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Original und Fälschung? art sprach mit Florian Slotawa über Martin Creeds "Arbeit Nr. 850"

    Hamburg (ots) - Die Frage, ob eine andere Arbeit eine Kopie einer seiner Ideen ist, stellt sich der Künstler Florian Slotawa häufiger. Doch als er von Martin Creeds "Arbeit Nr. 850" hörte, war der gebürtige Rosenheimer schon etwas erstaunt: Für diese Arbeit ließ Creed vor laufender Kamera Leute durch die Tate Britain sprinten. Doch Slotawa filmte selbst bereits vor rund sieben Jahren seine "Museums-Sprints" durch neun deutsche Museen. Das Kunstmagazin art sprach in seiner aktuellen Ausgabe mit dem Künstler über die Originalität von Ideen und seine Reaktion auf die "Arbeit Nr. 850".

    Wütend ist Slotawa nicht auf seinen Kollegen Creed. "Es zeigt mir doch, dass ich damals eine wichtige Arbeit in die Welt gesetzt habe." Sein Vorschlag zur Klärung der Angelegenheit wäre ein gemeinsamer Dauerlauf, "das soll sehr gut Spannung abbauen".

    Generell sei es für Künstler schwierig, zu überprüfen, ob eine Idee bereits existiert. "Erfahrungsgemäß funktionieren aber die Kommunikationsströme gut", so Slotawa. Es komme einem grundsätzlich schnell zu Ohren, wenn es bereits eine ähnliche Arbeit gibt. Die Gefahr, dass es mehr Künstler als Ideen geben könnte und so eine Diskussion über Originalität überflüssig werde, sieht Slotawa nicht. Vielmehr sei es sinnvoll, wenn die Künstler "alle mal einen Gang runterschalten", um so bessere Voraussetzungen für Qualität und Originalität zu schaffen.

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