Ostthüringer Zeitung: Streit um Kündigung ist beigelegt - Frau von inhaftiertem Ex-NPD-Funktionär Wohlleben einigt sich mit Firma

Gera (ots) - Jena. Der Arbeitsrechtsstreit zwischen der Ehefrau des in U-Haft sitzenden Ex-NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben und ihrem Arbeitgeber, der Heckel gGmbH, ist nach Angaben der Ostthüringer Zeitung beigelegt. Wie Sidney Balan, Anwalt der Firma Heckel, auf Anfrage der Zeitung bestätigte, haben sich beide Seiten außergerichtlich geeinigt. Über den Inhalt der Vereinbarung sei Stillschweigen vereinbart worden. Nach der Zeitung vorliegenden Informationen, wird Frau Wohlleben, die im Kindergarten der Firma Heckel in Jena-Kunitz als Erzieherin arbeitete, bis zum Ende ihrer fristgemäßen Kündigungszeit bis zum 31. März freigestellt und weiter bezahlt. Zusätzlich erhält sie eine Abfindung von 2000 Euro. Das entspricht in etwa dem von Richter Thomas Hanke beim Gütetermin am 10. Januar vorgeschlagenen Vergleich. Balan und der Anwalt der Gegenseite, Hendrik Lippold, wollten die Zahlen weder bestätigen noch dementieren.

Frau Wohlleben, deren Ehemann beschuldigt wird, dem rechten Terror-Trio eine Waffe besorgt zu haben, mit der anschließend Morde begangen wurden, hatte gegen ihren Arbeitgeber geklagt, weil sie gekündigt worden war. Grund waren keine arbeitsrechtlichen Verfehlungen, sondern ihre ehemalige Mitgliedschaft in der NPD. In einem Gespräch mit dem Arbeitgeber habe sie sich nicht distanziert von den Zielen der rechtsextremen Partei. Für die Firma Heckel steht das im Gegensatz zu humanistischen Erziehungsgrundsätzen.

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