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"Meine Kunst ist nicht utopisch" art sprach exklusiv mit Olafur Eliasson über seine Kunst und die Gefahren des Erfolges

Hamburg (ots) - Es sind physikalische Phänomene, die Olafur Eliasson reizen. Künstliche Wasserfälle, faszinierende Sinnestäuschungen, eine modernde Mooswand - seine Kunst lebt von der Natur, von ihr lässt er sich inspirieren. Während seiner Vorbereitungen für eine große Retrospektive im MoMA in New York traf das Kunstmagazin art den dänisch-isländischen Künstler in seinem Atelier in Berlin und sprach mit ihm über seine Arbeit. Bei etwa 20 Projekten, an denen Eliasson parallel arbeitet, bleibt jedes einzelne ein Experiment. Denn die Kunstwerke für seine zahlreichen Ausstellungen werden stetig größer und zeitintensiver. Planung und Änderungen sind damit nur begrenzt möglich. Dennoch hat der zweifache Vater seine Arbeitszeit bereits auf eine 40-Stunden-Woche begrenzt, um Zeit für die Familie zu haben. Mit bis zu 40 Mitarbeitern koordiniert Eliasson nun parallel seine Projekte und bleibt dennoch bis ins Detail fanatisch. Der Sorge, seine Kunst könne zu einem "Brand" werden, will der Künstler entgegenarbeiten. "Dadurch, dass ich in meiner Kunst sehr stark mit Zeit und Wahrnehmung arbeite, versuche ich mich inhaltlich vom Stigma des Brandings zu entfernen". Warum er Aspekte von Zerstörung, Konflikten und Schmutz ausspart? Er probiere bereits, Projekte zu entwickeln, die von der Gesellschaft nicht zu trennen seien. Wichtiger für ihn sei allerdings, seine Kunst aus der Frage nach der Wirklichkeit zu konstruieren. Auf die Beschuldigung, seine Arbeiten seien teilweise Plagiate, reagiert er gelassen. "Sieht man genau hin, dann bestehen zweifellos formale Ähnlichkeiten, aber die grundsätzlichen Fragen unterscheiden sich doch sehr". Eliassons Kunst spricht viele Sinne an und macht auch vor benachbarten Gebieten wie Architektur, Theater und Klangkunst nicht halt. Die Natur ist seine Palette, in ihr findet er Reichtum in der Darstellung von dimensionalen Phänomenen. Er selbst bezeichnet sich als Künstler, auch wenn er "Kunst" als Begriff der Galeristen sieht, die damit ihre Existenz rechtfertigen. art ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Die monatlich erscheinende Zeitschrift informiert auf journalistisch anspruchsvolle, verständliche und unterhaltsame Weise über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und neuen Trends der internationalen Kunstszene. Neben Malerei, Plastik und Architektur wird auch über jüngere Gattungen wie Fotografie, Videokunst, Design und CrossCulture berichtet. Pressekontakt: Maike Pelikan art Marktkommunikation 20444 Hamburg Tel: 040/3703-2157, Fax: 040/3703-5683 E-Mail: presse@art-magazin.de Original-Content von: Gruner+Jahr, art, übermittelt durch news aktuell

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