Entwarnung für KAT- und GGE-Eier
Qualitätssicherungssysteme haben
Nitrofen-Bewährungsprobe bestanden
Bonn (ots) -
Innerhalb weniger Stunden nach Bekanntwerden der
Nitrofen-Verseuchung von Bio-Futtermitteln aus einer Lagerhalle in
Malchin ist es dem Verein für kontrollierte alternative
Tierhaltungsformen e. V. (KAT) in einer beispielhaften Aktion
gelungen, alle betroffenen Legebetriebe eindeutig zu identifizieren
und zu sperren. Sofort wurden alle Eier, die von diesen Betrieben
stammten, aus dem Lebensmittelhandel entfernt. Diese schnelle
Reaktion ist auf das umfassende Qualitätssicherungssystem von KAT
zurückzuführen. "Jedes Ei ist mit einer Nummer versehen, die es
ermöglicht, umgehend den entsprechenden Produzenten ausfindig zu
machen", erläutert KAT-Geschäftsführer Caspar von der Crone.
KAT kontrolliert rund 95 Prozent aller Eier aus Bio-, Boden- und
Freilandhaltung. Nur Betriebe, die alle Kriterien erfüllen und dies
regelmäßig gegenüber unabhängigen Prüfinstituten nachweisen, dürfen
ihre Produkte mit dem Prüfsiegel des Vereins für kontrollierte
alternative Tierhaltung e.V. (KAT) ausloben. Das
Qualitätssicherungssystem, das sowohl für in Deutschland erzeugte
Eier als auch für Importware gilt, hat sich nicht zuletzt in der
aktuellen Krise sehr erfolgreich bewährt. KAT sorgt durch strenge
Auflagen und ein umfassendes Netz von Kontrollen für die Einhaltung
hoher Standards bei der Tierhaltung und der Produktqualität. Allein
im Jahr 2001 wurden fast 5 Milliarden Eier und über 20 Millionen
Legehennen in Boden- und Freilandhaltung durch KAT kontrolliert. Für
Eier aus Käfighaltung wurde mit der Gütegemeinschaft Eier (GGE) ein
vergleichbar effizientes System installiert.
Vorsorgliche Sperrungen zum Schutz der Verbraucher
Insgesamt 28 Bio-Legebetriebe hat KAT vorsorglich aufgrund einer
möglichen Nitrofen-Belastung gesperrt. Die Printnummern der Eier aus
den gesperrten Betrieben können im Internet unter www.kat-cert.de
oder www.was-steht-auf-dem-ei.de eingesehen werden.
"Erst wenn zu 100 % ausgeschlossen werden kann, dass die Eier der
betroffenen Betriebe mit Nitrofen belastet sind, werden wir die
Betriebe wieder zulassen. Dies wird in jedem Fall erst nach einer
offiziellen Freigabe von behördlicher Seite erfolgen", erklärt von
der Crone. Es wurde umgehend eine Untersuchung aller KAT-Betriebe im
Biobereich angeordnet.
Ergänzend wurden auch alle Legebetriebe, die Mitglied bei KAT oder
der GGE sind, vorsorglich in die Überprüfung mit einbezogen. Parallel
dazu wurden sämtliche Futtermittellieferanten im konventionellen
Bereich, die Futter an KAT- und GGE-Mitgliedsbetriebe mit Boden-,
Käfig- und Freilandhaltung liefern, ebenfalls überprüft und die
entsprechenden Futterproben gezogen. Neben deutschen Betrieben wurden
auch in den Niederlanden, Dänemark, Belgien, Frankreich und
Österreich Kontrollen durchgeführt. Inzwischen sind die
Untersuchungen fast abgeschlossen, die vorliegenden Ergebnisse sind
alle negativ. "Sobald uns auch die noch ausstehenden Prüfergebnisse
vorliegen, werden wir sie selbstverständlich umgehend der
Öffentlichkeit zugänglich machen", versichert von der Crone. "Der
Schutz der Verbraucher ist ein erklärtes Ziel von KAT. Ich denke die
augenblickliche Krise zeigt, dass wir diesen Anspruch auch erfüllen."
ots Originaltext: Verein für kontrollierte alternative
Tierhaltungsformen e. V. (KAT)
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de
Pressekontakt:
Ansprechpartner:
Caspar von der Crone
Tel.: 0228-959600

