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Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert Verhältnis Linke/SPD/Wahlen

Gera (ots) - Am Liebsten würden die Linken im Lande den Politikwechsel ja herbeischreiben. Auch Wahlforscher wissen gern schon vorab, was nach der Wahl herauskommt. Wenn nur nicht immer die blöde Sache mit dem Wähler wäre, dem Souverän. Der entscheidet oft anders als Demoskopen und Journaille. Aktuell ist es in Mode vorherzusagen, dass die Regierungszeit der CDU in Thüringen im September ein Ende findet. Man wird nicht müde dabei zu erwähnen, dass der Linken-Boss im Erfurter Landtag, Bodo Ramelow, kein Problem damit hätte, das Amt des Ministerpräsidenten auszufüllen. Sogar die Bundes-SPD in Berlin hat den Thüringer Genossen erlaubt, den Steigbügel für Ramelow zu halten. Na, da muss man ja nur noch aufspringen und die Wahl ist schon so gut wie gelaufen. Oder muss man fürchten, dass der Wähler in Thüringen sich weiter zum Rittmeister seiner eigenen Zukunft erhebt, mündig ist und selbst abzuwägen weiß, was hinter ihm liegt und was vor ihm liegen kann? Das Reiten toter Pferde wird nun nicht gerade dazu gehören. Zuweilen hilft auch ein Blick in die nahe Vergangenheit. Dass die CDU auf Bundesebene kürzlich nur knapp die absolute Mehrheit verfehlte, hatte niemand in der Glaskugel gesehen.

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