Neue technische Lösungen bei elektronischer Signatur
Förderschwerpunkt SimoBIT führt Workshop zu Authentifizierungslösungen in Stuttgart durch

Stuttgart (ots) - Der Einsatz einer elektronischen Signatur ermöglicht es, digitale Dokumente rechtsverbindlich zu unterschreiben. Sie können dann nicht mehr unbemerkt verändert werden. Auf diese Weise werden für die Anwender Integrität und Authentizität sichergestellt. "Ab November 2010 wird der elektronische Personalausweis im Scheckkartenformat den bisherigen Personalausweis ablösen. Erstmals wird ein hoheitliches Ausweisdokument mit der Möglichkeit des elektronischen Identitätsnachweises kombiniert. Damit werden die Bürgerinnen und Bürger zukünftig auch in der elektronischen Welt über eine sichere Identität verfügen. Nicht zu verwechseln ist diese neue Funktion mit der qualifizierten elektronischen Signatur. Aber auch hier hilft das neue Ausweisdokument. Die Ausweisinhaber können zusätzlich ein Zertifikat für die qualifizierte elektronische Signatur auf ihren Personalausweis laden", so Andreas Reisen, Referatsleiter Pass- und Ausweiswesen im Bundesministerium des Innern. "Der elektronische Personalausweis wird die Sicherheit und den Komfort von E-Business und E-Government durch die beiden neuen Funktionen für alle deutlich erhöhen."

Dieser Aussage konnten sich alle Teilnehmer des SimoBIT-Workshops "Elektronische Signatur" anschließen. Experten aus Politik, Forschung und Industrie diskutierten vergangenen Freitag in Stuttgart die Möglichkeiten und Potenziale der elektronischen Signatur für mobile Anwendungen in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. SimoBIT ist ein Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), mit dem zwölf ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Entwicklung sicherer Anwendungen der mobilen Informationstechnik (IT) zur Wertschöpfungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung unterstützt werden.

Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zählen heute zu den wichtigsten Impulsgebern für Wirtschaftswachstum und die Entstehung neuer Arbeitsplätze. Insbesondere im Bereich professioneller mobiler Anwendungen hat Deutschland exzellente Chancen, sich weltweit an die Spitze der Entwicklungen zu setzen. "Die Möglichkeit zur elektronischen Unterschrift wird die Entwicklung im Umfeld mobiler Geschäftsprozesse stark vorantreiben", so Dr. Franz Büllingen, Leiter der SimoBIT-Begleitforschung. "Sie ist ein wichtiger Enabler für zahlreiche mobile Anwendungen im Zusammenspiel zwischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen."

Vor allem die SimoBIT-Projektverbünde VitaBIT und Maremba übernehmen bei der Entwicklung von Authentifizierungslösungen für das digitale Unterschreiben eine wichtige Vorreiterfunktion. Sie präsentierten ihre Entwicklungen auf dem Workshop. Die Frage nach derartigen Lösungen stellt sich schon bald für alle Unternehmen. Ab 2010 sollen EU-weit alle öffentlichen Aufträge nur noch elektronisch ausgeschrieben werden. Das im Rahmen des SimoBIT-Workshops zum Themenfeld "Elektronische Signatur" erarbeitete Know-how kann so auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vorträge und Präsentationen stehen unter www.simobit.de zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.simobit.de .

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