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Der Staatsanwalt ermittelt art berichtet über den Hamburger Unternehmer Tarik Ersin Yoleri

Hamburg (ots) - Die erste deutsche Kunstanleihe "Art Invest 2006" oder der "Art Estate Kunstfonds 01" - der Hamburger Unternehmer Tarik Ersin Yoleri schien den Kunst-Finanzmarkt entdeckt und erobert zu haben. Yoleri, bis Ende 2007 Vorstand der Investmentfirma EECH Group AG, gab insgesamt wohl fast 25 Millionen Euro für den Erwerb einer imposanten Kunstsammlung aus. Dabei kaufte er fast alles, was der Markt an deutscher und amerikanischer börsentauglicher Kunst hergab. Doch nun ermittelt der Staatsanwalt gegen ihn. Die erste deutsche Kunstanleihe "Art Invest 2006" von der EECH Group AG im Jahr 2006 auf den Markt gebracht, versprach den Anlegern bei einer Laufzeit von fünf Jahren sieben bis 8,8 Prozent Zinsen pro Jahr, welche das Unternehmen aus der erhofften Wertsteigerung des Kunstbestands erzielen wollte. Neben der Kunstanleihe platzierte Yoleri über die Art Estate AG, einer EECH-Tochter, den "Art Estate Kunstfonds 01" auf dem deutschen Markt. Dieser versprach Zeichnern zehn Prozent Zinsen im Jahr, die aus der exorbitanten Wertsteigerung von 25 ausgewählten Werken gezahlt werden sollten. Durch den am 17. April erklärten Konkurs des Mutterkonzerns EECH Group AG droht den Anlegern der Kunstanleihe nun der Totalverlust, da die EECH Group AG direkt als Ausgeber der Anleihe aufgetreten war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Yoleri wegen schweren Kapitalbetruges. Das Geld, mit dem er die Kunst finanzierte, stammt offensichtlich aus trüben Quellen. Von der EECH AG, so stellte das Hamburger Landgericht bereits fest, ist "Kapital in erheblicher Größenordnung vertragswidrig zur Anschaffung von Kunstwerken verwendet worden". Im Zentrum der noch "laufenden Untersuchung", so der Hamburger Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger, steht der Vorwurf, Anlegergelder aus Wind- und Solarenergie-Anleihen zweckentfremdet zu haben. Pressekontakt: Maike Pelikan art Marktkommunikation 20444 Hamburg Tel: 040/3703-2157, Fax: 040/3703-5683 E-Mail: presse@art-magazin.de Original-Content von: Gruner+Jahr, art, übermittelt durch news aktuell

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