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Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Wer bietet mehr im Thüringer Wahlkampf?

Gera (ots) - Parteien müssen im Wahlkampf zeigen, wofür sie stehen. Dazu gibt es das sogenannte Wahlkampfversprechen. Manches davon klingt allerdings zu schön um wahr zu sein.

Die Linkspartei, zum Beispiel, warb im Bundestagswahlkampf 2009 mit dem Slogan: "Reichtum für alle". Bedauerlicherweise ist aus der Sache nie etwas geworden.

In Thüringen wird am 14. September ein neuer Landtag gewählt. Und CDU und SPD überbieten sich gerade im Versprechen darin, wie viel neue Lehrer nach der Wahl eingestellt werden.

Die SPD legte mit der Zahl "500" auf ihren Wahlplakaten vor. Nun hat die CDU gekontert: "Bei Wahlsieg 1000 neue Lehrer" - in zwei Jahren. Damit kommt man aber an die SPD nicht ran, die verspricht die 500 neuen Lehrer nämlich pro Jahr - also 2500 in der Wahlperiode.

An dieser Stelle wird es Zeit zu erwähnen, dass beide Parteien in Thüringen seit fünf Jahren die Regierung stellen. Und deshalb drängt sich die Frage auf, weshalb denn CDU und SPD die neuen Lehrer nicht schon längst eingestellt haben? Vorschlag: Frau Lieberknecht und Frau Taubert müssen zur Strafe hundert mal von Hand schreiben: Ich darf meine Wähler nicht für dumm verkaufen.

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