40 Jahre Zentralstelle für das Auslandsschulwesen
Köln (ots) - Was haben Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker, Königin Silvia von Schweden, Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo, Startenor Rolando Villazón und "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gemeinsam? Sie alle haben Deutsche Schulen im Ausland besucht. Seit nunmehr 40 Jahren kümmert sich die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) um die aktive Förderung der deutschen schulischen Arbeit im Ausland.
123 Deutsche Schulen sowie 494 so genannte Sprachdiplom-Schulen mit intensivem Deutschunterricht unterstützt die Zentralstelle weltweit. Insgesamt arbeiten im Ausland rund 1.900 von der ZfA entsandte Lehrkräfte. "Deutsche Auslandsschulen sind ein zentraler Baustein unserer Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik", betont Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier. "Sie tragen die deutsche Sprache in die Welt. Gleichzeitig schaffen sie Mobilität, denn sie ermöglichen Kindern von deutschen Experten die Fortsetzung der deutschen Schulbildung. Am Erfolg Deutscher Auslandsschulen hat die ZfA einen großen Anteil."
Die ZfA ging am 1. Oktober 1968 aus dem Schulreferat des Auswärtigen Amtes hervor. Seitdem gehören zu ihren Aufgaben u.a. die pädagogische und finanzielle Betreuung der Schulen, die Vermittlung von Lehrkräften sowie die Auslandsschulen betreffende Verwaltungsaufgaben. Mit der Gründung bekam das seit 1878 bestehende Auslandsschulwesen eine deutliche Aufwertung.
Heute ist die ZfA eine Abteilung im Bundesverwaltungsamt, die unter der Fachaufsicht des Auswärtigen Amtes mit ca. 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die deutsche schulische Arbeit im Ausland betreut. Zusätzlich sind weltweit über 50 Fachberater der ZfA tätig, um den Ausbau der deutschen Sprache an Schulen im Ausland zu fördern. "Nach zaghaften Anfängen 1968 mit lediglich 12 Mitarbeitern ist aus der ZfA in 40 Jahren eine runde Sache geworden, nämlich eine Institution, die aufgrund ihrer weltweiten Präsenz und der Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern im In- und Ausland durchaus als Global Player bezeichnet werden darf", sagte Joachim Lauer, Leiter der ZfA. "Zu unseren wichtigsten Zielen gehört derzeit die Umsetzung der von Bundesaußenminister Steinmeier ins Leben gerufenen Initiative "Schulen: Partner der Zukunft". Ziel der Initiative ist es u.a., mit den anderen Trägern der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ein weltumspannendes Netz von mindestens 1.000 Partnerschulen mit verstärktem Deutschunterricht aufzubauen, um damit bei jungen Menschen Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft zu wecken.
Die Jubiläumsschrift "Deutsche Auslandsschularbeit: 40 Jahre ZfA" ist soeben erschienen und kann bei Bettina.Meyer-Engling@bva.bund.de angefordert werden.
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