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Die Krise der "Art Cologne" - art im Gespräch mit Galeristen der Kölner Traditionsmesse

Hamburg (ots) - Die "Art Cologne" öffnet zum 42. Mal ihre Pforten. Schon im Vorfeld gab es Kritik, hinter den Kulissen spielte sich ein Machtkampf ab. Der Kunstmarktstandort Deutschland steckt in einer Krise. Doch wie wirkt sich eigentlich die Stimmung auf die rund 300 teilnehmenden Galeristen in den Kölner Messehallen aus? Das Kunstmagazin art, das ab sofort im Handel erhältlich ist, hat renommierte Galeristen gefragt, ob die "Art Cologne" noch zu retten ist. Die Klagen über die "Mutter aller Kunstmessen" sind nicht neu. Zu festgefahren, zu groß und zu wenig auf Qualität bedacht - so lauten die Vorwürfe. Der künstlerische Direktor Gérard Goodrow musste gehen, als sich zehn Kölner Galeristen in einem offenen Brief Anfang des Jahres über den "herben Bedeutungsverlust" der Messe beschwerten und mit ihrem Fernbleiben drohten. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht: "Art Basel", "Frieze Art Fair" in London und die glamouröse "Art Basel Miami Beach" boomen. Deutsche Messen, wie die "Fine Art Fair Frankfurt" oder die "dc" in Düsseldorf, fanden dagegen ein jähes Ende. Kann die "Art Cologne" in dieser Lage überhaupt bestehen? Adrée Sfeir-Semler, Messebeteiligung der Galerie Sfeir-Semler (Hamburg/Beirut), glaubt nicht daran und erklärt: "Es ist zu spät! Alle Chancen wurden verspielt!" Thomas Taubert, Messebeteilung von Fiedler Contemporary (noch Köln), ist sogar überzeugt, dass die Szene längst nach Berlin gewandert ist: "Aus meiner Sicht ist die Art Cologne nur noch als Messe für Klassische Moderne und Kunst bis 1970 zu halten, sie sollte den zeitgenössischen Bereich bewusst abschreiben." Für Wilfried Utermann, Messebeteiligung der Galerie Utermann (Dortmund) und Mitglied des Art Committees, ist der erste Schritt zur Besserung getan. Er sieht die Lösung in besonders strengen Auswahlkriterien bei der Zulassung der Künstler. "Für die Art Cologne muss gelten, dass nur Qualität bedeutende Sammler anzieht", so Utermann. Georg Kargl, Messebeteiligung der Galerie Georg Kargl (Wien), fasst zusammen: "Die Art Cologne hat eine einmalige Geschichte, und ich denke sie wird immer bestehen bleiben - doch als sehr nationale, regionale Leistungsschau." Die "Art Cologne" findet vom 16. bis 20. April 2008 in den Kölner Messehallen statt. Pressekontakt: Kurt Otto art Marktkommunikation 20444 Hamburg Tel.: 040/3703-3810, Fax: 040/3703-5683 E-Mail: otto.kurt@guj.de Original-Content von: Gruner+Jahr, art, übermittelt durch news aktuell

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