RheumaPreis

Beruflich aktiv bleiben - mit Rheuma
Der RheumaPreis prämiert betriebliche Lösungen für gelungene Einbindung von Menschen mit entzündlichem Rheuma in die Arbeitswelt

Frankfurt/Main (ots) - Rund 400 verschiedene Erkrankungen werden unter dem Begriff Rheuma zusammengefasst und mindestens ebenso viele Möglichkeiten stehen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Verfügung, um dem Unternehmen das Know-how der Betroffenen zu erhalten: kollegial organisiertes Teamwork, flexible Arbeitszeitmodelle oder einfach ergonomische Anpassungen des Arbeitsplatzes. Der notwendige Aufwand ist zumeist geringer als vermutet, denn schon kleine Veränderungen haben große Effekte.

Die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, die Initiative Neue Qualität der Arbeit, die Rheuma-Liga Hessen und das Gesundheitsunternehmen Abbott haben jetzt den "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitplatz" ins Leben gerufen. Die Auszeichnung würdigt erfolgreiche partnerschaftliche Lösungen am Arbeitsplatz und macht sie öffentlich.

Nicht Rheuma macht arbeitsunfähig, sondern mangelnde Kreativität Rund 5 Prozent der Berufstätigen mit Rheuma in Deutschland geben bereits im ersten Jahr ihrer Erkrankung ihren Beruf auf1, nach drei Jahren haben sich sogar 20 Prozent der erkrankten Arbeitnehmer aus dem Arbeitsleben zurückgezogen2. Das zeigt: Es besteht großer Handlungsbedarf, dies zu ändern.

Um die Situation von Menschen mit Rheuma zu verbessern, Möglichkeiten ihrer Einbindung ins Berufsleben aufzuzeigen und zu mehr Offenheit im Umgang mit der Erkrankung aufzurufen, wurde der Rheumapreis ausgeschrieben. Gesucht werden Beispiele, in denen es Arbeitgebern und Arbeitnehmern gelungen ist, Rheumatiker dauerhaft beruflich zu integrieren und damit die Arbeitskraft und aktive Teilnahme am Alltag von Menschen mit Rheuma zu erhalten. Die besten Beispiele beziehungsweise Bewerber werden mit dem "RheumaPreis" ausgezeichnet.

Teilnehmen können alle Menschen in Deutschland, die an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen leiden und berufstätig sind; auch Teams oder Freiberufler können sich bewerben. Darüber hinaus können Dritte Rheumatiker oder Arbeitgeber nominieren. Für die Teilnahme ist eine schriftliche Bewerbung erforderlich. Darin sollten die Ausgangssituation und die erreichte Verbesserung beschrieben werden.

Bis zum 31. Mai 2009 haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Möglichkeit, ihre Konzepte und Lösungen für den erfolgreichen Verbleib von Menschen mit Rheuma am Arbeitsplatz einzureichen. Ausgezeichnet werden Beispiele, die den 1,5 Millionen Menschen mit entzündlichem Rheuma in Deutschland und ihren Arbeitsgebern eine Anregung sein können. "Aus ärztlicher Sicht spricht häufig nichts dagegen, lange und produktiv am Berufsleben teilzunehmen. Und berufliche Integration ist für das körperliche und seelische Wohlbefinden gleichermaßen wichtig - von den enormen staatlichen Kosten, die eine Frühberentung mit sich bringt, ganz abgesehen", betont Dr. Anette Wahl-Wachendorf vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte.

Darüber hinaus will der RheumaPreis ermutigen, die Erkrankung ohne Vorbehalt zum Thema machen zu können, damit von Beginn an alle Möglichkeiten zur Anpassung des Arbeitsplatzes ergriffen werden können. "Es kommt darauf an, offen über die Erkrankung und die veränderten Bedürfnisse zu sprechen und gemeinsam mit dem Arbeitgeber zu überlegen, welche Anpassungen am Arbeitsplatz dazu beitragen, den Mitarbeiter zum Vorteil aller im Unternehmen zu halten", sagt Prof. Matthias Schneider, Düsseldorf, Sprecher der Regionalen Kooperativen Rheumazentren. Die Botschaft der Auszeichnung lautet: Rheuma und Berufstätigkeit sind miteinander vereinbar.

Die Prämierten erhalten ein von Abbott gesponsertes Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro je prämiertem Beispiel. "Abbott engagiert sich seit Jahren, um das Leben für Menschen mit rheumatoider Arthritis zu erleichtern", so Wulff-Erik von Borcke, Geschäftsführer Abbott Deutschland. "Deshalb initiieren und fördern wir Projekte, die sich für mehr Verständnis für Rheuma-Patienten und deren Bedürfnisse einsetzen."

Eine unabhängige Jury aus Patientenvertretern, Betriebsärzten, Rheumazentren und Integrationsämtern bewertet die Einsendungen. Als Kriterien dienen vor allem die nachhaltige Verbesserung der Situation des Mitarbeiters mit Rheuma am Arbeitsplatz, die Originalität und die Unterstützung auf Unternehmensseite.

Die Bewerbungen können bis zum 31. Mai 2009 per Post im Organisationsbüro RheumaPreis oder online unter www.rheumapreis.de eingereicht werden, die Preisverleihung erfolgt im Juli 2009.

Weitere Informationen und Bewerbungschecklisten finden Sie unter www.rheumapreis.de .

Quellen:

1 Eberhardt et al., J Rheumatol 2007; 34:481-487 / Mau W et al., Z 
Rheumatol
2008; 67: 157-164 / Bräuer et. Al., Z Rheumatol 2002; 61: 426-434 
2 Lacaille D. et al., J Rheumatol 2005; 32 (Suppl. 72): 42-45 

Pressekontakt:

Organisationsbüro RheumaPreis
Postfach 17 03 61
60077 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 913 - 043-22
Email: info@rheumapreis.de

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