Landesbank Baden-Württemberg

Alle Wege führen zur LBBW: Die etwas andere Bank bleibt in Bewegung

Stuttgart (ots) - "Vielleicht schätzten manche die neue LBBW zum Zeitpunkt ihrer Gründung als einen etwas willkürlich gemixten "exotischen Cocktail" ein. Inzwischen entwickelt sie sich zum "erfrischenden Longdrink" mit unverwechselbarer Note. Die Kombination zwischen regional orientierter Kundenbank und spezialisierter Zentralbank erweist sich als bewegliches Zukunftsmodell." Das erklärte Hans Dietmar Sauer, der neue Vorstandsvorsitzende der siebtgrößten deutschen Bank, anlässlich der Vorstellung der vorläufigen Bilanzzahlen vor Journalisten in Stuttgart. Privatkunden und mittelständische Unternehmenskunden profitierten von der Kompetenz der Bank am Kapitalmarkt, im Investmentbanking und im internationalen Großkundengeschäft. Den partnerschaftlich verbundenen Sparkassen komme die unmittelbare Präsenz der Bank im baden-württembergischen Regionalgeschäft zugute. Als Produktentwickler auch für die Sparkassen sei die LBBW vor allem deshalb so erfolgreich, weil sie aus eigener Kundenbeziehung originär die Wünsche der Kunden kenne. Nachdem das "Produktlager" durch Neuentwicklungen gut gefüllt sei, gehe es nunmehr darum, gezielt die Kundenbasis zu verbreitern und die Kundenbeziehungen zu intensivieren. Das seit der Gründung der LBBW besonders intensiv betriebene Investmentbanking bleibe auch zukünftig ein Schwerpunkt im Unternehmenskundengeschäft. Besondere Akzente will der seit vier Wochen amtierende LBBW-Chef darüber hinaus in der Zusammenarbeit mit der S-Finanzgruppe sowie beim Ausbau der neuen elektronischen und mobilen Vertriebswege setzen. Die Bank werde nun an Tempo zulegen, meinte Sauer. Seit dem Zusammengehen der drei Vorgängerinstitute Landesgirokasse, SüdwestLB und L-Bank (Marktteil) zeige sich immer deutlicher, über welche Wachstums- und Kreativitätspotenziale die neue Landesbank verfüge. Die mit der Fusion freigesetzten strategischen Synergien hätten einen "Riesen entfesselt". Von seiner regionalen Verwurzelung und seiner traditionellen Kundenorientierung schaffe dieser den Spagat zu neuen Geschäftsfeldern und den internationalen Märkten. Positiv bewertete Sauer darüber hinaus, dass die mit der neuen Landesbank entstandene Aufbruchstimmung zu einer "Bank in Bewegung" geführt habe, die sich "selbstbewusst den Herausforderungen der Zukunft stellt und im Konzert der Großen mitspielen kann". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LBBW könnten im Wettbewerb der Zukunft bestehen, "weil sie schon heute eine Kultur des Wandels verinnerlicht haben und ihre Bank als Baustelle begreifen, in der auf der Basis eines soliden Fundaments und eines wegweisenden Bauplans ein modernes Haus entsteht, an dem aber jederzeit nach den neuesten Erkenntnissen Veränderungen vorgenommen werden können", erklärte der Vorstandsvorsitzende der LBBW. Maßanzüge für den Mittelstand Nach Sauers Darstellung will sich die LBBW noch stärker als bisher als "die Unternehmerbank im Südwesten" positionieren. Vor allem die mittelständischen Firmen aus Baden-Württemberg sollen - in Zusammenarbeit mit den Sparkassen - eine Rundum-Betreuung mit allen Finanzdienstleistungen erhalten. So strebe die Landesbank an, ein Unternehmen von seiner Gründung und der Bereitstellung von Risikokapital über eine anschließende Wachstumsfinanzierung und eine darauf aufbauende Optimierung der Finanzstruktur bis hin zu einem Börsengang im Zuge einer weiteren Expansion zu begleiten. Dieses ganzheitliche Konzept des "Alles-aus-einer-Hand" führte nach Sauers Schilderung auch zu einem verstärkten Engagement der LBBW bei den Existenzgründern. Die umfangreiche Betreuung dieser jungen Unternehmen erweise sich als sehr erfolgreich: So belegten gleich drei von der LBBW begleitete Existenzgründer bei der Baden-Württemberg-Ausscheidung des "Start-up"-Wettbewerbes von "Stern", McKinsey und der S-Finanzgruppe die drei ersten Plätze. Der Sieger aus Baden-Württemberg (Abaxx) kam im bundesweiten Wettbewerb auf Platz 3 und dürfte vor der Börseneinführung stehen. Investmentbanking für den Mittelstand Das Anbieten der "kompletten Pipeline" im Unternehmenskundengeschäft wirkt sich nach Einschätzung von Reinhold Schreiner, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands, auch im Investmentbanking positiv aus. Schon nach einem Jahr seit dem Start des neuen LBBW-Investment-Bankings habe die Landesbank die Marktführerschaft in Baden-Württemberg errungen und sich unter den Top Ten im Bundesgebiet platziert. Unter den in Deutschland tätigen Emissionsbanken belegte die LBBW bei Neuemissionen (Konsortialführer und Konsortialbegleiter) laut Branchendienst "Onvista" den neunten Rang. Auch die Performance der von der LBBW an die Börse begleiteten Unternehmen könne sich im Vergleich zu anderen Werten sehen lassen: Im entsprechenden Ranking der "Wirtschaftswoche", belegte die Landesbank Platz acht und kam damit als einziges Institut aus Baden-Württemberg unter die ersten Zehn. Nach Schreiners Einschätzung ist die heutige Position der Landesbank in diesem Geschäftsfeld der Zukunft noch weiter ausbaufähig. Die LBBW pflege schließlich auf der einen Seite intensive und langjährige Verbindungen zu kapitalmarktfähigen Unternehmen und verfüge bei ihren Zielgruppen im Mittelstand über eine spezielle Branchenexpertise. Auf der anderen Seite besitze die Landesbank - insbesondere in Verbindung mit den Sparkassen - eine anerkannt hohe Platzierungskraft bei potenziellen Wertpapierkunden sowie institutionellen Investoren im In- und Ausland. Hinzu komme noch die ausgeprägte Researchkompetenz - nach Schreiners Auffassung ist es kein Zufall, dass die LBBW nach Untersuchungen der "Financial Times Deutschland" zu den meistzitierten deutschen Banken im Bereich Analyse zählt. Going Public = Going Private = Going Landesbank Das von der LBBW bei der Vorstellung ihres neuen Investmentbankings vorgegebene ehrgeizige Ziel für das Jahr 2000 - Reinhold Schreiner sprach seinerzeit von "bis zu 30 Börsentransaktionen, davon sieben bis acht Konsortialführungen" - wurde erreicht. Mit sieben Konsortialführungen (davon sechs Mandate als Bookrunner), 15 Konsortialbeteiligungen und fünf Konsortialteilnahmen bei Kapitalerhöhungen kam die Landesbank auf 27 Börsentransaktionen. Diese Werte hätten sogar noch deutlich übertroffen werden können, wenn die Landesbank nicht ihr IPO-Engagement Ende vergangenen Jahres verringert hätte. Auf Grund der aktuellen Situation am Neuen Markt stellte die LBBW die Börsengänge mehrerer prinzipiell IPO-fähiger Unternehmen vorerst zurück. Dennoch plane die Landesbank für das Jahr 2001 mindestens so viele Kapitalmarkttransaktionen wie im Vorjahr. Mit Rücksicht auf die börsenfähigen Unternehmen und die Investoren wird nach Auskunft von Reinhold Schreiner sehr sorgfältig geprüft, "wann für welches Unternehmen der günstigste Zeitpunkt gekommen ist". Weiteren Schub für ihr Investmentbanking verspricht sich die LBBW von zwei Brancheninitiativen, mit denen die Kontakte und die Geschäfte mit baden-württembergischen Schlüsselindustrien weiter intensiviert werden sollen. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres startete die Brancheninitiative Automotive und Automobilzulieferer, für das Frühjahr 2001 ist eine weitere Initiative mit der Fokusbranche Maschinenbau vorgesehen. Gezielt hat sich die Landesbank hier auch mit Experten aus diesen beiden Branchen verstärkt. Dass der Wettbewerb beflügele, zeigt sich nach Schreiners Feststellung daran, dass heute gleich zwei Geldinstitute aus Baden-Württemberg zu den besten Investmentbanken in Deutschland zählen. Ein Ziel der Fusion ist damit nach dem Urteil des LBBW-Vorstands schon jetzt erreicht - die Stärkung des Finanzplatzes und Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg. Genau dieses Ziel verfolgt auch die Tochtergesellschaft Süd Private Equity (SüdPE), die im Dezember 2000 gegründet wurde. Sie stellt dem Mittelstand unternehmerisches Eigenkapital zur Verfügung. "Unternehmerisch bedeutet hier, dass sich Unternehmer an der SüdPE im Rahmen einer Kapitalerhöhung beteiligen können", erklärte Schreiner. Die Beteiligungspartner der SüdPE kommen nach Angaben des LBBW-Vorstandsmitglieds aus klassischen Branchen und Industrien. Beteiligungsanlässe seien Wachstumsfinanzierungen, Nachfolgeregelungen, Private Placements und Kapitalmaßnahmen zur Vorbereitung von Börsengängen. Pionier und Innovator für die Privatkunden Das Privatkundengeschäft ist bei der LBBW - im Gegensatz zu den anderen Landesbanken - traditionell ein wesentlicher Pfeiler in der Geschäftspolitik. Hans Dietmar Sauer bekannte sich ausdrücklich zur Betreuung von Privatkunden und zum stationären Vertrieb über Filialen: "In einer Zeit, in der sich gerade manche große Bank Zug um Zug aus der Fläche zurückzieht und mit ihren Privatkunden hin- und herjongliert, schwimmen wir munter gegen den Strom". Mit 227 Filialen in Baden-Würtemberg, über 235 Bargeldautomaten und mehr als 300 Selbstbedienungs-Terminals verfügt die Landesbank nach eigenen Angaben in ihrem Kernmarkt über das dichteste Geschäftsstellen- und Automatennetz und sieht sich in der kundennahen Beratung und Betreuung gut positioniert. Hans-Dietmar Sauer dazu: "Wir brauchen den Privatkunden nicht neu zu entdecken, weil wir ihn nie aus den Augen verloren haben". Wiederum gegen den vermeintlichen Zeitgeist und den scheinbaren Trend zum Discount-Girokonto setze die Landesbank darüber hinaus ganz bewusst auf das so genannte Mehrwertgirokonto "Extend", das zum Preis einer festen Pauschale "all inclusive" eine ganze Palette von Dienstleistungen rund um die Themen Geld, Sicherheit und Komfort aufweist. "Die etwas andere Landesbank bietet ein etwas anderes Zeitgeistkonto an", erklärte Sauer. Nach seinen Angaben wurden bereits in den ersten drei Monaten seit der Produkteinführung rund 26.000 derartige Konten eingerichtet - darunter befanden sich mehr als 1.700 Neukunden. Innovativ unterwegs blieb die Landesbank außerdem bei der Gestaltung neuer Anlageformen für die Kunden der LBBW und der Sparkassen. Als Beispiel dafür nannte Sauer die Entwicklung der "Balance"-Dachfonds und der fondsgebundenen Rentenversicherungen. Als ein "Renner" erweise sich auch das "Park+Ride-Konto". Dieses sei ein Verrechnungskonto für Wertpapiergeschäfte, das sich auf Grund der geldmarktnahen Verzinsung auch für die kurzfristige Geldanlage eigne. Insgesamt führe die LBBW bereits 30.000 Konten dieser Art. Neues im Südwesten: Multichannelbanking à la LBBW Von den meisten anderen Geldinstituten unterschied sich die Landesbank im Jahr 2000 auch bei der Vertriebsweg-Strategie: Während viele Wettbewerber auf eine Entweder-Oder-Strategie gesetzt hätten, sei die Landesbank "oft wie der einsame Rufer in der Wüste" konsequent einer Sowohl-als-auch-Politik gefolgt. Heute fühlt sich die Landesbank nach Sauers Darstellung in ihrer Multikanal-Vertriebsweg-Strategie bestätigt. Die bundes- und branchenweite Entwicklung zeige inzwischen eindeutig, dass die meisten Direktbanking-Teilnehmer Telefon- und Onlinebanking nicht als Ersatz, sondern als zusätzlichen Service betrachteten. Während sich die erste Welle der Nutzer noch durch hohe Technik-Affinität, Preissensibilität und Illoyalität ausgezeichnet hätten, sei im Jahr 2000 ein deutlicher Wandel spürbar gewesen: Die Kunden der zweiten, weitaus größeren Welle nutzten die direkten Vertriebswege zwar intensiv, beanspruchten daneben aber auch die Leistungen der Filialen. Dies bedeutet nach Sauers Beobachtung, "dass sich künftig ein großer Teil der Kunden täglich neu entscheidet, auf welchen Zugangswegen er die Finanzdienstleistungen in Anspruch nimmt". Elektronisch und mobil - die Zukunft des Banking Eine immer grössere Bedeutung bekommen auch bei der LBBW die elektronischen Vertriebswege. So setzte sich beim Direktbanking die steile Aufwärtsentwicklung des Jahres 1999 auch in den vergangenen zwölf Monaten fort. Die Zahl der Teilnehmer stieg mit fast 30 Prozent stärker als im Marktdurchschnitt und überschritt die 100.000er-Grenze (107.000). Gerade explosionsartig wuchs die Anzahl der online ausgeführten Wertpapieraufträge: Diese sind auf ein 6-faches gestiegen. Ebenfalls stark zugenommen haben die im Communication Center eingehenden Anrufe: Die "Mensch-Mensch-Kontakte" stiegen um 54 Prozent auf 259.040, die "Mensch-Maschine-Kontakte" um 69 Prozent auf 969.105. Bundesweit aufhorchen ließ die Landesbank Baden-Württemberg im Januar 2001, als sie ihre Absicht mitteilte, gemeinsam mit ihrem Partner Mobilcom die weltweit erste Bank für mobile Bank- und Finanzdienstleistungen zu gründen. Die Mobilcom beteiligt sich mit 51 Prozent an diesem Joint-Venture und bringe neben ihrer starken Marke und ihrer Technologieführerschaft insbesondere ihre Vertriebskanäle mit insgesamt rund 11 Mio. Kunden ein. Die LBBW, die in Deutschland als einzige Bank über die Technologie für Real-Time-Buchungen verfüge (eine entscheidende Voraussetzung für Mobile Payment und Mobile Brokerage), steuere sowohl ihr weit verzweigtes Vertriebsnetz als auch ihre Kompetenz in der Abwicklung von Bankgeschäften bei. Hans Dietmar Sauer wies in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass die Landesbank mit ihrem Anteil von 49 Prozent offen sei für weitere Partner aus dem Banken- und insbesondere dem Sparkassenlager. Aus Baden-Würtemberg auf den Weltmarkt - das Auslandsgeschäft der LBBW Die Strategien gehen aber nicht nur von einer zunehmend mobileren und elektronischeren, sondern auch von einer stark internationalen Zukunft aus. Die LBBW werde sich daher künftig noch stärker als "glo-cal player" weltweit positionieren, erklärte Reinhold Schreiner, indem sie mit ihrer globalen Präsenz zunehmend locale Firmen in die Auslandsmärkte begleite. Auch beim Auslandsgeschäft wolle die Landesbank eng mit den Sparkassen zusammenarbeiten. Schließlich verfügten die beiden Partner im Kernmarkt zwischen "Aalen und Zell im Wiesental" über zahlreiche Kontakte zu international operierenden Unternehmenskunden, die das internationale LBBW-Netz von "A wie Amsterdam bis Z wie Zürich" sowie die vielerorts maßgeblich von der LBBW initiierten "German Centres" nutzen könnten. Bereits im März wird das jüngste Projekt in dieser Reihe, das German Centre in Mexico City, Richtfest feiern, für den Oktober ist die Einweihung vorgesehen, wie die Landesbank mitteilte. Selektiv nutzt die LBBW aber nach Schreiners Schilderung auch Chancen bei Unternehmen außerhalb des Kernmarktes Baden-Württemberg. So habe sich die Landesbank im Jahr 2000 bei mehreren Konsortialkrediten beteiligt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende kündigte an, dass sich die Landesbank in den kommenden Jahren verstärkt als Arrangeur von Krediten an den internationalen Märkten profilieren wolle, indem sie sich auch mit hohen Beträgen an derartigen Konsortialkrediten beteilige. Zu diesem Zweck baue die LBBW gegenwärtig gezielt ihre Kontakte zu rund 360 Großkonzernen in Europa und Nordamerika aus. Die Landesbank und die S-Finanzgruppe - die Stärke im Verbund Große Entwicklungschancen sieht die Landesbank aber nach wie vor in der noch intensiveren Nutzung von Synergien mit den baden-württembergischen Sparkassen und den Verbundpartnern. Der LBBW-Vorstandsvorsitzende denkt dabei neben Refinanzierungs- und Platzierungsvorteilen vor allem an die Möglichkeiten der gemeinsamen Marktbearbeitung und Produktentwicklung. Selbst bei der effizienteren Abwicklung technischer Dienstleistungen seien noch längst nicht alle Einsparungspotenziale ausgeschöpft. Hans Dietmar Sauer legte aber großen Wert auf die Feststellung, "dass trotz - oder gerade wegen? - des nach wie vor vorhandenen Wettbewerbs die Zusammenarbeit zwischen Landesbank und Sparkassen schon heute erstaunlich reibungslos funktioniert". Diese "Partnerschaft im Wettbewerb" sei vorbildlich und ein sichtbares Zeichen für die variantenreiche Vitalität der Sparkassengruppe. Der Grundgedanke, dass jeder am Erfolg des anderen partizipiere und deshalb diesen Erfolg wünsche, sei weiter ausbaufähig. ots Originaltext: LBBW Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Stefan Schütz Leiter Bereich Kommunikation Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart Telefon: (07 11) 1 27- 36 77 Telefax: (07 11) 1 27- 64 49 www.lbbw.de Original-Content von: Landesbank Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell

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