Leuphana Universität Lüneburg

ARTotale: Eine Stadt wird zum Kunstwerk

Lüneburg (ots) - Weltbekannte Streetart-Künstler verändern das Stadtbild Lüneburgs - begleitet von 1.200 Erstsemestern der Leuphana Universität Lüneburg

Eine solche Lehrveranstaltung hat es an einer deutschen Universität wohl noch nie gegeben: Lüneburg ist in diesen Tagen pulsierendes Zentrum der internationalen Streetart-Szene. Gemeinsam mit dem Hamburger Kurator Rik Reinking hat die Leuphana Universität Lüneburg 38 international renommierte Streetart-Künstler in Lüneburg versammelt, die zusammen mit den 1.200 Erstsemester-Studenten neue künstlerische Akzente in der mehr als tausendjährigen Hansestadt setzen.

Noch vor dem offiziellen Beginn hat Nachricht von der Lüneburger Kunstaktion für erhebliches Aufsehen gesorgt. Auf zahlreichen Internetseiten und in Blog-Beiträgen wird die ARTotale bereits als eines der international bedeutenden Streetart-Ereignisse wahrgenommen und hat weltweit zahlreiche Reaktionen der Kunstszene ausgelöst, für die Streetart längst den Weg in die renommierte Museen und Kunstsammlungen gefunden hat.

Erfolgreiches Konzept der Leuphana

Mit der ARTotale setzt die Leuphana ihr erfolgreiches Konzept fort, alle Erstsemester-Studierenden in einer gemeinsamen Startwoche mit einer umfangreichen Projekt-Arbeit zu beauftragen. "Teamarbeit, Projektmanagement und die Fähigkeit, über den Tellerrand des eigenen Studienfachs hinauszublicken - das sind Eigenschaften, die sich unsere Studierenden gleich zu Beginn ihres Studiums erarbeiten", erklärt Holm Keller, Kanzler und verantwortlicher Vizepräsident der Leuphana Universität Lüneburg. Mit der ARTotale schaffe die Universität nicht nur eine kreative Plattform für die künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung in Forschung und Lehre. "Damit bauen wir unsere Exzellenz in diesem Bereich weiter aus", betont Keller. Der ARTotale werden weitere große Kunstereignisse in Lüneburg folgen. Das Land Niedersachsen hatte im Frühjahr entschieden, die Künstlerförderung des Landes neu zu strukturieren und an der Leuphana Universität Lüneburg zu konzentrieren.

Begleiter der großen Live-Painting-Aktion: Die Erstsemester-Studenten der Leuphana Universität Lüneburg, die die Aufgabe bekommen haben, sich mit dem Genre Urban Art zu befassen und in kleinen Gruppen die Konzepte der Künstler in kurze Videoclips umsetzen. Die Filme werden Ende der Woche von einer prominenten Fachjury der Berlinale bewertet, zu der auch Dieter Kosslick, Direktor dieser Internationalen Filmfestspiele, gehört. Anschließend werden die Videoclips auf der Online-Medienplattform der Leuphana veröffentlicht.

Weltbekannte Künstler verändern das Stadtbild

Bei der ARTotale wird die Stadt zur Leinwand und Projektionsfläche für die unterschiedlichsten Ausdrucksformen des Genres Streetart. An mehr als 30 ausgewählten Orten innerhalb des Stadtzentrums und des Campus arbeiten Künstler aus der ganzen Welt: Victor Ash etwa, der für seine Wandbilder bekannte Portugiese, gestaltet einen 16 Meter hohen schwarzen Graffiti- Elefanten. DAIM alias Mirko Reisser, selbst Lüneburger und einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Streetart-Szene, arbeitet schon seit Tagen an seinem dreidimensionalen Graffiti mitten in der Fußgängerzone. Und an der Hauptschule Stadtmitte ist eine der wenigen Frauen der Szene aktiv: Faith47, Südafrikanerin, thematisiert in ihren Bildern häufig die Probleme ihres Landes: In Lüneburg lässt sie ein eigens für die ARTotale entworfenes neues Werk entstehen.

Kommunikation und Kreation sollen im Vordergrund stehen, wenn die Studenten ihre Filmkonzepte im Rahmen der ARTotale gemeinsam erarbeiten. Das theoretische Rüstzeug erhielten sie zu Beginn der Woche schon in Vorlesungen namhafter Keynote-Speaker an der Universität, darunter Kurator und Streetart- Sammler Rik Reinking und Star-Architekt Daniel Libeskind. Praktische Hilfe bei der Filmproduktion - vom Storyboard bis zum Schnitt - bekommen die Studierenden von Profis aus der Branche.

Eine besondere Herausforderung hat sich die Studenten-Gruppe um das "lebende Kunstwerk" Tim Steiner vorgenommen: Der 32jährigen Schweizer trägt auf seinem Rücken ein Tattoo nach dem Entwurf des belgischen Konzeptkünstlers Wim Delvoye, das ebenfalls zur Sammlung Rik Reinking gehört. Was darf Kunst und wem "gehört" eigentlich ein lebendes Kunstwerk? - Fragen, mit denen sich die Studierenden im Rahmen ihrer Arbeit auseinandersetzen.

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge sieht das Ereignis positiv: "Moderne Graffiti an historischen Wänden - Kunst darf und soll provozieren. Internationale Künstler sind nach Lüneburg gekommen, um dem Backstein-Kunstwerk Hansestadt einen jungen Stempel aufzudrücken." Selbst das historische Lüneburger Rathaus wird in die ARTotale einbezogen: Vom 7. Oktober an findet dort eine Ausstellung von Innenraumkunstwerken statt, die aus der bekannten Sammlung von Rik Reinking stammen.

Die vollständige Liste aller beteiligten Künstler und aktuelle Informationen gibt es auf der Website: www.artotale.com

Bildmaterial stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung.

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