Landesbank Baden-Württemberg

Bundesweit erster Eurokassentest erfolgreich verlaufen

    Stuttgart (ots) - Der durchschnittliche Wechselgeldbedarf im
Handel und Handwerk wird Anfang 2002 vier- bis fünfmal höher sein als
heute. Dies ergab der bundesweit erstmals durchgeführte
Eurokassentest der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), des
Sparkassenverbandes Baden-Württemberg (SVBW), des
Einzelhandelsverbandes Württemberg und der Handwerkskammer Region
Stuttgart. Damit konnten die bisherigen Schätzungen, die sich
zwischen dem drei- bis siebzigfachen bewegten, klar eingegrenzt
werden.
    
    Im Februar 2001 simulierten 15 Einzelhändler in Baden-Württemberg
einen Tag lang die Einführung des Euros. Dabei wurde die Situation
Anfang 2002 nachgestellt, bei der die Geschäfte Mark annehmen und
Euro als Wechselgeld herausgeben.
    
    Im Gegensatz zur Höhe des Wechselgeldbedarfs, der eindeutig
ermittelt wurde, ergaben sich bei der Stückelung teilweise
gravierende Unterschiede. Es zeigte sich, dass die Zusammensetzung
des Wechselgeldbestandes unabhängig von der Branche ist. Selbst
innerhalb vergleichbarer Betriebe schwankte der Nachfüll-Bedarf bei
einzelnen Scheinen und Münzen. Deutlich wurde, dass bereits einige
wenige Kunden mit beispielsweise besonders großen Scheinen die
Kassenstruktur und das Herausgabeverhalten schlagartig verändern.
Kreditinstitute sollten sich deshalb darauf einrichten, rund um den
Jahreswechsel möglichst wenig große Scheine auszuzahlen.  
  
    Insgesamt gibt das Ergebnis des Eurokassentests der LBBW und den
Sparkassen Planungssicherheit beim Wechselgeldbedarf des Handels und
Handwerks in der heißen Phase der Umstellung vom 02. bis 05. Januar
2002. Aus Sicht des Einzelhandelsverbands und der Handwerkskammer war
außerdem bei den Testauswertungen entscheidend, dass sich beim
Kassieren mit zwei Kassen der Zeitaufwand um bis zu 30 Prozent
erhöhen kann.
    
    Der Verbraucher kann durch sein Verhalten wesentlich zur
Verminderung der Wechselgeldproblematik beitragen. Er sollte wenig
Mark in das Jahr 2002 mitnehmen und die Chance nützen, zum Beispiel
die mit Kleingeld gefüllten Cognacflaschen frühzeitig zu leeren und
den Betrag auf sein Konto einzuzahlen. Dazu wird es im Mai eine große
bundesweite Sonderaktion geben. Vorteilhaft ist ebenfalls, wenn sich
der Mark-Rest im Portemonnaie Anfang nächsten Jahres aus vorwiegend
kleinen Scheinen und Münzen zusammensetzt und der Kunde möglichst
betragsgenau zahlt. Damit reduziert sich der Wechselgeldbedarf
ebenfalls. Optimal ist der Einsatz von Karten als Zahlungsmittel.
    
    Zur eigenen Sicherheit kann jeder Händler den Eurokassentest im
eigenen Betrieb durchführen. Er ist ab Anfang April unter folgenden
Internet-Adressen abrufbar. Dort gibt es auch detaillierte
Informationen zu den Ergebnissen des Tests.
    http://www.ehv-baden-wuerttemberg.de
    http://www.hwk-stuttgart.de
    http://www.lbbw.de
    http://www.dsgv.de
    
ots Originaltext: LBBW
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Cornelia Schurz
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