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Märkische Allgemeine: Kommentar zur Übernahme der Weberbank durch die Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam

    Potsdam (ots) - Die Mittelbrandenburgische Sparkasse ist künftig in Berlin vertreten. Die Übernahme der auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden spezialisierte Weberbank von der West-LB verschafft MBS-Vorstandschef Walter Schubert ein halbes Jahr vor seinem Ruhestand einen Triumph - und kann eine Chance sein.

    Seit Jahren erklärt er, dass in der Mark kein größeres Wachstum und keine Fusionen mehr möglich seien. In den Sparkassenverbänden wird dieser Drang nach Berlin und damit nach einer Ausweitung des Geschäftsgebiets skeptisch beäugt. Schubert hat sich nicht beirren lassen, böse Zungen sprechen von Starrsinn. Doch die MBS hat bereits vor zwei Jahren zur Verwunderung mancher Konkurrenten einen Geschäftsbereich "Private Banking" für betuchtere Kunden gegründet.

    Und in der Finanzkrise hat sich dann gezeigt, dass Vermögende plötzlich die Sicherheit einer Sparkasse hohen Renditen vorziehen. Auf der anderen Seite hat die aktuelle Krise verdeutlicht, dass manches Institut sich auch mal überschätzt. Vorerst muss man abwarten, welche Rolle im eigenen Haus der MBS-Chef der Weberbank zugedacht hat. Risikolos ist das Engagement sicherlich nicht.

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