Landesbank Baden-Württemberg

Künftige Aktionärsstruktur der BW-Bank geklärt: LBBW erhöht ihren Anteil auf 50,6 Prozent

    Stuttgart (ots) - Für die dauerhafte Positionierung der Baden-Württembergischen Bank AG (BW-Bank) als Bank für baden-württembergische Kunden ist eine wichtige Weichenstellung erfolgt: Mit Wirkung zum 1. Januar 2002 wird die Rhein-Neckar Bankbeteiligung GmbH (RNB) ihre Anteile in Höhe von 25,5 Prozent des Grundkapitals der BW-Bank AG an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) veräußern. Zu den Gesellschaftern der Rhein-Neckar Bankbeteiligung gehören die Deutsche Bank AG, die Karlsruher Lebensversicherungs AG (Karlsruher Leben), die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W-Gruppe) sowie die als Konsortialführer agierende Robert Bosch GmbH. Durch diese Transaktion erreicht der Anteil der LBBW am Grundkapital der BW-Bank dann 50,6 Prozent. Über die Höhe des Kaufpreises wurde zwischen den Vertragspartnern Stillschweigen vereinbart.          Bislang verteilt sich der Anteil der Rhein-Neckar Bankbeteiligung GmbH am Grundkapital der BW-Bank folgendermaßen auf die einzelnen Gesellschafter: Deutsche Bank AG 12,5 Prozent, Robert Bosch GmbH 7,3 Prozent, Karlsruher Leben 3,1 Prozent und W&W-Gruppe 2,6 Prozent. Die RNB wurde bei der Transaktion von der Deutschen Bank beraten.          Finanzminister Stratthaus: "Stärkung des Finanzplatzes Baden-Württemberg ist Ziel des Landes"          Nach den Worten des Finanzministers Gerhard Stratthaus bleibt durch die Neuordnung der Anteile für die Baden-Württembergische Bank ein stabiler Aktionärskreis im Land dauerhaft erhalten. "Dadurch wird der Finanzplatz Baden-Württemberg erheblich gestärkt. Gewinner dieser Verbindung sind beide Banken. Die BW-Bank bekommt einen starken Partner, der zur Kostensenkung beiträgt. Durch die Zusammenlegung von Abwicklungsbereichen werden Arbeitsplätze und Steuern im Land gesichert. Die LBBW und die BW-Bank agieren selbstständig und können von Synergieeffekten sowie ihren jeweiligen Stärken profitieren." Baden-Württemberg ist damit auch im Bereich der Kreditwirtschaft gut positioniert.          Todenhöfer: "Die LBBW wird die BW-Bank in ihrer privatwirtschaftlichen Linie bestärken und unterstützen"          Die Gesellschafter der Rhein-Neckar Bankbeteiligung GmbH und ganz besonders die Robert Bosch GmbH hätten seit vielen Jahren die privatwirtschaftliche Ausrichtung der Baden-Württembergischen Bank AG verteidigt, erläuterte Tilman Todenhöfer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. "In vielen Gesprächen zwischen dem Vorstand der LBBW, vertreten durch Herrn Sauer, und der RNB ist uns nachgewiesen worden, dass die LBBW die BW-Bank in dieser privatwirtschaftlichen Linie bestärken und unterstützen wird. Die vorgelegten Konzepte haben uns überzeugt. Wir sind gleichzeitig der Meinung, dass diese privatwirtschaftliche Ausrichtung nur durch eine deutliche Mehrheit an der BW-Bank dargestellt werden kann. Insbesondere Bosch, aber auch die Gesellschafter der RNB freuen sich, dass die BW-Bank jetzt wieder mit Ruhe und einer klaren Orientierung als privatwirtschaftliche Bank in die Zukunft schauen kann", führte Todenhöfer aus.          Präsident Haasis: "Der kreditwirtschaftliche Wettbewerb auf Basis eines leistungsfähigen, breit gefächerten Bankensystems im Land bleibt erhalten"          Präsident Heinrich Haasis, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Landesbank Baden-Württemberg, begrüßte die Mehrheitsbeteiligung an der BW-Bank AG: "Es ist im Interesse einer gesunden Wirtschaftsentwicklung des Landes Baden-Württemberg, ein funktionierendes, breit gefächertes Bankensystem im Land aufrecht zu erhalten. Es stärkt den Finanzplatz Baden-Württemberg, wenn die Sparkassen als größte Finanzgruppe im Land zusammen mit der LBBW als internationaler Geschäftsbank mit der privaten BW-Bank in einzelnen Geschäftsfeldern eine gemeinsame Abwicklung anstreben." Die BW-Bank werde als eigenständige, privatwirtschaftliche Geschäftsbank geführt und selbstständig im Markt bleiben.          Sauer: "Die BW-Bank bleibt selbstständig"          Wie Hans Dietmar Sauer, Vorsitzender des Vorstands der LBBW, betonte, wird der eigenständige Marktauftritt der BW-Bank auf alle Fälle erhalten. "Alle Vertragspartner sind sich einig, dass die BW-Bank auch künftig nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen und Zielsetzungen geführt werden soll. Für Unternehmen und für Privatkunden soll die Auswahlmöglichkeit zwischen zwei konkurrierenden Bankadressen erhalten bleiben. Als unabhängige Privatbank deckt die BW-Bank ein attraktives Geschäftssegment im Kernmarkt Baden-Württemberg ab. Im Übrigen ergänzen sich die Aktivitäten der BW-Bank und der LBBW in idealer Weise", erläuterte Sauer. Um das Kundenpotenzial der BW-Bank und der LBBW zu halten und zu stärken, solle das spezifische Profil beider Häuser geschärft werden. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Kräfte der LBBW und der BW-Bank zu bündeln und dadurch die Kosten in beiden Häusern zu reduzieren. Das könnte die Wettbewerbssituation der BW-Bank, der LBBW und der Sparkassen in Baden-Württemberg verbessern. Vor allem im Back-Office-Bereich erwarte man sich signifikante Synergieeffekte.          Dr. Heintzeler: "Enge Zusammenarbeit nützt beiden Häusern"          Im Namen der BW-Bank begrüßte Dr. Frank Heintzeler, Sprecher des Vorstandes der BW-Bank AG, dass die Aktionärsverhältnisse der BW-Bank durch diese Transaktion nunmehr geklärt seien. Die Unsicherheiten im Aktionärskreis hätten das Geschäft der Bank zunehmend belastet.

    Wichtig sei die Zusicherung der Landesbank Baden-Württemberg und
des Landes als dem traditionellen Großaktionär, dass die BW-Bank auch
künftig als unabhängige private Geschäftsbank weitergeführt werde.
Für Kunden und Mitarbeiter bedeute dies eine stabile Grundlage für
die Zukunft.
    
    "Eine enge Zusammenarbeit nützt beiden Häusern", kommentierte Dr.
Frank Heintzeler weiter. "Insbesondere in Bereichen mit hohen
Zukunftsinvestitionen ergeben sich interessante Chancen. In
technologiegetriebenen Feldern entscheiden leistungsfähige und
effiziente Abwicklungsplattformen mit großen Mengengerüsten zunehmend
über die Wettbewerbsfähigkeit am Markt", sagte Heintzeler. Darüber
hinaus könnten Spezialprodukte in gemeinsamen Einheiten effizienter
erstellt und angeboten werden.
    
    LBBW und BW-Bank in Zahlen
    
    Mit einer Bilanzsumme von 24,4 Mrd. Euro per 31.12.2000 nimmt die
BW-Bank AG unter den privaten Geschäftsbanken Deutschlands Platz 11
ein. Im Jahr 2000 erwirtschafteten 2625 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 85 Mio.
Euro.
    
    Die LBBW gehört mit einer Bilanzsumme von 293 Mrd. Euro per
31.12.2000 zu den zehn größten Banken Deutschlands. Die 9959
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBBW-Konzerns erwirtschafteten
im Jahr 2000 ein Betriebsergebnis von 869 Mio. Euro.
    
    Hinweis:
    Ab 15 Uhr kann bei ColorService unter der Telefonnummer 07 11/6 49
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Stefan Schütz
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