Landesbank Baden-Württemberg

Aktuelle Analyse der LBBW zum Neuen Markt: Baden-Württemberg liegt hinter Bayern und NRW

Stuttgart (ots) - Baden-Württemberg hat noch Entwicklungspotential als Standort für junge börsennotierte Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung, die jetzt von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) durchgeführt wurde. Der Untersuchung zufolge belegt Baden-Württemberg als Herkunftsort von Firmen am Neuen Markt, dem Börsensegment für Wachstumswerte, zwar zur Zeit lediglich einen dritten Platz. Der LBBW-Vorstandsvorsitzende Werner Schmidt betonte jedoch, dass der Abstand zu den Spitzenreitern Bayern und Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren spürbar verringert werden könnte. Ende 1999 waren insgesamt 201 Unternehmen am Neuen Markt notiert, von denen 20 aus Baden-Württemberg stammen. Wenn die 33 am Neuen Markt notierten Auslandsgesellschaften unberücksichtigt bleiben, kommt der Südweststaat auf einen Anteil von 12 Prozent. Damit liegt Baden-Württemberg über dem Durchschnitt der Bundesländer und gleichauf mit Hessen. Mehr Werte am Neuen Markt als Baden-Württemberg weisen lediglich Bayern und Nordrhein-Westfalen auf. Dabei belegt Bayern mit einem Anteil von gut 30 Prozent unangefochten den Spitzenplatz. Schwerpunkt im IT-Bereich Die baden-württembergischen Wachstumsunternehmen sind insbesondere im Bereich Software und Services tätig. Auch der Themenkomplex Internet/interne Netzwerke wird von mehreren Unternehmen abgedeckt. Im Medienbereich sind zwei baden-württembergische Unternehmen notiert. Aus den Bereichen Biotechnologie/Medizin/Healthcare und Telekommunikation war Ende 1999 noch kein Wert aus Baden-Württemberg im Neuen Markt zu finden. Hier ist das Bundesland im Vergleich zum Durchschnitt unterrepräsentiert. Mit der Bio-Region Rhein-Neckar-Dreieck, in der inzwischen rund 60 Biotechnologiefirmen ansässig sind, verfügt Baden-Württemberg aber über ein großes Potenzial gerade in dieser Branche. So könnte der für dieses Jahr geplante Börsengang eines Bioinformatik-Unternehmens aus Heidelberg hier eine Trendwende einleiten. Karlsruhe im Kommen Zu Beginn des Jahres 2000 ist das Wachstum ungebrochen, wie die volkswirtschaftliche Abteilung der LBBW ermittelte. Bis Ende April sind bereits über 50 zusätzliche Werte in den Neuen Markt aufgenommen worden. Dabei zeigt sich das Quartett Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg weiter an der Spitze. Die Werte aus dem Südwesten konzentrierten sich bisher auch im Jahr 2000 auf den IT- und Internetbereich. Karlsruhe kristallisierte sich zu Beginn des Jahres neben dem Ballungsraum Stuttgart als weiterer Standortschwerpunkt der notierten Unternehmen heraus. Die übrigen Firmen verteilen sich relativ ausgewogen auf das gesamte Gebiet des Bundeslandes. LBBW pusht Neuen Markt im Südwesten Die Landesbank Baden-Württemberg hat 1999, im ersten Jahr ihres Bestehens, bereits 17 Börsentransaktionen erfolgreich durchgeführt. Ungefähr die Hälfte davon waren Notierungen am Neuen Markt. Bis April diesen Jahres sind es schon elf Börsengänge. Für das Gesamtjahr rechnen die Investmentbanker der LBBW mit rund 30 Transaktionen. Dieser Trend wird nach Einschätzung der Landesbank sowohl im weiteren Jahresverlauf als auch in den nächsten Jahren anhalten. Die Landesbank Baden-Württemberg hatte zu Beginn des Jahres ihr Investmentbanking weiter intensiviert und neu fokussiert. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf den Mittelstand. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen die neuen Industriebranchen in Baden-Württemberg und in den angrenzenden Regionen. Diesen Firmen bietet die LBBW nach eigener Darstellung die "komplette Pipeline des Investmentbankings aus einer Hand - vom Gewerbeschein bis zum Börsengang". Hinweise: Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist nachzulesen im "BlickPunkt", der volkswirtschaftlichen Publikation der Landesbank Baden-Württemberg, die in den nächsten Tagen erscheinen wird und zu beziehen ist bei: Landesbank Baden-Württemberg Konzernentwicklung: (0711) 127- 34 02 Ansprechpartner sind: Ute Hofmann Dr. Matthias Bergner Die Landesbank Baden-Württemberg beobachtet auch den Sekundärmarkt intensiv. Es werden Ausarbeitungen über Einzelwerte als auch Branchenstudien erstellt sowie die vierteljährlich erscheinende Broschüre "Neuer Markt Basisinfomationen" veröffentlicht, die Daten und Berichte über alle am Neuen Markt notierten Werte enthält. Die Studie "Neuer Markt" ist zu beziehen bei: Landesbank Baden-Württemberg Research: (0711) 127-46 89 ots Originaltext: Landesbank Baden-Württemberg Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Presseinformation: Melanie Kleinau Presse und Medienarbeit Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart Telefon (07 11) - 1 27 64 30 Telefax (07 11) - 1 27 64 34 www.lbbw.de Original-Content von: Landesbank Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell

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