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Treffen der Handelsgiganten
Nordamerikas Staatsmänner diskutieren Zukunft der Freihandelszone

Berlin/Washington D.C. (ots) - US-Präsident Barack Obama, Kanadas Premier Stephen Harper und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto treffen sich heute zum Nordamerika-Gipfel in Toluca, Mexiko. Die drei Staatsmänner wollen über die Zukunft des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA beraten. Die Freihandelszone feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.

Die Handelsbeziehungen zwischen den drei Ländern haben sich aufgrund des Wegfalls bzw. der vorübergehenden Aussetzung zahlreicher Zölle kräftig ausgeweitet. So ist beispielsweise der Güter- und Dienstleistungsaustausch der USA mit Kanada und Mexiko zwischen 1993 und 2012 um 266 Prozent gewachsen. Gleichzeitig ist das US-Handelsbilanzdefizit gegenüber den beiden Ländern im selben Zeitraum um rund 91 Mrd. US-Dollar gestiegen. "Das Jubiläum des NAFTA wird in den USA aufmerksam verfolgt. Ein Grund dafür sind die Bestrebungen der Regierung, ein neues transpazifisches Freihandelsabkommen und eine Investitions- und Handelspartnerschaft mit der EU abzuschließen. Freihandelsskeptiker führen jedoch gerade das NAFTA als Beispiel für die negativen Effekte einer Handelsliberalisierung an", so Martin Wiekert, Auslandsmitarbeiter von Germany Trade & Invest in Washington D.C.

In den vergangenen 20 Jahren haben sich die kanadischen Exporte in die USA auf umgerechnet 250 Mrd. Euro mehr als verdoppelt, die Ausfuhren nach Mexiko auf 4 Mrd. Euro verfünffacht. Auch Mexiko konnte sein Exportwachstum im besagten Zeitraum jedes Jahr im Durchschnitt um mehr als 10 Prozent steigern.

Große wirtschaftliche Chancen liegen in den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und der EU über ein transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen (TTIP). "Von einem erfolgreichen Abschluss würde Deutschland stark profitieren. Gegenüber dem neuen EU-Kanada-Handelsvertrag wären die möglichen Gewinne um ein Vielfaches höher. Laut der EU-Kommission würde das noch nicht endgültig beschlossene Kanada-Abkommen das BIP der EU um jährlich rund 12 Mrd. Euro erhöhen", so Wiekert weiter.

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