Landesbank Baden-Württemberg

Neue Strategie und Struktur bei der LBBW: Die Landesbank setzt sich ehrgeizige Ziele

Stuttgart (ots) - Der nachhaltige Ertrag ist eines der entscheidenden Kriterien für die Entwicklung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Das erklärte Werner Schmidt, der Vorstandsvorsitzende des Geldinstituts, das zu den zehn großen Banken Deutschlands zählt. Die zum 1. Januar 1999 entstandene LBBW, die aus der Fusion der Südwestdeutschen Landesbank (SüdwestLB), der Landesgirokasse (LG) und des Marktteils der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank) hervorging, will sich auf der soliden Basis ihres Kundengeschäfts verstärkt als Mittelstands-Investmentbank positionieren und das Private Banking sowie die profitablen Wholesale-Aktivitäten gezielt ausbauen. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit den Sparkassen und der S-Finanzgruppe weiter intensiviert werden. Anlässlich der Vorstellung der vorläufigen Bilanzzahlen des ersten LBBW-Geschäftsjahres sprach Werner Schmidt in Stuttgart aber auch von "einer beachtlichen Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Neuaufbau bei unverändert intensiver Marktbearbeitung und Kundenbetreuung bewerkstelligt haben und unsere Marktposition bei den Kunden und im Markt ausbauen konnten". Besonders bemerkenswert sei vor allem, "dass wir trotz der hohen Arbeitsbelastung sowie der Jahr-2000- und der Euro-Umstellung gleichzeitig auch noch ein gutes Ergebnis erzielt haben." Auf diesem Erfolg wolle sich die LBBW aber nicht ausruhen. Bei einem immer schärfer werdenden Wettbewerb und volatilen Märkten könne die LBBW nicht auf dem Ergebnis des Jahres 1999 stehen bleiben. Ein guter Start trotz schwieriger Bedingungen Erneut wies Werner Schmidt darauf hin, dass den beteiligten Banken nur die "extrem kurze Vorlaufzeit" von sechs Wochen zur Verfügung stand, um die Fusion vorzubereiten. Die meisten Maßnahmen zur Integration der drei Vorgängerinstitute hätten daher erst im Verlauf des Jahres 1999 durchgeführt werden können, nachdem der Zusammenschluss bereits erfolgt war. Sowohl auf Grund der Kundenbedürfnisse als auch aus marktpolitischen Erwägungen wurden grundsätzlich die Strategien der Althäuser im Jahr 1999 fortgeführt. Aus den gleichen Gründen startete die LBBW nach Schmidts Schilderung im Wesentlichen in den Organisationsstrukturen der drei Fusionspartner. Außerdem wurden die Steuerungs- und Informationssysteme ebenso wie die IT-Welten nur in den für die Bank wesentlichen Bereichen zusammengeführt, sagte der Landesbank-Chef. Insbesondere auf Grund der Jahr-2000-Umstellung habe die Bank mit der technischen Integration gewartet. Strategische Neuausrichtung in nur einem Jahr bewältigt Um die "innere Fusion" möglichst schnell und erfolgreich zu vollziehen, leitete die LBBW nach eigener Darstellung bereits zu Beginn des Jahres 1999 einen umfangreichen Strategie- und Organisationsprozess ein. Gemeinsam mit externen Beratern entwickelten der Vorstand und Führungskräfte der Landesbank die Grundlagen einer der neuen Bank angemessenen Strategie und Organisationsstruktur. Von Anfang an habe dabei festgestanden, betonte Schmidt, dass sich "die etwas andere Landesbank" konsequent am Ertrag ausrichten müsse. Drei Hebel will die Landesbank ansetzen, um dieses Ziel nachhaltig zu erreichen: Die LBBW soll strategisch positioniert werden, die Effizienz soll weiter steigen und die bisher gute Entwicklung soll auf der Basis einheitlicher ertragsorientierter Steuerungssysteme abgesichert werden. Dieses "magische Dreieck" liegt der strategischen Neuausrichtung der Landesbank zu Grunde, die sich auf drei Ansätze konzentriert: Einen Retail-Fokus, einen Wholesale-Fokus und einen übergreifenden Fokus als "der Bank für die Sparkassen in Baden-Württemberg". Dieses strategische Profil verknüpft traditionell vorhandene Stärken mit neuen Akzenten. So will sich die Landesbank in ihrem Kernmarkt als die Regionalbank für anspruchsvolle Privat-, Gewerbe- und Unternehmenskunden profilieren. Gleichzeitig plant sie aber auch, sich über Baden-Württemberg hinaus als Mittelstands-Investmentbank zu positionieren und das zielgruppengerechte Private Banking weiter auszubauen. Als national und international tätige Universalbank strebt die LBBW außerdem die Rolle eines führenden Handelshauses für serviceorientierte Kunden an. Darüber hinaus will sich die Bank im In- wie im Ausland gezielt als Anbieter ertragreicher Wholesale-Aktivitäten insbesondere für multinationale Unternehmen, institutionelle Kunden und Finanzinstitutionen bewegen. Das Geschäft mit Spezialprodukten (wie zum Beispiel dem Leasing und dem Factoring) sowie den Immobilien-Finanzierungen soll wie bisher betrieben werden. Umgesetzt werden soll die neue Gesamtbank-Strategie in den Jahren 2000 bis 2004. Die Bank stellt sich neu auf Mit der Fusion ergab sich nach Darstellung Schmidts "nicht nur die große Herausforderung, eine gerade erst entstandene Bank gezielt im Markt zu positionieren, sondern auch die nahezu einmalige Chance, ein Unternehmen in seinen Strukturen neu aufzubauen." Dabei habe die Maxime gelautet: Die Struktur folgt der Strategie. In konsequenter Anlehnung an dieses Prinzip wurde auch die Geschäftsverteilung im Vorstand neu geregelt. Alle Stabsbereiche finden sich jetzt gebündelt im Corporate Center, das der Vorstandsvorsitzende Werner Schmidt und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans Dietmar Sauer leiten. Die besondere Bedeutung, die das Investmentbanking in der neuen Landesbank einnehmen wird, zeigt sich darin, dass dieses Aufgabenfeld den Rang eines eigenständigen Dezernats unter Leitung des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Reinhold Schreiner erhielt. Rolf Limbach ist verantwortlich für die Aktivitäten der LBBW im Bereich Capital Markets. Thomas Fischer steuert die Organisation und die Informationstechnologie, Hermann Zondler ist zuständig für Operations (unter anderem mit dem Bankbetrieb, der Handelsadministration und dem Wertpapierservice). Den speziellen Anforderungen des Kundengeschäfts begegnet die Landesbank, indem sie die Dezernate von jeweils drei Vorstandsmitgliedern zu zwei Divisionen zusammengefasst hat. Prof. Dr. Hans Waschkowski, Gerd Wolf und Thomas Fischer leiten das Privat-, Anlage- und Gewerbekundengeschäft, während Dr. Karl Heidenreich, Dr. Siegfried Jaschinski und Joachim Schielke das Geschäft mit den Unternehmenskunden führen. Alle Vorstände sind in ihrem jeweiligen Aufgabenfeld auch für die Zusammenarbeit mit den Sparkassen und der S-Finanzgruppe verantwortlich. Darin zeigt sich nach Darstellung der LBBW das große Interesse an einer intensiven und partnerschaftlichen Beziehung zur S-Finanzgruppe. Im laufenden Jahr plant Schmidt, die Integration der früher unterschiedlichen Unternehmenskulturen voranzubringen, damit die neue LBBW-Identität noch stärker gelebt wird. Bereits im ersten Halbjahr 2000 will die Landesbank daher gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Unternehmensleitbild erarbeiten. Unterstützt werden soll dieser Prozess der "inneren Fusion" durch den bereits im vergangenen Jahr entwickelten Unternehmensauftritt der Landesbank. Das neue LBBW-Logo soll ebenso wie das Corporate Design und die Imagekampagne die noch junge Unternehmens- und Markenwelt sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Kunden erlebbar machen. ots Originaltext: Landesbank Baden-Württemberg Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Kontakt: Dr. Eckhard Marten Leiter der Abteilung Presse und Information Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart Telefon (07 11) 1 27 - 46 15 Telefax (07 11) 1 27 - 48 61 E-Mail: presse@lbbw.de Internet: www.lbbw.de Original-Content von: Landesbank Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell

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