler@dfsi-institut.de, Tel.: +49 (0)221 6777 4569-1
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