Landesbank Baden-Württemberg

Fünf Jahre German Centre Singapore: Asienkrise gut bewältigt

    Stuttgart (ots) -

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    Seit fünf Jahren bewährt sich das German Centre Singapore als "Sprungbrett" nach Südostasien für die deutsche Wirtschaft. Mehr als 230 deutschen Firmen hat es den Weg in diese Wirtschaftsregion seit seiner Eröffnung am 16. Juni 1995 geebnet. Singapore gilt als das Pilotprojekt der German Centres weltweit und wurde gemeinsam von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Westdeutschen Landesbank Girozentrale (WestLB) ins Leben gerufen.

    "In Asien hängt der Erfolg stark von der sichtbaren und ständigen Präsenz eines Unternehmens vor Ort ab", erläutert Joerg Schweizer, Managing Director des German Centre Singapore. Derzeit sind hier 130 kleine und mittelständische Firmen aus ganz Deutschland vertreten. Die Auslastung war auch während der Asienkrise 1997/1998 hoch, was beweist, dass das Konzept richtig ist und von den Mietern angenommen wird. "Durch entsprechende Maßnahmen ist es uns gelungen, dass aufgrund der Wirtschaftskrise kein Kunde ausgezogen ist", stellt Schweizer fest. So habe sich in dieser Zeit die Bedarfsstruktur der Mieterfirmen geändert, auf die das Centre aber kurzfristig durch das Angebot kleinerer Einheiten und die Bildung von Bürogemeinschaften reagiert habe.

    Seit Sommer vergangenen Jahres registriert das Centre zunehmende Seminaraktivitäten. Laut Schweizer ein sicheres Indiz dafür, dass die Konjunktur wieder anzieht. Rund 93 Prozent der Fläche sind zur Zeit vermietet.

    Nahezu 50 Prozent der Mieter kommen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen

    Ein Drittel der Betriebe stammt aus dem Südwesten Deutschlands: vom Präzisionswerkzeughersteller Oskar Frech GmbH & Co. über Trumpf GmbH & Co. aus Ditzingen, m + w Zander Holding GmbH aus Stuttgart und den Maschinenbauer Walter AG bis hin zum Softwareberater Novasoft Consulting GmbH aus Heidelberg. Ein Großteil der Mieter sind in der Maschinenbaubranche tätig. Weitere Schwerpunkte bilden Bereiche wie Elektroindustrie, Pumpensysteme, Chemische Industrie, Computer, Software und Verpackungssysteme. Auch einige Großunternehmen wie BMW, MAN Nutzfahrzeuge und Preussag Rohrsanierung sind im German Centre Singapore vertreten.

    Schnell im Geschäft bei niedrigen Anlaufkosten

    Klein- und mittelständischen Unternehmen steht ein individuell zugeschnittenes Dienstleistungs- und Beratungsangebot zur Verfügung. Das so genannte Business Centre bietet verschiedenste Tätigkeiten: Es übernimmt allgemeine Sekretariatsarbeiten, vermittelt Übersetzungsdienste, verleiht Ausstattungsgegenstände und stellt Schulungs- und Konferenzräume bereit. Darüber hinaus werden Seminare und Ausstellungen organisiert. Diese Leistungen, die alle unter einem Dach zusammengefasst sind, ermöglichen es dem Mieter, schnell ins Geschäft zu kommen und gleichzeitig die Anlaufkosten niedrig zu halten.

    Experten beraten bei Geschäftsanbahnungen

Bei Bedarf steht den Mietern zusätzlich ein Team von asienerfahrenen Experten zur Verfügung. So sind im Centre neben dem Büro des Delegierten der Deutschen Wirtschaft (DIHT) und den Länderbüros von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen auch eine Anwaltskanzlei und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vertreten. Weitere wichtige Dienstleistungsbetriebe wie ein Reisebüro, eine Kurierfirma und eine Werbeagentur stehen ebenfalls bei Bedarf bereit.

    Konzept der German Centres bewährt sich

    Die umfangreichen Erfahrungen, die die LBBW in den vergangenen Jahren mit dem German Centre Singapore sammeln konnte, fließen in das seit gut einem Jahr bestehende German Centre Beijing ein. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass hier bereits zusätzliche Flächen bereitgestellt wurden. Ein weiteres Centre der LBBW entsteht derzeit in Mexiko, das erste auf dem amerikanischen Kontinent. Dieses ist voraussichtlich im zweiten Quartal 2001 bezugsfertig.

    Konjunkturhimmel über Singapur hellt sich deutlich auf

    Singapur hat sich in den vergangenen Jahren gegenüber dem Krisenvirus in Asien als sehr resistent erwiesen. Obwohl der Stadtstaat geographisch von den südostasiatischen Krisenländern umgeben ist, konnte zu keinem Zeitpunkt von einer Gefahr für die binnen- und außenwirtschaftliche Stabilität gesprochen werden.

    Die Konjunktur Singapurs litt zwar 1998 auch unter den Folgen der asiatischen Finanzkrise. Von den wirtschaftlichen Turbulenzen blieb die Republik aber verschont. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die enorme Kapitalbasis durch den "Central Provident Fund" (staatlich verordnete Kapitalbildung) und eine äußerst stabilitätsorientierte Fiskalpolitik. Das Wachstumstempo hat sich 1999 mit einem BIP-Zuwachs von 5,4 Prozent bereits wieder stark beschleunigt. Auf dieser Basis kann für das Jahr 2000 mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von über 6 Prozent bei einer sehr niedrigen Teuerungsrate gerechnet werden.

ots Originaltext: Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
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Melanie Kleinau
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