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Am Ende des großen Kunstbooms art sprach mit Experten zur aktuellen Stimmung in der Kunstszene

    Hamburg (ots) - Trotzdem die bildende Kunst in den letzten Jahren zu einem Teil der Popkultur geworden ist, taumeln die Kunstmessen weltweit in die Krise. Auch Deutschland als schwankendem Kulturstandort fällt es schwer, sich zu behaupten. Das Kunstmagazin art befragt in seiner aktuellen Ausgabe Sammler, Kritiker, Galeristen und Experten von Auktionshäusern, Messen und Museen zur aktuellen Stimmung in der Kunstszene.

    In den vergangenen Jahren erreichten die Auktionsergebnisse im Kunstmarkt ungeahnte Höhen, die Galerienlandschaft wuchs zunehmend und doch mehren sich die Diskussionen darum, ob der große Boom dem Ende zugeht. "Man kann das Ende eines Kunstbooms auch herbeireden", so die Leiterin von Sotheby's Hamburg Katharina Prinzessin zu Sayn Wittgenstein. In London habe Sotheby's in diesem Sommer einen Rekordumsatz von mehr als 251 Millionen Pfund erzielt. Der Berliner Galerist Matthias Arndt äußert, dass die Märkte breiter geworden seien. "Asien, Indien und Russland sind neue Produktionsstandorte, aber auch (künftige) Absatzmärkte für westliche wie internationale Kunst." Der "Boom" oder "Hype" der Gegenwartskunst sei ebenso wenig sein Problem wie das nun vielfach diagnostizierte Ende. Die Fragen danach überlässt Arndt gerne jenen, die das Investment und die Spekulation im Kunstbereich suchen.

    Gerald Matt, Direktor der Kunsthalle Wien, hingegen ist überzeugt: "Der Kunstboom ist nicht vorbei." Vielmehr schreibt er der Kunst eine zunehmende Bedeutung als Gradmesser für zeitgenössische Lebensverhältnisse in den kommenden Jahren zu. "Was sich ändert, ist die Infrastruktur des Marktes und noch mehr des Kunstsystems."

    Weitere Stimmen zur Diskussion über das Ende des Kunstbooms sind in der aktuellen Ausgabe der art zu finden.

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