Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ

"Deutscher Lehrerpreis" verliehen: Bundespräsident würdigt engagierte Lehrerpersönlichkeiten und innovativen Unterricht

    Berlin/Düsseldorf (ots) - Bundespräsident Horst Köhler: "Die Gesellschaft muss den Lehrern viel mehr Anerkennung und Respekt entgegenbringen" / Insgesamt 27 Auszeichnungen an Lehrkräfte aus ganz Deutschland vergeben / 21 Lehrerinnen und Lehrer wurden für ihr besonderes Engagement mit dem "Deutschen Lehrerpreis" ausgezeichnet / Erster Platz in der Wettbewerbs-Kategorie "Unterricht-innovativ" geht an Lehrer-Team der Realschule Hohenstein in Wuppertal / Den zweiten Preis erhält die Berufsbildende Schule V in Halle (Sachsen-Anhalt) / Projekt der Staatlichen Berufsschule Illertissen aus Bayern erhält den dritten Preis / Jeweils ein Sonderpreis geht an das Hansa-Gymnasium in Stralsund, an die Leipzig International School e.V. sowie an das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kaiserslautern / Bewerbung für 2010 ab sofort möglich

    In Anwesenheit des Bundespräsidenten wurden heute in Berlin die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ" geehrt. Der Wettbewerb wird von den drei Initiatoren Vodafone Stiftung Deutschland, Deutscher Philologenverband (DPhV) sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) getragen und jährlich durchgeführt. Alleiniger finanzieller Träger ist die Vodafone Stiftung Deutschland. Insgesamt vergab die Jury im Rahmen der festlichen Preisverleihung 27 Auszeichnungen an Lehrkräfte aus ganz Deutschland. In der Wettbewerbs-Kategorie "Schüler zeichnen Lehrer aus", bei der rund 1.200 Schüler der Abschlussjahrgänge 2008 und 2009 besonders engagierte Lehrkräfte vorgeschlagen hatten, wurden insgesamt 21 Trophäen verliehen. Zudem erhielten die Gewinner Geldpreise als Spende für ihre Schulen. Vier Auszeichnungen gingen an Lehrerinnen und Lehrer aus Nordrhein-Westfalen, jeweils drei nach Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen, jeweils zwei nach Brandenburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz und je eine Auszeichnung nach Hamburg und Thüringen.

    Bundespräsident Horst Köhler sagte auf der Preisverleihung des "Deutschen Lehrerpreises": "Die Gesellschaft muss den Lehrern viel mehr Anerkennung und Respekt entgegenbringen." Es könne nicht sein, dass man "bei allem, was in der Bildungspolitik schief gegangen ist, diese Kritik auf die Lehrer ablädt". Der Lehrer sei wichtig, um die Urteilsfähigkeit der Schüler zu entwickeln und ihre Talente zu fördern. Mit Blick auf die Ausbildung von Lehrkräften betonte Köhler, dass sich in den Universitäten die Betreuungsrelation verbessern müsse.

    In der zweiten Kategorie des Wettbewerbs waren Lehrer-Teams aufgerufen, sich mit innovativen Unterrichtskonzepten zu bewerben. Aus den vielen hundert Einreichungen hat die Jury drei Haupt- sowie drei Sonderpreise ermittelt. Den ersten Platz, dotiert mit 5.000 Euro Preisgeld, errang das Team um Musiklehrerin Kordula Kupferschmidt an der Realschule Hohenstein in Wuppertal. Unter dem Motto "Umwelterziehung mit Musik" fertigten die Schülerinnen und Schüler aus Sperrmüll und Schrott 360 kunstvolle und spielbare Musikinstrumente. Der Öffentlichkeit wurden die Exponate dann mit Unterstützung der Stadt im Rahmen einer Fotoausstellung präsentiert und anschließend zugunsten eines Jugendhilfeprojektes in Afrika offiziell versteigert.

    Der zweite Preis, dotiert mit 3.000 Euro, ging an Henryk Miller-Engels und dessen Kollegen-Team von der Berufsbildenden Schule V in Halle (Sachsen-Anhalt). Im Rahmen des Projektes "Zukunfts(augen)blicke - Lernen durch das Engagement für andere" bieten Schülerinnen und Schüler kostenlose Wellness-Pakete in einem Seniorenheim an und können somit ihre erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten in der realen außerschulischen Welt praktisch anwenden.

    Über den dritten Platz und 2.000 Euro Preisgeld durfte sich das Lehrer-Team um Siegfried Förster von der Staatlichen Berufsschule Illertissen in Bayern freuen. Die Auszubildenden an der dortigen Schule hatten für eine ortsansässige Firma eine Verpackungsmaschine für medizinische Produkte konzipiert und gebaut. Gewonnen haben beide: Die Firma erhielt kostengünstig eine professionelle Maschine und die Schülerinnen und Schüler konnten wertvolle Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben sammeln. Diese außergewöhnliche Unterrichtsform durch die komplexen und realistischen Zusammenhänge brachte den Schülern weit mehr als der herkömmliche Unterricht.

    Darüber hinaus wurden drei Sonderpreise, jeweils dotiert mit 1.000 Euro, an das Hansa-Gymnasium in Stralsund (Projekt "Mit Auge und Ohr - von physikalischem Basiswissen zur kriminalistischen Spurensuche"), an die Leipzig International School e.V. (Projekt "Schülerinnen und Schüler erforschen die Sprachenvielfalt von Weltsprachen und Dialekten") sowie an das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kaiserslautern (Projekt "KOMET ergänzt unseren Unterricht um einen notwendigen Baustein") vergeben.

    Dr. Mark Speich, Geschäftsführer Vodafone Stiftung Deutschland: "Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland gehen ihrem Beruf in unseren Schulen mit großem Engagement nach. Damit dies auch unter zunehmend schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen so bleibt, brauchen Pädagogen endlich die öffentliche Anerkennung, die sie verdienen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen von Lehrern und Schülern zum Wettbewerb motivieren uns, auch im kommenden Jahr den 'Deutschen Lehrerpreis - Unterricht innovativ' auszurichten."

    Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes: "Dieser deutschlandweit größte Lehrerwettbewerb zeichnet Projekte und Lehrer-Persönlichkeiten mit Vorbildcharakter aus. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag, die öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufs zu verbessern!"

    Über die Gewinner entscheidet eine hochrangig besetzte Wettbewerbs-Jury, der neben Vertretern der drei Initiatoren unter anderem angehören: Doris Ahnen, Ministerin für Jugend und Sport in Rheinland-Pfalz, Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Gründungsdekan TUM School of Education, TU München, Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft.

    Der Wettbewerb wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Eine Bewerbung ist ab sofort unter www.lehrerpreis.de möglich.

Pressekontakt:
Hinweis für Redaktionen: Pressefotos von der Preisverleihung sind am
30. November 2009 ab 15.00 Uhr im Pressebereich unter
www.lehrerpreis.de abrufbar.


Für Rückfragen:
Deutscher Philologenverband
Eva Hertzfeldt, Tel.: 0172/ 30 50 867,
E-Mail: presse@dphv.de

Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH
Danyal Alaybeyoglu, Tel.: 0211/ 533-6786,
E-Mail: danyal.alaybeyoglu@vodafone.com

www.lehrerpreis.de

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