Landesbank Baden-Württemberg

Kunstminister Klaus von Trotha: Troia-Ausstellung ist eindrucksvolle Fortsetzung der Großen Landesausstellungen in Baden-Württemberg

    Suttgart (ots) -
    
    Über 500 Exponate erstmals außerhalb der Türkei präsentiert -
Türkischer Staatspräsident Sezer und Bundespräsident Rau bei der
Eröffnung
    
    "Mit dieser faszinierenden Ausstellung wird die Tradition der
Großen Landesausstellungen in Baden-Württemberg glänzend fortgeführt.
Sie inszeniert nicht nur eindrucksvoll den unvergleichlichen Mythos
vom untergegangenen Troia, sie präsentiert auch die jüngsten
Ausgrabungsergebnisse und thematisiert die Rezeptionsgeschichte
Troias in Dichtung, Kunst und Wissenschaft." Mit diesen Worten
skizzierte der baden-württembergische Kunstminister Klaus von Trotha
am 15. März 2001 in Stuttgart vor Medienvertretern das große
Themenspektrum der Ausstellung "Troia - Traum und Wirklichkeit". Sie
wird am 17. März 2001 in Anwesenheit des türkischen Staatspräsidenten
Ahmet N. Sezer und des Bundespräsidenten Johannes Rau von
Ministerpräsident Erwin Teufel in Stuttgart eröffnet. Der türkische
Staatspräsident und der Bundespräsident sind die Schirmherren der
federführend vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg
konzipierten und organisierten Schau. Sie findet im Forum der
Landesbank Baden-Württemberg statt und dauert bis 17. Juni 2001.
Anschließend ist sie in Bonn und Braunschweig zu sehen.
    
    "Das lebhafte und äußerst positive Echo in den Medien bereits vor
Eröffnung der Ausstellung demonstriert einmal mehr, dass Aufarbeitung
und Präsentation von Geschichte durchaus von höchstem Interesse für
ein breites Publikum sein können", sagte Minister von Trotha. Die
populäre Aufbereitung wissenschaftlicher Ergebnisse gehöre deshalb
zum kulturpolitischen Selbstverständnis des Landes: "Dafür engagiert
sich Baden-Württemberg unter anderem mit der Übernahme eines Drittels
der Ausstellungskosten von 4,2 Millionen Mark." Außerdem beteiligen
sich Niedersachsen und die Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland
in Bonn als Projektpartner an den Kosten. Insgesamt fördert
Baden-Württemberg Große Landes- und Sonderausstellungen allein im
Zeitraum von 1999 bis 2003 mit fast 20 Millionen Mark.
    
    Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) fördert die Stuttgarter
Ausstellung als Hauptsponsor. "Neben der finanziellen Unterstützung
der Ausstellung sowie des Nachbaus des Troianischen Pferdes stellen
wir auch unsere Räumlichkeiten zur Verfügung", erklärte Professor Dr.
Hans Waschkowski, Mitglied des Vorstands der Landesbank
Baden-Württemberg. "Dies ist ein Zeichen der besonders starken
Identifikation der Bank mit dem Projekt "Troia - Traum und
Wirklichkeit", das in hervorragender Weise zum Sponsoringkonzept der
Bank passt, mit dem die Bank unter anderem herausragende
Veranstaltungen aus Baden-Württemberg fördern, Potenzialträgern aus
Baden-Württemberg zu bundesweiter und internationaler Anerkennung
verhelfen und Veranstaltungen mit Weltklasseniveau nach
Baden-Württemberg holen will."
    
    Die Ausstellung präsentiert auf rund 1.500 Quadratmetern 850
Objekte, darunter über 550 aus zwölf türkischen Museen, die noch nie
außerhalb der Türkei zu sehen waren. Die Objekte der Ausstellung,
deren Bandbreite vom Vorratsgefäß bis zum kostbaren Schmuck reicht,
kommen von insgesamt 112 Leihgebern aus 14 Staaten. Die Exponate aus
der Türkei konnten dank der besonders guten Kontakte
Baden-Württembergs zur Türkei ins Land geholt werden. Kunstminister
von Trotha hatte aus diesem Anlass nicht nur mit dem damaligen
türkischen Staatspräsidenten das Vorhaben erörtert, sondern auch
zuletzt Anfang Januar die Türkei zu Gesprächen mit dem türkischen
Kulturminister Istemihan Talay besucht. "Troia ist für die Republik
Türkei der archäologische Grabungsort mit der größten Bedeutung für
die eigene Identität. Um so mehr freut es mich, dass diese Funde mit
hoher nationaler Bedeutung nun erstmals außerhalb der Türkei, in
Deutschland, zu sehen sind. Wir sind der türkischen Regierung, die
dies ermöglicht hat, dafür außerordentlich dankbar. Wir freuen uns
ganz besonders, zur Eröffnung neben Bundespräsident Johannes Rau auch
den türkischen Staatspräsidenten Ahmet Sezer begrüßen zu dürfen",
betonte Minister von Trotha.
    
    Unter den Ausstellungsstücken sind auch sensationelle Fundstücke
aus den jüngsten Grabungen, die Prof. Dr. Manfred Korfmann von der
Universität Tübingen leitete. Er hatte die über 50 Jahre lang
ruhenden Ausgrabungen im Jahr 1988 wieder aufgenommen. Mit ihrem
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters
gilt die Universität Tübingen als das führende
Troia-Forschungszentrum weltweit.
    
    Das komplexe Spannungsfeld von Mythos, Historie und
Rezeptionsgeschichte des prähistorischen Stadthügels an den
Dardanellen setzt die Ausstellungskonzeption in einer Abfolge
thematischer "Raumbilder" um. Multimedia-Elemente verleihen den
Inszenierungen eine zusätzliche Erlebnisdimension. So versetzen
Geräuschcollagen die Besucher an die Ausgrabungsorte und das
Altgriechisch der Ilias lässt Homers Welt lebendig werden. Der
Rekonstruktion bestimmter Perioden der troianischen Geschichte stellt
die Ausstellung die Wirkungsgeschichte des Mythos Troia durch die
Jahrhunderte gegenüber: "Ein wichtiges Anliegen ist es, die
Tradierung dieses Mythos von der Antike bis ins letzte Jahrhundert
nachzuzeichnen", erläuterte Prof. Dr. Dieter Planck, Direktor des
Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg.
    
    Darüber hinaus erstreckt sich Troias Wirkung durchaus auch auf die
Gegenwart. "Diese Ausstellung, sicherlich eine der wichtigsten dieses
Jahres, festigt und stärkt die kulturellen Verbindungen zwischen der
Türkei und Deutschland nachhaltig. Sie ist auch der sichtbare Beweis
für die intensiven Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland
insgesamt", unterstrich Wissenschafts- und Kunstminister Klaus von
Trotha. Ausdrücklich dankte der Minister auch seinen türkischen
Kollegen und insbesondere der Generaldirektion der Antiken und Museen
in Ankara für das besondere Engagement bei der Vorbereitung der
Ausstellung und für die hervorragende Zusammenarbeit mit den
baden-württembergischen Dienststellen.
    
    Die Ausstellung im Forum der LBBW dauert bis 17. Juni 2001. Vom
14. Juli bis 14. Oktober ist sie im Herzog Anton-Ulrich-Museum in
Braunschweig zu sehen, anschließend vom 16. November 2001 bis 17.
Februar 2002 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland in Bonn.
    
    Bitte beachten!
    
    Am Tag der Ausstellungseröffnung, Samstag, 17. März 2001,
    ist die Ausstellung erst ab 14 Uhr für die allgemeine
Öffentlichkeit zugänglich.
    
    
ots Originaltext: Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
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Melanie Kleinau
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