Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) e.V. mit neuem Vorstand
Köln (ots) - Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) bekräftigt ihr Engagement, die deutsche schulische Arbeit im Ausland gemeinsam mit dem WDA zu stärken.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13. September in Berlin hat der WDA Detlef Ernst, Schulvorstandvorsitzender der Deutschen Schule Shanghai als neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Die Wahl des Stellvertreters fiel zugunsten Martina Spann von der Deutschen Schule Málaga. Nach sechs Jahren hat damit erstmalig ein Wechsel in der Führungsriege des WDA stattgefunden.
Jorge Pulido Vázquez, einer der Gründer des WDA und scheidender Vorstandsvorsitzender freut sich über die Wahl. "Mein Anliegen war es, die Schulen untereinander stärker zu vernetzen und der deutschen schulischen Arbeit auch im Inland ein Gesicht zu geben", erläutert der mexikanische Jurist, der selbst die Deutsche Schule Mexiko-Stadt besuchte. "Mit Detlef Ernst ist es uns jetzt gelungen, auch den asiatischen Kontinent aktiv ins Boot zu holen."
Der WDA wurde 2003 auf Initiative von Pulido und Vertretern von Deutschen Auslandsschulen aus aller Welt, mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der ZfA, gegründet. Er versteht sich als Sprachrohr gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und vertritt die Interessen von rund 100 Deutschen Schulen weltweit.
Joachim Lauer, Leiter der ZfA, bedankte sich bei Pulido und äußerte den Wunsch nach einem Ausbau der Zusammenarbeit. "So sollte es uns am besten gelingen, zu einer nachhaltigen Stärkung des Auslandsschulwesens zu kommen."
Vorstandsvorsitzender Ernst begrüßt diesen Ansatz: "Der neue Vorstand hat es sich, entsprechend dem Wunsch seiner Mitglieder, ausdrücklich zum Ziel gesetzt, eng mit den Schulen und mit der ZfA zusammen zu arbeiten."
Die Vorbereitungen für den Weltkongress Deutscher Auslandsschulen 2010, der Anfang Juni in Shanghai stattfinden wird, laufen auf Hochtouren. Der Weltkongress ist die zentrale Veranstaltung des WDA und findet alle vier Jahre statt. Bereits zwei Tage nach der Vorstandswahl gab es ein Treffen zwischen WDA und ZfA zur Detailplanung des Weltkongresses. Für die Zukunft will Ernst die Dienstleistungsangebote für die Mitgliedsschulen weiter verbessern und gemeinsam mit der ZfA bestmögliche Lösungen für die Mitglieder erarbeiten.
"Die Deutschen Auslandsschulen sind ein Herzstück der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik", erläutert Dr. Anja Nußbaum, Geschäftsführerin der WDA-Geschäftsstelle in Berlin das Selbstverständnis des WDA. "Der WDA wird auch in Zukunft gemeinsam mit der ZfA die Deutschen Auslandsschulen unterstützen, um jungen Menschen weltweit einen hervorragenden Start ins Leben zu ermöglichen."
Die ZfA ist eine Abteilung des Bundesverwaltungsamtes, die unter der Fachaufsicht des Auswärtigen Amtes die deutsche schulische Arbeit im Ausland betreut. Zusätzlich sind weltweit über 60 Fachberater im Auftrag der ZfA tätig, um den Ausbau der deutschen Sprache an Schulen im Ausland zu fördern. Weltweit unterstützt die ZfA zurzeit 135 Deutsche Auslandsschulen und 825 Sprachdiplomschulen personell und finanziell. An diesen Einrichtungen arbeiten etwa 2.000 Auslandsdienstlehrkräfte, die von der ZfA entsandt wurden.
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