Landesbank Baden-Württemberg

LBBW setzt auf innovative Mitarbeiter
Betriebliches Vorschlagswesen neu konzipiert

    Stuttgart (ots) - Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) blickt in
Deutschland auf eine lange Tradition zurück. Bereits 1872 hielt
Alfred Krupp fest, dass Verbesserungsvorschläge seitens der
Belegschaft "dankbar entgegengenommen" werden. Der Erfolg des BVW ist
seither je nach Branche unterschiedlich: Im Branchenranking stehen
Automobil-, Autozulieferer-, Metall verarbeitende und Chemische
Industrie an der Spitze, Banken und Versicherungen bewegen sich im
unteren Mittelfeld. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nimmt
unter den Banken einen Top Ten Platz in Deutschland ein - im BVW
liegt sie deutlich vor den meisten Großbanken. Um diesen Standard zu
halten und noch weiter auszubauen, führte die Bank im September 2000
ein neues Konzept ein.
    
    Wettbewerbsvorteil Mitarbeiterkreativität
    
    Unter dem Motto "denkmal! - Ideenreich unsere Bank mitgestalten"
fordert die LBBW ihre Mitarbeiter auf, ihr Know-how einzubringen.
"Die Erfahrungen und Kenntnisse unserer Mitarbeiter sind wesentliche
Faktoren bei der Verbesserung unserer
    
    Produkte sowie unserer Dienstleistungen. Ihr Ideenpotenzial stellt
einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar", erklärt Thomas Fischer,
Vorstandsmitglied der Landesbank Baden-Württemberg. Der Banker
spricht aus Erfahrung: Im Jahr 2000 reichten die Mitarbeiter rund
1.700 Verbesserungsvorschläge ein. Von diesen wurden 1.206
begutachtet, davon 316 (26 Prozent) realisiert beziehungsweise 439
(37 Prozent) mit einer Anerkennungsprämie honoriert. Dem Unternehmen
brachte dies im ersten Jahr der Umsetzung eine kalkulierte
Nettojahreseinsparung von rund 350.000 Mark. Die Mitarbeiter wurden
mit Prämien in Höhe von insgesamt 175.000 Mark für ihre Innovationen
belohnt. Die Spannbreite lag dabei zwischen 100 und 20.000 Mark.
    
    Nicht nur materielle Anreize motivieren
    
    Doch der finanzielle Anreiz ist nicht der einzige Garant für ein
erfolgreiches Betriebliches Vorschlagswesen. Fischer weis: "Aktiver
sind Mitarbeiter, wenn sie sehen, dass ihre Verbesserungsvorschläge
zügig verwirklicht werden und die Führungskräfte ihre Leistung auch
anerkennen". Deshalb gelten für "denkmal!" folgende Grundsätze: Der
Vorschlag des Mitarbeiters wird zeitnah begutachtet und die mögliche
Umsetzung geprüft, so dass der Mitarbeiter möglichst innerhalb von
vier Wochen über die Beurteilung seines Vorschlags informiert wird.
    
    Angenommene Vorschläge honoriert die Bank mit einer Prämie, die 50
Prozent der Nettojahreseinsparung im ersten Jahr der Umsetzung
entspricht. Darüber hinaus zeigt die LBBW ihre Wertschätzung, indem
Mitarbeiter, deren Vorschlag erstmals angenommen wird, mit ihrem
Namenszug Teil des Kunstwerks
    
    "Karo 2000" der Stuttgarter Künstlerin Simone Westerwinter werden.
Außerdem werden erfolgreiche Vorschläge in der Mitarbeiterzeitschrift
veröffentlicht und in die Personalakte aufgenommen.
    
    Qualitätssteigerung ist nicht immer quantifizierbar
    
    Wie bei allen Dienstleistungsunternehmen liegt auch bei der LBBW
der Hauptanteil der Vorschläge im Bereich der nicht eindeutig
berechenbaren Einsparungen. Fischer: "Der Nutzen einer Idee ist nicht
immer in Mark und Pfennig zu berechnen. Für diese Fälle haben wir
eine Matrix entwickelt, um die Bewertung standardisiert und möglichst
gerecht vorzunehmen". In die Berechnung gehen dabei die Kriterien
Kundennutzen/Image, Mitarbeiternutzen/Motivation, Wettbewerbsvorteil,
Ertragsvorteil, Sonstiger Nutzen (zum Beispiel Umweltschutz) und
Anwendungshäufigkeit ein.
    
    Führungskräfte nutzen Entscheidungsfreiraum
    
    Bei der LBBW sind Verbesserungsvorschläge, die das eigene
Arbeitsumfeld betreffen ausdrücklich erwünscht. "Der Mitarbeiter ist
Experte in seinem Aufgabengebiet. Unser Ziel ist es, gerade auch in
diesem Bereich das vorhandene Ideenpotenzial zu fördern", erklärt
Thomas Fischer. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die
Führungskräfte. Sie können Verbesserungen, die das eigene
Arbeitsumfeld betreffen und Arbeitsprozesse optimieren, mit bis zu
1.000 Mark belohnen. Dieser Prozess der kontinuierlichen Verbesserung
sei im immer härter werdenden Wettbewerb  unter den Banken unbedingt
erforderlich.
    
    Die Führungskräfte der LBBW werden daher aufgefordert,
Innovationen der Mitarbeiter aufgeschlossen gegenüber zu stehen.
Qualitätssteigerungen sollen jederzeit angestrebt werden. Verharren -
auch auf einem qualitativ hohen Niveau - führe über kurz oder lang
ins Abseits. LBBW-Vorstand Fischer stellt fest: "Die Mitarbeiter sind
das Herz unseres Unternehmens. Wer kennt unsere Kunden, deren Wünsche
und Anforderungen sowie die internen Arbeitsabläufe besser als unsere
Mitarbeiter?" Ein gut fundiertes Ideenmanagement in Form des
Betrieblichen Vorschlagswesens sei daher ein unverzichtbarer
Bestandteil der Unternehmenskultur.
    
    
    
ots Originaltext: Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
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