Nachfrage an dezentraler Energieerzeugung durch BHKW sprunghaft gestiegen
HummelEnergie verzeichnet internationales Interesse an grundlastfähigen Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeproduktion

Neuss (ots) - Energieerzeugung mittels Kernspaltung ist nicht beherrschbar und stellt ein unkalkulierbares Risiko für die gesamte Weltbevölkerung dar. Das führen uns die jüngsten Ereignisse in Japan dramatisch vor Augen. Binnen weniger Tage wurde auch in Deutschland die Kernenergie als "Brückentechnologie" in Frage gestellt und der Ausbau erneuerbarer Energien sowie der verstärkte Einsatz dezentraler Energieerzeugungsanlagen angekündigt. Das rasche Umdenken bei der Energieerzeugung ist internationaler Konsens. Ein Umstand, den die HummelEnergie Systeme GmbH (HES) aus Neuss bestätigen kann. Als Hersteller und Betreiber von biogenen Blockheizkraftwerken (BHKW) verzeichnet das Unternehmen seit vergangener Woche eine sprunghaft gestiegene Nachfrage aus Asien sowie Nord- und Südamerika.

"Unsere Kunden suchen nach Alternativen, um wirtschaftlich große Mengen an Energie erzeugen zu können. Und das möglichst dezentral, grundlastfähig und umweltverträglich zugleich," berichtet Geschäftsführer Stefan Ofcarek. Von großen Energiekonzernen und der Politik gerne übersehen, gibt es bereits seit mehreren Jahren funktionierende Lösungen für diese Herausforderungen. Eine davon steht im nordrheinwestfälischen Neuss und "arbeitet" 24 Stunden am Tag auf dem Betriebsgelände der HES: Die ersten grundlastfähigen CO2-neutralen BHKW der Welt. Modular aufgebaut, sind die insgesamt 30 in schalloptimierten ISO-Containern untergebrachten BHKW so miteinander verbunden, dass sie unterbrechungsfrei 12 Megawatt (MW) Strom für 25 000 Vier-Personen-Haushalte produzieren. Die dabei entstehende thermische Energie - ebenfalls 12 MW - wird entkoppelt, also zusätzlich verwendet (sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK)und versorgt ein angeschlossenes Nahwärmenetz. Der in Neuss verwendete Treibstoff besteht hierbei ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Darüber hinaus unterschreiten die Anlagen durch ein hocheffizientes Abgasreinigungssystem alle derzeit international geltenden Emissionsvorschriften für Kraftwerke.

"Wir verfolgen mit unseren BHKW ein hocheffizientes, umweltfreundliches und vor allen Dingen adaptierbares Energiekonzept. Eins, welches funktioniert, egal ob der verwendete Treibstoff Diesel, Erdgas oder Pflanzenöl heißt. Egal ob der eingesetzte Motor 50 oder 5 000 Kilowatt Leistung hat. Was am Ende zählt, ist eine nachhaltige und passende Energie-Infrastruktur-Lösung", erklärt Ofcarek. Ob autarke Stromerzeugung für ein Bergdorf, Kälte- und Klimatechnik für ein Hotelkomplex, Wasseraufbereitung für Küstenbewohner oder das Bereitstellen von Regelenergie für Wind- und Solarparks. Die Einsatzmöglichkeiten von BHKW könnten vielfältiger nicht sein.

"Im Ausland scheint das bereits angekommen zu sein", so Ofcarek weiter. "Wir würden es sehr begrüßen, wenn die deutsche Bundesregierung mit der nachhaltigen Förderung von erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieerzeugung mittels KWK endlich auch ihre selbst gesteckten Ziele aktiv umsetzt. Die Technik funktioniert einwandfrei, die Grundlast ist problemlos zu gewährleisten und angebliche Stromengpässe aufgrund des Einsatzes von erneuerbaren Energien sind nachweislich vorgeschoben. Man muss die Kehrtwende nur wollen."

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