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Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Rot-Rot-Grün in Thüringen kurz vor dem Ziel

Gera (ots) - Linkspartei, SPD und Grüne sind offenbar ihrem Ziel schon recht nahe, nach 25 Jahren im Freistaat eine Regierung unter Führung der CDU abzulösen. Zumindest sind die Beteiligten mit dem dann künftigen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow so penetrant gut gelaunt mit öffentlichen Erklärungen unterwegs, dass der Wähler gar nicht anders kann als den Eindruck zu gewinnen - die Sache ist gelaufen.

Ist das so?

Nun gab es bereits die dritte Sondierungsrunde des linken Kartells. Und wie man den Protokollen entnehmen kann, finden da schon Koalitionsverhandlungen statt; mit ersten Ergebnissen. Die neuen Machthaber wollen zum Einstand ein kostenfreies Kita-Jahr spendieren, jedes Jahr 500 neue - nicht zusätzliche - Lehrer einstellen und, als Schocker für die Unternehmerschaft, Regelungen für Bildungsurlaub erfinden.

Außerdem hat man gemeinsam festgestellt, dass die DDR eine Diktatur war. Man will das gemeinsam aufarbeiten - die Linke als Täterpartei, Bündnis 90/Grüne als Opferpartei.

Die Wähler der größten Gruppierung, der CDU, reiben sich verwundert die Augen. Was passiert da gerade? Und weshalb fehlt das Aufbäumen der Lieberknecht-Truppen, wo bleibt der Schaum vorm Mund? Ergibt sich die Union bereits ihrem Schicksal? Die Wahl gewonnen und doch verloren? Momentan wirkt es so, als habe sich die CDU über Jahrzehnte mit ihrer zähen Regierungstätigkeit müde gearbeitet.

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