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Märkische Allgemeine: Amtsgericht prüft Vereinsstatus des ADAC

Potsdam (ots) - Nach dem Skandal um gefälschte Abstimmungsergebnisse droht dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC) nach nun auch noch der Verlust des Vereinsstatus. Das berichtet die in Potsdam erscheinende "Märkische Allgemeine" in ihrer Freitagausgabe. "Das Registergericht prüft derzeit, ob sich aus der wirtschaftlichen Tätigkeit des Vereins Folgen für die Registrierung ergeben", sagte gestern die Sprecherin des Amtsgerichts München, Monika Andreß, auf Anfrage. Der Autofahrerclub ist dort unter Nr. 304 im Vereinsregister eingetragen. Weitere Angaben könnten aufgrund der derzeitigen Prüfung nicht gemacht werden, sagte Andreß.

Der Vereinsrechtsexperte Olaf Werner von der Universität Jena hält es für möglich, dass der ADAC aus dem Vereinsregister gelöscht wird. Dann müsse der ADAC eine andere Rechtsform finden und alles, was wirtschaftlich ist, ausgliedern. Dazu gehört nach Werners Auffassung auch die Pannenhilfe, die bisher den Vereinskern des ADAC darstellt. Diese sei eine Dienstleistung und würde nicht ausreichen, um die Vereinsform zu rechtfertigen, sagte Werner. Nach seiner Auffassung war der Vereinsstatus des ADAC ohnehin ein Anachronismus. "Ein kleiner Verein wäre schon längst anders behandelt worden", sagte Werner.

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