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"Kunst ist ein schlechtes Picknick" art sprach exklusiv mit Superstar und Kunstmarkt-Abräumer Damien Hirst und seinem Freund und Kollegen Michael Joo

Hamburg (ots) - Es ist schon eine seltsame Situation. Der eine ist ein wenig bekannter koreanisch-amerikanischer Künstler; der andere der Superstar der zeitgenössischen Kunst. Damien Hirst ist Sprengmeister aller Grenzen zwischen Kunst und Kommerz und mit einem geschätzten Vermögen von über 100 Millionen Pfund einer der reichsten Künstler des Planeten. Zum Auftakt ihrer gemeinsamen Berliner Ausstellung in der Galerie Haunch of Venison traf das Kunstmagazin art die beiden Künstler Joo und Hirst, deren Karrieren ganz unterschiedlich verliefen und deren Freundschaft in Deutschland begann.

Damien Hirst und Michael Joo trafen 1992 in Köln, bei der Gegenmesse zur Art Cologne - der "Unfair", aufeinander. Hier hatten sie benachbarte Ausstellungskojen und haben beim Reinschlagen der Nägel gegenseitig die Skulpturen des anderen umgehauen - Hirst brachte Joos "Saphic Bunk Bed", eine Skulptur, die aus 500 Pfund rosa Urinalsteinen bestand, so zu Fall. "Wir haben daraufhin viel zusammen getrunken und gefeiert. Ich dachte, wir verstehen uns prima, bis ich dahinter kam, dass Michael mich zunächst für einen ziemlichen Idioten hielt", so Hirst gegenüber art.

Ähnlichkeiten in ihren Arbeiten fallen auf; sie behandeln vergleichbare Themen und verwenden vermehrt Tiere. In Berlin zeigen beide Künstler ein Zebra. "Ich dachte, die Parallelen wären gar nicht so stark, bis wir die Ausstellung hier aufgebaut haben", verrät Hirst.

Auf seine extrem teuren Arbeiten angesprochen, äußert sich Hirst im Interview mit art: "Wichtiger als der monetäre Aspekt ist für mich die Frage, ob man mein Werk gut findet. Bei Coca-Cola könnte man ja auch fragen: Ist das nur eine übersüßte sprudelnde Flüssigkeit, oder schmeckt sie gut?... Aber auch hohe Preise sind relativ. Auf meiner Auktion bei Sotheby`s vor zwei Jahren verkaufte ich etwa 200 Werke zu einem Gesamtpreis von rund 200 Millionen Dollar. Dafür könnte ich ein Triptychon von Francis Bacon kaufen oder ein einziges Bild von Jason Pollock. Das heißt: 200 Bilder von mir sind so viel wert wie eins von Jackson Pollock."

art ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Die monatlich erscheinende Zeitschrift informiert auf journalistisch anspruchsvolle, verständliche und unterhaltsame Weise über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und neuen Trends der internationalen Kunstszene. Neben Malerei, Plastik und Architektur wird auch über jüngere Gattungen wie Fotografie, Videokunst, Design und CrossCulture berichtet.

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