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Ostthüringer Zeitung: Julia Emmerich kommentiert: Streitfall Kindergeld

Gera (ots) - Eltern schätzen es, Experten beklagen es. Viele Fachleute würden die staatliche Gießkannenförderung am liebsten ganz abschaffen und mit den rund 40 Milliarden Euro bedürftigen Familien gezielter helfen. Die Große Koalition sucht jetzt ihr Heil in der Mitte: Das Kindergeld soll bleiben, wird aber erst mal nicht weiter erhöht. Wer deswegen sauer ist, wird vertröstet: In zwei Jahren könnte es wieder ein Plus geben - und zwar nicht nur beim Kindergeld, sondern auch bei den Kinderzuschlägen für Geringverdiener. Große Gießkanne plus gezieltes Wässern: Das klingt gut. Es hat nur einen Haken. Kindergelderhöhungen sind teuer und niemand weiß, wie die Haushaltslage 2016 aussieht. Zumindest die Gutverdiener können sich dennoch gelassen zurücklehnen. Die Kinderfreibeträge, von denen vor allem höhere Einkommen profitieren, steigen unabhängig von Politik und Haushaltslage, per Verfassungsauftrag. Fair ist das nicht.

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