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Ostthüringer Zeitung: Syrische Familie in Gera nennt ihre Tochter aus Dankbarkeit nach Angela Merkel

Gera (ots) - Aus Dankbarkeit für die Aufnahme in Deutschland hat eine syrische Flüchtlingsfamilie ihre Tochter mit Vornamen "Angela Merkel" genannt. Das Mädchen kam am 24. November per Kaiserschnitt in Gera zur Welt und lebt nun mit seinen Eltern in der Erstaufnahmestelle im ehemaligen Wismut-Krankenhaus in der Stadt. Mutter Jasmin Al Koran (26) war erst einen Tag zuvor in Gera eingetroffen, ihr Mann war da noch in Hermsdorf untergebracht. Dirar Al Ali (31) lebt mit zwei Frauen, die Drei haben nun insgesamt fünf Kinder - zwei Jungs und drei Töchter.

Die Flucht vor dem Krieg in Syrien begann für die Familie in Daraa im Süden des Landes. Bei einem Raketenangriff hatte Dirar Al Ali sein linkes Auge verloren, sein Körper ist von Granatensplittern übersät. Schleuser brachten die Familie über die türkische Grenze, wo sie nach eigenen Angaben von der dortigen Polizei aufgegriffen und drangsaliert wurden. Die Polizisten hätten ihre Kleidung verbrannt und sie zurück nach Syrien geschickt, erzählt der Mann.

Mit Hilfe von Rebellen gelangte die Familie ein zweites Mal in die Türkei. Von dort ging es mit dem Schlauchboot nach Griechenland und über die Balkan-Route und Österreich bis Deutschland. Hier hofft die Familie nun auf ein Leben in Frieden und auf eine gute medizinische Versorgung.

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